Duewag-Gelenkwagen
Der Duewag-Gelenkwagen war eine früher vor allem in Westdeutschland weit verbreitete Bauart von Straßenbahn-Triebwagen in Gelenkbauweise, vereinzelt entstanden auch Beiwagen sowie einige Lizenzbauten. Die Gelenkwagen wurden von 1956 an in großen Mengen vom Düsseldorfer Hersteller Duewag produziert und basieren konstruktiv auf dem fünf Jahre älteren Duewag-Großraumwagen. Die hier behandelte Gelenkvariante erlangte in der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich eine marktbeherrschende Stellung. Die nach einheitlichen Prinzipien gebauten Fahrzeuge wurden auch in andere Staaten exportiert, in vielen Betrieben befinden sie sich bis heute im täglichen Einsatz. Die elektrische Ausrüstung und Steuerung wurde dabei von Siemens, BBC oder Kiepe Elektrik zugeliefert.
Als Nachfolger der klassischen Duewag-Gelenkwagen gelten der Typ Mannheim (ab 1969), der Typ Freiburg (ab 1971), der Frankfurter P-Triebwagen (ab 1972) und der Stadtbahnwagen Typ M/N (ab 1975).
Geschichte
Die ersten Sechsachser in Ein- und Zweirichtungsausführung (Z) liefen ab 1956 in Düsseldorf und bei der Straßenbahn Bochum/Gelsenkirchen (GT 6 und GT 6 Z). Ihnen folgte nach zwei Jahren eine achtachsige Variante (GT 8) für Düsseldorf. Die Einrichtungswagen erhielten die typische Duewag-Front mit der schrägen Frontscheibe, die vom amerikanischen PCC-Wagen abgeleitet wurde.
Weitere deutsche Straßenbahnnetze mit Duewag-Einheitsgelenkwagen waren Aachen (GT 6 Z, gebraucht aus Mönchengladbach), Bielefeld (GT 6), Braunschweig (GT 6), Bonn (GT 6), Duisburg (GT 6 und GT 8), Frankfurt (GT 6 und GT 8), Hannover (GT 6), Hagen (GT 6 Z), Heidelberg (GT 6 und GT 6 Z sowie GT 8 Z), Krefeld (GT 6 und GT 8), Kiel (GT 6), Mainz (GT 6, gebraucht aus Heidelberg), Mannheim/Ludwigshafen (GT 6, Ludwigshafen auch GT 8), Mönchengladbach (GT 6 Z), Würzburg (GT 6 und GT 8), Wuppertal (GT 8) und die Vestischen Straßenbahnen.
Im europäischen Ausland gingen Duewag-Gelenkwagen ab Werk nach Basel (beide GT 6 mit hechtartig zulaufender Stirnfront), Kopenhagen und Rotterdam (GT 8). Die Straßenbahn Kopenhagen beschaffte von 1960 bis 1968 in sieben Lieferserien 100 Duewag-Gelenkwagen (Betriebsnummern 801 bis 900), nachdem im Winter 1957/8 der Düsseldorfer Wagen 2412 erfolgreich in Kopenhagen erprobt worden war. 31 dieser Fahrzeuge wurden als Rohbauten nach Kopenhagen geliefert und dort komplettiert. Im Sommer 1960 traf der erste Duewag-Sechsachser in Kopenhagen ein, vorher hatte er – mit Scherenstromabnehmern versehen – Testfahrten auf dem Netz der Rheinbahn unternommen. Mit dem Kopenhagener Wagen 868 warb die Duewag 1965 auf der Internationalen Verkehrsausstellung in München für ihre Fahrzeuge. Die Kopenhagener Wagen waren 19,095 m lang, 2,200 m breit und hatten Stangenstromabnehmer. Von 1969 bis 1972 wurden im Zuge der Stilllegung der Kopenhagener Straßenbahn mit Ausnahme eines nach einem Unfall ausgemusterten Triebwagens alle Duewag-Gelenkwagen an die Straßenbahn Alexandria in Ägypten verkauft, wo viele davon mit unveränderten Nummern nach wie vor im Einsatz sind.