Dagmar Eichberger

Dagmar Hannelore Eichberger (* 1955) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und war eine außerplanmäßige Hochschullehrerin.

Werdegang

1975 bis 1980 studierte Dagmar Eichberger Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie an der Universität Heidelberg. 1984 wurde sie mit einer Arbeit zum New Yorker Diptychon von Jan van Eyck bei Hans Belting promoviert. 1986 bis 1994 war sie Hochschuldozentin an den Universitäten in Canberra und Melbourne. Ein Stipendium der DFG half ihr dabei, ihre Forschungen zu Sammlungs-, Stiftungswesen und Kunst im Umkreis Margaretes von Österreich voranzutreiben, die 2000 in ihre Habilitation zu diesem Thema mündeten. Sie hatte Gastprofessuren in Wien und Paris inne und vertrat Professuren in Konstanz, Jena, Trier und Gießen.[1] Sie war außerplanmäßige Professorin am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg.[2]

In ihren Forschungen beschäftigt sie sich vor allem mit der niederländischen und deutschen Kunst des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, der Sozialgeschichte der Kunstproduktion und des Künstlers sowie Sammlungsgeschichte.

Eichberger ist Gründungsmitglied des Arbeitskreises Niederländische Kunst- und Kulturgeschichte e. V. (ANKK)[3] und Mitglied im Advisory Board des Nederlands Kunsthistorisch Jaarboek.[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • mit Hans Belting: Jan van Eyck als Erzähler. Werner’sche Verlagsgesellschaft, Worms 1983.
  • Bildkonzeption und Weltdeutung im New Yorker Diptychon des Jan van Eyck. Ludwig Reichert, Wiesbaden 1987.
  • (Hrsg.): Dürer and his culture. Cambridge 1998.
  • Leben mit Kunst – Wirken durch Kunst. Sammelwesen und Hofkunst unter Margarete von Österreich, Regentin der Niederlande. Brepols, Turnhout 2002.
  • ‚Una libraria per donne assai ornata et riccha‘. Frauenbibliotheken des 16. Jahrhunderts zwischen Ideal und Wirklichkeit. In: Gabriela Signori (Hrsg.): Die lesende Frau (= Wolfenbütteler Forschungen. Band 121). Harrassowitz, Wiesbaden 2009, S. 241–264.
  • mit Anne-Marie Legaré, Wim Hüsken: Women at the Burgundian Court. Presence and Influence. Brepols, Turnhout 2010.
  • mit Philippe Lorentz, Andreas Tacke (Hrsg.): The Artist between Court and City (1300–1600) / L’artiste entre la Cour et la Ville / Der Künstler zwischen Hof und Stadt (= artifex. Quellen und Studien zur Künstlersozialgeschichte). Michael Imhof, Petersberg 2017.
  • The seven sorrows of the Virgin. Spreading a new cult via dynastic networks. In: Christine Göttler, Mia M Mochizuki (Hrsg.): The nomadic object. The Challenge of world for early modern religious art (= Intersections. Band 53). Brill, Leiden / Boston 2018, S. 483–512.
  • mit Sabine Haag, Annemarie Jordan Gschwend (Hrsg.): Frauen, Kunst und Macht. Drei Frauen aus dem Hause Habsburg. Wien 2018.
  • Kunst und Geschäftssinn. Albrecht Dürers Begegnungen mit Margarete von Österreich und sein Netzwerk am kaiserlichen Hof. In: Peter van den Brink (Hrsg.): Dürer war hier. Eine Reise wird Legende. Michael Imhof, Petersberg 2021, S. 136–149.
  • (Hrsg.): A spectacle for a Spanish princess. The festive entry of Joanna of Castile into Brussels (1496) (= Burgundica. Band 35). Brepols, Turnhout 2023.

Einzelnachweise

  1. a b Eichberger, Dagmar Hannelore, Prof. Dr. JLU Gießen, abgerufen am 29. Dezember 2025.
  2. Dagmar Eichberger. Universität Heidelberg, abgerufen am 29. Dezember 2025.
  3. Vorstand des ANKK. Arbeitskreis Niederländische Kunst- und Kulturgeschichte e. V., abgerufen am 29. Dezember 2025.