DVGW-Technologiezentrum Wasser
| DVGW-Technologiezentrum Wasser TZW | |
|---|---|
| Hauptstandort des TZW in Karlsruhe | |
| Kategorie: | Forschungseinrichtung |
| Träger: | Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches |
| Rechtsform des Trägers: | Eingetragener Verein |
| Sitz des Trägers: | Bonn |
| Standort der Einrichtung: | Karlsruhe, Deutschland |
| Art der Forschung: | Angewandte Forschung |
| Fächer: | Ingenieurwissenschaften |
| Fachgebiete: | Wasserversorgung, Wassermikrobiologie, Hydrochemie, Wasserverteilung, Wasserbeprobung[1] |
| Grundfinanzierung: | ca. 24,8 Mio. Euro[2] |
| Leitung: | Josef Klinger |
| Mitarbeiter: | 209[2] |
| Homepage: | www.tzw.de |
Das DVGW-Technologiezentrum Wasser widmet sich technisch-wissenschaftlichen Fragestellungen des Wasserkreislaufs mit besonderem Fokus auf Trinkwasser. 209 Mitarbeiter[2] arbeiten in der Forschung sowie der wissenschaftlichen Beratung. Die Jahreseinnahmen setzen sich vor allem aus Forschungsförderung und Aufträgen von Unternehmen der Wasserbranche zusammen. Das TZW ist eine organisatorisch und haushaltstechnisch eigenständige, gemeinnützige Einrichtung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW).
Das TZW verfügt über Standorte in Karlsruhe, Dresden und Hamburg.[1]
Geschichte
Die Gründung des TZW als DVGW-Technologiezentrum Wasser erfolgte im Jahr 1991 aus der Abteilung „Wasserchemie“ der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut der Universität Karlsruhe. In Dresden eröffnete im Jahr 1991 eine Außenstelle des TZW in der Nachfolge des DDR-Forschungszentrums Wassertechnik. Seit 2006 befindet sich die Außenstelle im Wasserwerk Hosterwitz. Anfang Juli 1995 wurde ein Neubau in Karlsruhe-Hagsfeld mit Büros, Technikräumen und Laboren bezogen.
Josef Klinger übernahm im Jahr 2010 die Geschäftsführung des TZW als Nachfolger des seit 1994 wirkenden Wolfgang Kühn. Seit der Gründung im Jahr 1991 hat sich das TZW zu einer Plattform für den Austausch zum Thema Wasser entwickelt.
Aufgaben
Das TZW erarbeitet aus dem Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis Konzepte für Wasserversorger, Industrieunternehmen, Fachbehörden und Hochschulen. An den einzelnen Projekten arbeiten interdisziplinäre Teams aus folgenden Bereichen zusammen:
- Grundwasser und Boden
- Analytik und Wasserbeschaffenheit
- Technologie und Wirtschaftlichkeit
- Mikrobiologie und Molekularbiologie
- Umweltbiotechnologie und Altlasten
- Wasserchemische Forschung
- der Prüfstelle Wasser und Korrosion
- Verteilungsnetze und Hausinstallation
Das TZW ist zudem Ansprechpartner für Behörden, Ministerien und Verbände in Fragen der Gewässergüte, Trinkwasserqualität und Wassertechnologie. Es fungiert als Bindeglied zwischen DVGW, Universitäten, Wasserversorgungsunternehmen und internationaler Arbeitsgemeinschaften im Flusseinzugsgebiet des Rheins wie der AWBR. Es ist Mitglied in der internationalen Vereinigung für Wasserforschung (GWRC Global Water Research Coalition) und weiteren Forschungsverbünden wie WaterEurope, IWA, EurEau und Water Innovation Circle.
Arbeitsgebiete
Lösungen
Das TZW führt technisch-wissenschaftliche Projekte mit und bei den Kunden durch. Im Mittelpunkt stehen dabei zukunftsfähige und innovative Lösungen auf der Grundlage von Forschungsergebnissen, technischen Regeln und praktischen Erfahrungen. Die Arbeitsgebiete umfassen den gesamten Wasserkreislauf:
- Wasseranalytik
- Prüfung von Produkten und Geräten und allen Materialien in Kontakt mit Trinkwasser
- Aufbereitungstechnologien
- Stoffe und Mikroorganismen
- Netzmanagement und Trinkwasserinstallation
- Risikomanagement
- Altlasten
Forschung
Das TZW betreibt national und international interdisziplinäre Forschung im Bereich des Wasserfaches. Kernaufgaben sind praxisnahe Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, deren Ergebnisse direkt zur Anwendung kommen oder mit zukünftigen Themenfeldern sowie dem DVGW-Regelwerk vorbereitet und umgesetzt werden.
In jährlich rund 50 Forschungsprojekten[2] entwickelt das TZW Konzepte und Verfahren. Die Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf die Bereiche Ressourcenschutz, Umweltbiotechnologie, Stoffbewertung, Mikrobiologie, Abwasser und Wasserkreislauf, Technologien, Produkte und Verfahren, Wasserverteilung und Infrastruktur sowie Sicherheit, Digitalisierung und Management.
Die Forschungsprojekte werden von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW), der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), dem Umweltbundesamt (UBA) sowie der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) und dem EU-Forschungsrahmenprogramm gefördert.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Organigramm TZW. (PDF) 30. Januar 2025, abgerufen am 26. November 2025.
- ↑ a b c d Jahresbericht 2024. Archiviert vom am 8. September 2025; abgerufen am 26. November 2025.