[1] Gebrauchte Gelenkwagen aus Deutschland gingen bis 1990 an die Straßenbahn Belgrad, die Straßenbahn Innsbruck, die Straßenbahn Graz (gebraucht aus Wuppertal), die Strassenbahn Genf (zuvor in Aachen, dort bereits gebraucht aus Mönchengladbach übernommen) und die Straßenbahn Lille (gebraucht von der Vestischen Straßenbahn sowie aus Genf). Den weitesten Transport bis zum neuen Einsatzort hatten zwei ehemalige Dortmunder GT8, die nach Japan zur Straßenbahn Hiroshima kamen. Nach 1990 kamen gebrauchte Duewag-Gelenkwagen aus Westeuropa im Zuge der Öffnung Osteuropas nach dem Ende der Sowjetunion und dem Zerfall des Ostblocks zu diversen Straßenbahnbetrieben im ehemaligen sowjetischen Machtbereich, unter anderem in Bulgarien, Polen und Rumänien. In Ostdeutschland übernahmen die Betriebe in Dessau, Gotha und Schöneiche gebrauchte Duewag-Gelenkwagen.
Die Wagen waren meistens 2,2 Meter breit. Düsseldorf, Frankfurt, Krefeld und Hannover hatten 2,35 Meter breite Gelenkwagen. Die hannoverschen Wagen hatten statt der Duewag-Drehgestelle mit Tandemantrieb LHB-Gestelle mit Tatzlagerantrieb. Die 91 Dortmunder GT8-Fahrzeuge wiesen ebenfalls Tatzlagerantriebe auf, ihre Breite betrug 2,3 Meter.
In Köln wurden ab 1963 GT 6 mit passenden Vierachs-Beiwagen und GT 8 mit jeweils 2,5 Meter Breite beschafft. Die GT 6 und B 4 wurden ab 1968 in GT 8 umgebaut, da der Beiwagenbetrieb in den neuen U-Bahn-Tunneln von der Aufsichtsbehörde nicht gestattet wurde. Umbauten von GT 6 in GT 8 nahmen auch Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bielefeld, Krefeld und Würzburg vor.
Die Oberrheinische Eisenbahn-Gesellschaft (OEG) beschaffte Zweirichtungswagen für den Überlandverkehr mit flacherer PCC-Front. Diese Frontscheiben besaßen auch die Frankfurter GT 8 Z, die 1969 in acht Exemplaren als Typ „O“ beschafft wurden. Die Rhein-Haardtbahn (RHB) beschaffte 1967 für die Bahnstrecke Bad Dürkheim–Ludwigshafen-Oggersheim vier zwölfachsige Gelenkwagen der Bauart Düwag ET12, die für die folgenden 27 Jahre als die längsten Straßenbahnwagen der Welt galten.
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GT 6 216 Bogestra im Gleisdreieck Gelsenkirchen-Horst
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GT-8-Wagen der Rheinbahn in Düsseldorf, Einfahrt in Haltestelle Oberrath
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GT 8 003 in Dessau als letzter ehemaliger „Duisburger“ im Reservedienst
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GT 6 1650 an der Endhaltestelle Bahnhof Kray Nord in Essen
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GT 6 Z 1722 in der Schleife Essen-Rellinghausen
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GT 8 Z 1753 Museumswagen in Essen-Katernberg
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GT 6 (M-Wagen) 102 (ex 602) mit m-Beiwagen 1804 in Frankfurt am Main
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GT 8 (N-Wagen) 112 (ex 812) in Frankfurt am Main
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GT 8 Z 82 im Stubaital (ehemals Bogestra)
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GT 8 Z 88 in Innsbruck (ehemals Hagen)
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GT 6 in Sofia (ehemals Bonn)
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GT 8 246 auf dem Weg zum Würzburger Dom
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ET12 1022 vor dem Mannheimer Hauptbahnhof
Lizenzbauten
In Lizenz stellte 1959 auch die Waggonfabrik Rastatt acht sechsachsige Gelenkwagen für die Albtalbahn her. Sie wurden später allesamt zu Achtachsern erweitert. Für die Straßenbahn Kassel stellte die „Arbeitsgemeinschaft der Kasseler Waggonindustrie“ (eine Kooperation von Wegmann und Credé) 33 Lizenz-Sechsachser her.
