Dagmar Dörken Vogt
Dagmar Dörken Vogt, Künstlername DAVO[1] (* 18. März 1960 in Castrop-Rauxel), ist eine deutsche Bildhauerin und Malerin, die vor allem für ihre expressive Malerei und lebensgroßen Bronzeskulpturen bekannt ist. Sie lebt und arbeitet in Herdecke[2], Nordrhein-Westfalen und in Oberstaufen, Bayern.
Leben und Werk
Dagmar Dörken Vogt absolvierte ihre künstlerische Ausbildung an der Hochschule Dortmund bei Kampmann und Schubert und legte dort das 1. und 2. Staatsexamen in den Fächern Kunst und Geschichte ab.
In ihrer weiteren Ausbildung studierte sie Malerei bei Markus Lüpertz und Bildhauerei bei Mathias Lanfer, einem Meisteschüler von Tony Cragg.
Neben Malerei und Bildhauerei verfügt sie auch über eine Grundausbildung im Metallbau – was insbesondere für ihre Skulpturen von Bedeutung ist.
Sie ist Mitglied im Künstlerverein Malkasten Düsseldorf (KVM) und Mitglied der Jury des Ennepe-Ruhr Kunstpreises.[3]
„DAVO liebt das Spiel mit den unterschiedlichen Materialien, das Spiel mit den Formen, die Suche nach den unterschiedlichsten Ausdrucksmöglichkeiten. Dabei hat sie für sich immer die Freiheit behalten auszuprobieren, zu suchen, zu finden, wieder zu verwerfen und ihre Ideen immer wieder in neuen Serien auszuprobieren. So lässt sich Dagmar Vogts Arbeit zwar im Moment als figurative Bildhauerei kategorisieren, ihre Plastiken thematisieren jedoch nie ausschließlich die Figur und sind daher ebenso wenig auf die Produktion eines gegenständlichen, realistischen Abbildes ausgerichtet. Die Künstlerin zitiert in postmoderner Manier diverse Stile und entwickelt dabei ihre ganz eigene Formensprache aus der Synthese von detailreichen Arbeiten und dem Schaffen expressiver Gestiken und Mimiken.“
Besonders bekannt ist sie für die Schaffung lebensgroßer Bronzeskulpturen, darunter eine Serie von Tänzerfiguren „Die Tanzenden“[5][6], die von der Arbeit des Tanztheaters Pina Bausch inspiriert sind sowie die Serie „Es wird einmal“ inspiriert von den Märchen der Gebrüder Grimm.
Die Bildhauerin hat mit ihrer Bronzeskulpturen-Serie „Es wird einmal“ eine Hommage an die Märchen der Gebrüder Grimm geschaffen. Diese Arbeiten zeichnen sich durch eine figurative Darstellungsweise und den Einsatz ironischer Elemente aus. Ihre Werke sind weit mehr als bloße Interpretationen der bekannten Geschichten – sie sind eine fast schon verspielte Auseinandersetzung mit den archetypischen Figuren und Motiven, die uns seit Generationen begleiten. Dabei setzt sie die Märchenwelt in einen modernen Kontext, ohne ihren Zauber zu zerstören. Im Jahr 2024 stellte die Künstlerin ihren Privatgarten in Herdecke erstmals als Skulpturenpark RUHR[7] für Ausstellungen der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung zur Verfügung. Seitdem finden dort jährlich Skulpturenausstellungen mit wechselnden Künstlerinnen und Künstlern statt.
Die Malerei von Dagmar Vogt verbindet eine intensive Natur- und Landschaftsutopie und eine subtile Abstraktion, die Formen auflöst und in atmosphärische Räume überführt. Ihre Doppelbegabung als Malerin und Bildhauerin bildet den Ausgangspunkt eines wechselseitigen ästhetischen Beziehungsgeflechts. Vogts Werk lässt sich in der zeitgenössischen Landschafts- und Abstraktionsmalerei verorten – jedoch mit einer eigenständigen Handschrift. Durch die Kombination von Naturthema und formaler Abstraktion entsteht eine Schnittstelle, die ihrer Arbeit eine eigenständige Position verleiht.
