Daniel E. Barbey
Daniel Edward Barbey (* 21. Dezember 1889 in Portland, Multnomah County, Oregon; † 11. April 1969 in Bremerton, Kitsap County, Washington) war ein Vizeadmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Vierten und der Siebten Flotte.
Er war ein Sohn von John Barbey (1851–1930) und dessen Frau Julia Anna Chloupek (1861–1942). Im Jahr 1912 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Vizeadmiral.
Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Noch vor dem Ersten Weltkrieg war er an Einsätzen in Nicaragua (1912) und an der Besetzung von Veracruz 1914 in Mexiko beteiligt. Dabei war er auf verschiedenen Kriegsschiffen stationiert. Dazu gehörte auch der Zerstörer USS Lawrence (DD-8). Bis zum November 1916 verblieb er auf diesem Schiff. Danach wurde er auf das Kanonenboot USS Annapolis (PG-10) versetzt. Dieses operierte in mexikanischen Gewässern. Barbey blieb bis zum Dezember 1917 an Bord dieses Schiffes. Als Nächstes wurde er zum Zerstörer USS Stevens (DD-86) transferiert. Dort beaufsichtige er zunächst die Fertigstellung des Schiffes, das dann im Januar 1918 vom Stapel lief und im Mai in Dienst gestellt wurde. Das Schiff war in der Endphase des Ersten Weltkriegs als Konvoyschiff auf dem Atlantik eingesetzt. Er diente dort unter anderem als Erster Offizier. Bis zum Januar 1919 verblieb er an Bord dieses Schiffes.
In den folgenden Jahren war Daniel Barbey unter anderem in Großbritannien und in der Türkei stationiert. Es folgten Aufgaben in verschiedenen Hauptquartieren auf dem Festland und an Bord verschiedener Schiffe. In den Jahren 1927 und 1928 war er Erster Offizier auf dem militärischen Öltanker Ramapo. Dann gehörte er bis zum Jahr 1931 als Aide to the Superintendent dem Stab der Marineakademie in Annapolis an. Zwischen Juni 1931 und Juni 1933 hatte er das Kommando über den Zerstörer USS Lea, der im Pazifik operierte. Die folgenden zwei Jahre verbrachte er als Stabsoffizier bei der Marinewerft Mare Island Naval Shipyard in Kalifornien.
In der Folge diente er für einige Zeit auf dem Schlachtschiff USS New York. Danach kommandierte er für kurze Zeit das Trossschiff USS Ramapo. Im Jahr 1937 wurde er zum Stab des Bureau of Navigation in Washington, D.C. versetzt. Dort gehörte er der Abteilung an, die Mobilisierungspläne der Marine erstellte. Im Januar 1940 erhielt er das Kommando über die USS New York, auf der er früher bereits gedient hatte, und die im Pazifik eingesetzt war. Im Januar 1941 wurde er zur Atlantikflotte versetzt. Dort war er Stabschef der Naval Surface Force Atlantic und an umfangreichen Manövern im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs beteiligt. Im Mai 1942 wurde er mit dem Aufbau einer Abteilung für amphibische Kriegsführung im Marineministerium beauftragt.
Im Januar 1943 kam er dann im laufenden Zweiten Weltkrieg zum Einsatz. Er wurde damals Kommandeur der amphibischen Streitkräfte im südwestlichen Pazifik, die der 7. Flotte unterstanden. Sein Hauptquartier befand sich auf dem Transportschiff USS Henry T. Allen das zwischenzeitlich in Australien auf dem Brisbane River vor Anker lag. Im August 1943 wurde seine Einheit in Seventh Amphibious Force umbenannt. Barbeys Einheit unterstanden auch Einheiten der australischen Flotte. In der Folge diente die Seventh Amphious Force unter seinem Kommando als amphibische Komponente von General Douglas MacArthurs Streitkräften zur Rückeroberung der Philippinen. Zwischenzeitlich kam es zu einer Umgruppierung seiner Einheit, wobei Teile anderen Offizieren unterstellt wurden. Er behielt aber das Kommando über eine Kampfgruppe bis zum Kriegsende und war er an praktisch allen Feldzügen von General MacArthur beteiligt. Dabei kam es zu vielen Gefechten mit den Japanern.
Am 20. November 1945 übernahm Daniel Barbey als Nachfolger von Thomas C. Kinkaid das Kommando über die Siebte amerikanische Flotte. Danach kommandierte er die amphibischen Streitkräfte der Atlantikflotte und dann bis zum März 1947 die Vierte Flotte. Schließlich erhielt er das Kommando über den 10. Marinebezirk (Tenth Naval District). Damit war auch das Kommando über die Marinestreitkräfte in der Karibik verbunden (Carribean Sea Frontier). Diese Aufgabe erfüllte er zwischen Mai 1947 und Oktober 1950. Danach kommandierte er bis zu seiner Pensionierung am 30. Juni 1951 den 13. Marinebezirk, der bei der Marinewerft Puget Sound Naval Shipyard im Bundesstaat Washington sein Hauptquartier hatte.
Der seit 1927 mit Katharine McLean Graham (1893–1990) verheiratete Offizier starb am 11. April 1969 und wurde auf dem Wilhelm’s Portland Memorial Mausoleum Friedhof in Portland in Oregon beigesetzt.
Orden und Auszeichnungen
Daniel Barbey erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:
- Navy Cross
- Navy Distinguished Service Medal
- Army Distinguished Service Medal
- Legion of Merit
- Nicaraguan Campaign Medal
- Mexican Service Medal
- World War I Victory Medal
- American Defense Service Medal
- American Campaign Medal
- Asiatic-Pacific Campaign Medal
- World War II Victory Medal
- National Defense Service Medal
- China Service Medal
- Philippine Liberation Medal (Philippinen)
- Order of the British Empire
Beförderungen
- Ensign: Juni 1912
- Lieutenant Junior Grade: Juni 1915
- Lieutenant: Juni 1918
- Lieutenant Commander: Oktober 1922
- Commander: September 1933
- Captain: Februar 1940
- Rear Admiral: Juni 1942
- Vice Admiral: Dezember 1944
Weblinks
- Barbey beim Naval History and Heritage Command (zuletzt abgerufen am 11. Januar 2026)
- Barbey bei Traces of War (zuletzt abgerufen am 11. Januar 2026)
- Barbey bei Find A Grave (zuletzt abgerufen am 11. Januar 2026)