Weitere Lizenzbauten entstanden unter Regie der österreichischen Hersteller Lohner bzw. Simmering-Graz-Pauker. Diese sind bzw. waren in Graz (Serie 260), Innsbruck, Linz und Wien (Typ E) anzutreffen. In Linz liefen mit den Wagen 68 bis 79, die 1979 und 1980 durch den Einbau eines zweiten Mittelteils zu Zehnachsern verlängert wurden, nach den auf der Rhein-Haardtbahn eingesetzten GT 12 die zweitlängsten Fahrzeuge dieses Typs.
Keine Lizenzbauten sind hingegen die äußerlich ähnlichen Typen GT6-EP, GT6-D und GT8-D der Straßenbahn Karlsruhe sowie die Typen ST7 und ST8 der Straßenbahn Darmstadt. Diese Serien wurden von der DWM bzw. der Waggon-Union in Eigenregie hergestellt. Von Duewag stammt nur die Lizenz für die Falttüren, die Frontscheibe hingegen basiert auf einer PCC-Lizenz.
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AVG-Triebwagen der Waggonfabrik Rastatt
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Grazer Serie 260 (2013 ausgemustert, z. T. betriebsfähig erhalten)
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E1-Triebwagen und c4-Beiwagen in Wien
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Wegmann-Lizenzbau in Kassel, Baujahr 1970
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Linzer Lizenz-Achtachser
Liste der Duewag-Gelenkwagen
| Betrieb | Bauart | Baujahr | Bezeichnung | Anzahl | Ausmusterung | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Albtal-Verkehrs-Gesellschaft | GT 8 | 1958–1969 | 1–7, 16–21, später 101–107, 116–121 (1982) | 13 | 1995–2006 | |
| Basel | GT 6 | 1967 | Be 4/6 603–622 | 20 | 2001 | verkauft 2001 nach Belgrad/Serbien |
| GT 6 | 1972 | Be 4/6 623–658 | 36 | 2003 bzw. 2012 | 625, 630–632, 640, 657 verkauft 2001 nach Belgrad; 623, 633, 635, 636, 641, 643, 658 zur BLT (2001–2012), danach ebenfalls nach Belgrad | |
| Bielefeld | GT 6 | 1957–1963 | 221–259, später 801–810, 822–850 (1968) | 39 | 1983 bzw. 1990 | z. T. Umbau 1966 bzw. 1975 zu GT 8 (801–810 bzw. 811–815); Achtachser verkauft nach Innsbruck und Würzburg, Sechsachser nach Innsbruck und Lodz |
| BOGESTRA | GT 6 | 1956 | 250–255 | 6 | 1982 | |
| GT 6 Z | 1957/8 | 261–293 | 33 | 1988 | z. T. verkauft nach Lille/Frankreich; 275 ab 1995 im BMB; 277 Umbau zu Schleifwagen 677; 279, 290, 292 verkauft 1995 nach Gotha (579, 590, 592), dort 2002 bis 2007 ausgemustert und verschrottet | |
| GT 6 Z | 1959 | 272"–274", 297, 298 | 5 | 1992 | verkauft nach Lille/Frankreich | |