Auszeichnungen
- 2025: ART Karlsruhe „one artist show“
- 2025: SkulpturenSchau![8] Weikersheim
- 2023: „Hier und Jetzt“ Skulpturen-Triennale Bingen[9]
- 2021: Nominierung zum Kunstpreis ART-FIGURA[10] in Schwarzenberg
- 2020: Auslobung zur Mehrfachbeauftragung für die Figur des Spätlesereiters im Schlosshof des Stadtschlosses Fulda
- 2019: Nominierte Bildhauerin im Rahmen der Ausstellung „Mahnmal gegen Gewalt an Frauen in Kriegen und Krisen“ im Frauenmuseum Bonn[11]
- 2018: 1. Preis Kitz Award für Skulpturen, Kitzbühel, Österreich
- 2017: Nominiert zum Rhine Art Prize[12], Bonn
- 2016: Nominierung für den Wilhelm-Morgner-Simplizissimus-Kunstpreis
- 2015: Artist in Residence, St.Christoph am Arlberg, Österreich
- 2015: Nominierung für den Ennepe-Ruhr-Kunstpreis
- 2010: Starke Orte im Rahmen der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas
Ausstellungen (Auswahl)
- 2025: ART Karlsruhe „one artist show“
- 2025: Galerie Steinberger, Lagenargen Bodensee
- 2025: SkulpturenSchau! Weikersheim
- 2025: Galerie Hovestadt, Nottuln/Münster
- 2025: Skulpturenpark Ruhr 2025, Herdecke
- 2024: Galerie Hovestadt, Nottuln/Münster
- 2023/25: Galerie Artes, Berlin[13]
- 2023: „Hier und Jetzt“ Skulpturen-Triennale Bingen
- 2022: Museum U, Dortmund
- 2023: Galerie Klüber, Weinheim
- 2022: Galerie Art Engert, Eschweiler
- 2022: Galerie Hovestadt, Nottuln/Münster
- 2022: Big Gallery, Dortmund
- 2020: Stadtschloss Fulda
- 2019: Galerie #23, Velbert
- 2019: Galerie am Stern, Essen
- 2019: Frauenmuseum Bonn
- 2018: Museum St. Johann, Kitzbühl, AUT
- 2018: RIVV GmbH, Düsseldorf
- 2017: Kunsthaus Klüber, Weinheim
- 2017: BKG Galerie, Wuppertal
- 2016: Osthaus Museum Hagen, Hagener Fenster
- 2016: Museum Wilhelm Morgner, Soest
- 2016: Ruhrgalerie Herdecke
- 2016: Park Weggis, Weggis/Luzern, CH
- 2015: Agora Gallery, New York, USA[14]
- 2015: Landtag NRW, Düsseldorf
- 2015: Deutsche Bank, Wuppertal-Elberfeld
- 2015: Schokoladenfabrik, Wuppertal Elberfeld
Einzelnachweise
- ↑ Home. Abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Peter Pionke: Dagmar Dörken Vogt lebt und arbeitet jetzt in Herdecke. 12. Mai 2022, abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ Aktuelles - Ennepe Ruhr Kreis. Abgerufen am 16. Dezember 2025.
- ↑ Dagmar Vogt. In: Sculpture Network. Abgerufen am 17. Januar 2026.
- ↑ Wuppertaler Rundschau: Künstlerin Dagmar Dörken Vogt: Neue Skulpturen und neue Bilder. 27. Juni 2021, abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Die Tanzenden | The Dancers. In: DaVo. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Besuchsinfos | Anfahrt | Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung. Abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Weikersheim - Kunst und Ausstellungen. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Rückblick 2023 – Hier und Jetzt | Skulpturen Triennale Bingen. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ art-figura 2021 | Art Figura. Abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ 100 Jahre Frauenpolitischer Aufbruch (2019) | Frauenmuseum Bonn. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ TheRhinePrize. In: The RhineArt. (therhineart.de [abgerufen am 20. Dezember 2025]).
- ↑ Dagmar Vogt - Werke entdecken. Abgerufen am 20. Dezember 2025 (deutsch).
- ↑ ARTisSpectrum Vol.34, November 2015. Abgerufen am 20. Dezember 2025.