Dakhlet Nouadhibou (Bucht)
| Dakhlet Nouadhibou | |
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Blick von den Sedimentformationen bei Kap Ras Nouadhibou auf die Bucht Dakhlet Nouadhibou | |
| Gewässer | Atlantik |
| Landmasse | Mauretanien (Westafrika) |
| Geographische Lage | 20° 52′ N, 16° 54′ W |
| Breite | 32 km |
| Tiefe | 45 km |
Dakhlet Nouadhibou (arabisch داخلة نواذيبو), auf französischen Karten auch als Baie du Lévrier bezeichnet, ist eine Bucht an der Atlantikküste Mauretaniens.[1] Die Verwaltungsregion Dakhlet Nouadhibou ist nach ihr benannt.
Geographie
Die Bucht bildet mit dem Golfe d'Arguin den nördlichen Küstenabschnitt Mauretaniens. Sie ist der einzige Naturhafen des Landes einer der größten an der Westküste Afrikas. Dakhlet Nouadhibou öffnet sich nach Süden und wird im Westen durch Cap Blanc[2] und die Halbinsel Ras Nouadhibou gegen das offene Meer geschützt. Die Bucht enthält wie die südlich anschließende Arguin-Sandbank zahlreiche Untiefen. Ost- und Westküste der Bucht bilden etwa die Form eines Dreiecks, dessen gleichschenkelige Seiten 45 Kilometer lang sind und im Norden aufeinander zulaufen. Im Süden öffnet sich dieses gedachte Dreieck auf eine Breite von 32 Kilometer zum Meer.
Hafen
In den ruhigen Gewässern der Bucht befindet sich auf der Halbinsel der Hafen von Nouadhibou, der vor der Unabhängigkeit als Port Étienne von der französischen Kolonialmacht in der Baie de Cansado angelegt worden war.[3] Er ist die Basis der mauretanischen Fischereiwirtschaft und er ermöglicht über die Eisenerzzüge der Bahnstrecke Nouadhibou–M’Haoudat die Verschiffung des Abbaus aus den Eisenerzminen der Société Nationale Industrielle et Minière von Zouérat.
In der Baie de Cansado hat sich seit 1984 ein Schiffsfriedhof entwickelt, in dem ausgemusterte Schiffe dem Verfall preisgegeben sind.