| GT 6 Z | 1961–1969 | 1–53 | 53 | 1996 | z. T. verkauft nach Arad/Rumänien und Gent/Belgien; 2, 7 und 28 verkauft 1995 nach Gotha (502, 507, 528), 528 verkauft an IG Hirzbergbahn (2015 an Händler), Rest 2002 bis 2007 ausgemustert; 16 mit Simatic-Steuerung; 40 Museumswagen[2]; 42 verkauft nach Innsbruck; 48 Umbau 1988 zu Partywagen 88[3] | |
| Bonn | GT 6 | 1959 | 231–240 | 10 | 1994 | verkauft nach Sofia/Bulgarien |
| GT 8 Z | 1960/1, 1965, 1969 | 401–414 | 14 | ? | 406 ausgebrannt (1983), 414 als (künftiger) Museumswagen in Bonn, Rest nach Sofia | |
| Bonn–Godesberg–Mehlem | GT 8 Z | 1965 | 301 | 1 | ? | verkauft 1983 nach Bonn (415, Ersatz für 406) |
| Braunschweig | GT 6 | 1962 | 31–35, später 6263–6267 | 5 | 1996 | 35 museal in Betrieb; Rest verschrottet |
| Dessau | GT 8 | 1964, 1966 | 001–014 | 14 | 2002/3 | gekauft 1992 aus Duisburg; 4× verkauft 1997 nach Norrköping, Rest verschrottet |
| Dortmund | GT8Z | 1959–1974 | 1–15", 6–15, 16–81 | 91 | 1980–2001 | 41–60 gebaut bei Hansa; z. T. verkauft nach Karlsruhe, Hiroshima/Japan (76, 80), Reșița/Rumänien, Wuppertal; 13 verkauft an Privatmann, zeitweise als Café verwendet, heute Nahverkehrsmuseum Dortmund |
| Düsseldorf | GT 6 | 1956–1961 | 2301–2309, 2311–2320, 2401–2440, 2501–2520, 2551, 2601–2615 | 95 | 2011 | 2551 Umbau 1969 zu GT 8; 2421–2430, 2434–2440 Umbau 1976/7 zu GT 8, 2601–2615 Umbau 1974 zu GT 8 2751–2765; 2304 an HSM (1995) |
| GT 8 | 1956–1961, 1968/9 | 2310, 2351–2358, 2451–2458, 2552–2559, 2497–2499, 2651–2673 | 52 | 2011 | 2497–2499 mit Speiseabteil; 2310 Umbau 1966 zu GT 6 | |
| GT 8 Z | 1966 | 1265–1269, später 2265–2269 | 4 | 1993 | 1269 Museumswagen für „Linie D“ | |
| Duisburg | GT 6 | 1957/8 | 233–242 | 10 | 1992 | Umbau ab 1966 zu GT 8 |
| GT 8 | 1960–1962 | 17–19 | 3 | 1992 | 17, 18 mit Speiseabteil für „Linie D“, 19 zeitweise mit Speiseabteil | |
| GT 8 | 1963 | 20 | 1 | 1992 | 2,2 m breiter Probewagen für „Linie 9“ | |
| GT 6 | 1962–1967 | 56–76, 243–255 | 34 | 1993 | Umbau zu GT 8, z. T. Einbau Chopper-Steuerung; z. .T. verkauft nach Dessau | |
| Essen | GT 6 | 1958–1960 | 601–660, später 1601–1660 (1960) | 60 | bis 2000 | 1651–1660 Umbau 1977 zu GT 8 1821–1830, Umbau 1990/1 mit Türen auf linker Seite 1851–1860; z. T. verkauft nach Arad/Rumänien; 1619, 1620 an DWM Berlin |
| GT 8 | 1960 | 1801–1806 | 6 | 1992 | Mittelteile z. T. nach Mülheim an der Ruhr | |
| GT 6 Z | 1962/3 | 1721–1730 | 10 | bis 2000 | Umbau ab 1992 zu GT 8 Z 1751–1760; 1753 Museumswagen | |
| GT 6 | 1963 | 1661–1663, später 1666–1668 (1970) | 3 | bis 2000 | 1666 Umbau 1980 zu GT 8 1826, Umbau 1991 mit Türen auf linker Seite 1856; 1667, 1668 ausgemustert (1991) | |
