Dana-Sophia Valentiner
Dana-Sophia Valentiner (* 1989[1]) ist eine deutsche Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin an der Helmut-Schmidt-Universität (Universität der Bundeswehr) Hamburg.
Leben
Valentiner studierte von 2008 bis 2014 Rechtswissenschaft sowie Genderkompetenz im Nebenfach an der Universität Hamburg.[2] Anschließend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.[3] Im Jahr 2017 war sie Visiting Researcher am Kent Centre for Law, Gender and Sexuality an der University of Kent.[2] Valentiner wurde 2020 an der Universität Hamburg mit der Arbeit Das Grundrecht auf sexuelle Selbstbestimmung bei Ulrike Lembke[4] promoviert, für die sie unter anderem mit Marie-Elisabeth-Lüders-Wissenschaftspreis des deutschen Juristinnenbunds ausgezeichnet wurde.[3][5] Von 2018 bis 2020 absolvierte sie das Rechtsreferendariat am Oberlandesgericht Celle.[3]
Nach der Vertretung einer Juniorprofessur an der Justus-Liebig-Universität Gießen war Valentiner von 2022 bis 2025 Juniorprofessorin für Öffentliches Recht an der Universität Rostock.[4] Seit 2025 ist sie Inhaberin der Professur für Öffentliches Recht mit einem Schwerpunkt im öffentlichen Wirtschaftsrecht und Recht der Transformation an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Legal Gender Studies sowie das Recht der sozial-ökologischen Transformation.
Valentiner ist Mitglied des Forschungsnetzwerk für reproduktive Gerechtigkeit ReproGerecht.[6] Valentiner ist seit 2013 Mitglied des deutschen Juristinnenbunds und war unter anderem von 2021 bis 2023 dessen Vizepräsidentin.[7] Sie produziert seit 2020 gemeinsam mit Selma Gather den djb-Podcast zu feministischer Rechtspolitik Justitias Töchter.[7][8]
Valentiner ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Freiheitsrechte.[9] Seit 2023 ist sie Vertrauensdozentin der Friedrich-Ebert-Stiftung.[3]
Schriften (Auswahl)
- Das Grundrecht auf sexuelle Selbstbestimmung. Zugleich eine gewährleistungsdogmatische Rekonstruktion des Rechts auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit. Nomos, Baden-Baden 2021, ISBN 978-3-8487-7109-7 (Dissertation Universität Hamburg 2020).
- Paritätsgesetze. Gleichberechtigung in der repräsentativen Demokratie, in: JöR 71 (2023), S. 209–228.
- Wahlvorschlagsrecht in der Krise? Unterschriftenquoren im Wahlrecht auf dem verfassungsrechtlichen Prüfstand, in: AöR 147 (2022), S. 229–263.
- „Living together“ – Zum Pluralismuskonzept des EGMR unter besonderer Berücksichtigung der Burka-Entscheidung (mit Sarah Leyli Rödiger), in: Archiv des Völkerrechts 53 (2015), S. 360–389.
Weblinks
- https://www.hsu-hh.de/rdt/de/mitarbeiter/univ-prof-dr-iur-dana-sophia-valentiner/
- https://www.djb.de/ueber-uns/team/dana-valentiner
- https://www.reprogerecht.de/team
Einzelnachweise
- ↑ Interview: der djb in Hamburg. 2020, abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ a b Fernuniversität Hagen – Valentiner CV. Mai 2018, abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ a b c d HSU: Univ.-Prof. Dr. Dana-Sophia Valentiner. In: Professur für Öffentliches Recht mit einem Schwerpunkt im öffentlichen Wirtschaftsrecht und Recht der Transformation. Abgerufen am 12. Dezember 2025 (deutsch).
- ↑ a b Zur Person - Juristische Fakultät - Universität Rostock. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ Das Grundrecht auf sexuelle Selbstbestimmung. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ Team | Jetzt mehr erfahren. Abgerufen am 12. Dezember 2025 (deutsch).
- ↑ a b Prof. Dr. Dana-Sophia Valentiner. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ Podcast. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ Dana-Sophia Valentiner. Abgerufen am 12. Dezember 2025.