| GT 6 | 1966 | 1671–1676 | 6 | bis 2000 | Umbau 1974 zu GT 8 1815–1820, Umbau 1992/3 mit Türen auf linker Seite 1853, 1858, 1861–1864; z. T. verkauft nach Arad/Rumänien | |
| Frankfurt am Main | GT 6 | 1959, 1960, 1963 | M 601–645 | 45 | 1998 | 1968–1978 z. T. Stadtbahnbetrieb; 602 Museumswagen |
| GT 8 | 1963 | N 801–830 | 30 | 2004 | 812 Museumswagen | |
| GT 8 Z | 1969 | O 901–908 | 8 | 2005 | 902, 908 Museumswagen | |
| Freiburg/Brsg. | GT8 | 1972 | 201–204 | 4 | 2001 | Geamatic-Steuerung; verkauft 2006 an Straßenbahn Łódź, verschrottet (2012) |
| GT8K | 1981 | 205–214 | 10 | 2025 | Einholmstromabnehmer; Breite 2,32 m; nach Wiederinbetriebnahme LED-Matrixanzeigen; 205 historischer Triebwagen, verschenkt an einen Hochseilgarten; 206 ausgeschlachtet und verschrottet (2018); 207 verschrottet (2007); 208, 209 verkauft 2008 nach Ulm, Umbau beider A-Teile und eines C-Teils in Zweirichtungswagen bzw. Schlepptriebwagen 17; 212, 214 kein Fahrgastbetrieb (2025), 212 für Sonderverkehre | |
| GT8N | 1990/1 | 221–231 | 11 | in Betrieb | Matrixanzeige, Scherenstromabnehmern | |
| Gotha | GT 6 | 1960, 1962/3, 1967 | 318, 320, 324, 395, 396, 401, 408, 412, 442, 443 | 10 | aus Mannheim übernommen, ausgemustert und verschrottet (2005 bis 2017) | |
| GT 6 Z | 1957/8, 1961/2 | 502, 507, 528, 579, 590, 592 | 6 | 2002–2007 | von BOGESTRA übernommen | |
| GT 8 N | 1962, 1964 | 505, 508, 516, 518, 521, 522 | 6 | z. T. in Betrieb | gekauft aus Mannheim; 505, 508, 521 in Betrieb; 516 Fahrschulwagen (abgestellt); 518 Ersatzteilspender, verschrottet (2019); 522 nach Unfall 2018 verschrottet | |
| Hagen | GT 6 Z | 1959–1967 | 60–85 | 26 | 1976 | verkauft 1975/6 nach Würzburg, Innsbruck/Österreich (Umbau zu GT 8 Z, in Betrieb), Belgrad/Serbien |
| Hannover | GT 6 | 1961/2 | 501–522 | 22 | 1992–1998 | 2,35 m breit; 503, 507 an HSM (1997), 507 verschrottet; 522 Museumswagen |
| Heidelberg | GT 6 | 1960 | 201–213 | 13 | 1968–1974 | 201–203 verkauft 1968 nach Mannheim (318″–320″); 204–213 verkauft 1971/4 nach Mainz (236–245) |
| GT 6 Z | 1964–1973 | 214–244 | 31 | 1984–2011 | 214 Umbau zu Schleifwagen 200; 215, 217 verkauft nach Mannheim, Umbau zu Schleifwagen 1301, 1302; 216, 224, 242 nach Brand 1984 verschrottet; 218–220, 225–229, 232, 237–241 verkauft nach Schöneiche, 218 zurück zur RNV (2020); 221, 235 verkauft nach Jena (Umbau zu Partywagen 666 bzw. Ersatzteilspender); 222–223, 231, 233–234, 236, 244 verschrottet; 230, 243 verkauft 2018 an Trainingscenter Mosbach | |
| GT 8 Z | 1975 | 201–204 | 4 | 201, 203 verschrottet; 202 abgestellt; 204 historisches Fahrzeug | ||
| Kassel | GT 6 | 1966/7 | 351–357 | 6 | bis 2003 | z. T. verkauft nach Gorzów (Polen); Rest verschrottet |
| Kiel | GT 6 | 1959–1961 | 261–275 | 15 | 1985 | |
| Köln | GT 6 | 1963, 1965 | 3601–3629, 3651–3678 | 57 | ? | 2,5 m breit; Umbau 1968/9 zu GT 8 (3701–3729, 3751–3778) |
| GT 8 | 1963–1966 | 3801–3832, 3851–3883 | 65 | ? | 2,5 m breit; anfänglich z. T. schmalere Tür im Mittelteil | |
| GT 8 | 1968–1971 | 3001–3039, 3101–3139 | 78 | bis 2006 | 2,5 m breit; Umbau ab 1983 zu Doppeltraktion: 31xx (SIMATIC), 30xx zu 32xx (KIMATIC); z. T. verkauft nach Konya/Türkei, verkauft 2015 nach Sarajewo/Bosnien | |
| Kopenhagen | GT 6 | 1960–1966 | 801–900 | 100 | 1972 | Rollenstromabnehmer; 1× ausgebrannt; 815, 890 an Straßenbahnmuseum Skjoldenæsholm (2001); Rest verkauft 1972 nach Alexandria/Ägypten |
| Krefeld | GT 6 | 1964 | 601–610 | 10 | 1989 | 609, 610 Umbau 1978 zu GT 8 809, 810; 2010 ausgemustert |
| GT 6 | 1972 | 611–617 | 7 | 2010 | Umbau 1977/8 zu GT 8 811–817; 813 nach Brandschaden 1984 ausgemustert | |
| GT 6 | 1974 | 618–624 | 7 | 2010 | Umbau 1976/7 zu GT 8 818–824; 820 nach Unfall 1999 ausgemustert, B- und C-Teile an 827 | |
| GT 8 | 1976 | 825–830 | 6 | 2010 | ||
| Ludwigshafen | GT 6 | 1967 | 147–152 | 5 | 2004/5 | 149–151 Umbau 1970 zu GT 8; 148 Umbau 1980 zu GT 8; 147, 149 verkauft 2009 nach Lodz; 148, 151 verschrottet (2019); 150 verkauft 2004 nach Helsinki; 152 abgestellt |
| GT 8 | 1971 | 153–159 | 7 | 2002–2009 | 156 betriebsfähig; 157 im ehemaligen Betriebshof Luitpoldhafen; 158 verschrottet 2004; Rest verschrottet (2019) | |
| Mainz | GT 6 Z | 1965 | 228–235, ex 128–135 | 8 | 1994 | |
| Mannheim | GT 6 | 1958–1967 | 312–450 | 149 | ? | 322–324, 326, 328, 329, 334–338, 342–345, 349, 358, 360, 365, 368, 379–381, 386, 390, 391, 393, 398, 400, 403, 405–407, 409, 414, 418 abgegeben 1965 an Ludwigshafen 101–138; 417, 428–434 abgegeben 1965 an Ludwigshafen 139–146, 1977 zurück nach Mannheim (alte Nummern); 318″–320″ gekauft von Heidelberg 201–203; 23× Umbau 1991 zu GT 8 N (s. u.); 10× verkauft nach Gotha; 35× verkauft nach Zagreb; 5× verkauft nach Osijek; 2× verkauft nach Grudziądz; 2× verkauft nach Kaliningrad; 10× verkauft nach Arad |
| GT 8 N | 1993 | 501–523 | 23 | 2011 | Umbau aus GT 6 (s. o.); 501 abgestellt; 502 verschrottet (2006); 503, 507, 510, 517, 519, 523 verkauft nach Helsinki (Finnland); 504 verschrottet (2019); 505, 508, 521, 522 (2011) bzw. 516, 518 (2019) verkauft an Thüringerwaldbahn und nach Gotha, 516 zurück nach Mannheim (2022); 506, 509, 511, 513–515 verkauft nach Lodz (Polen); 512, 520 verschrottet (2013) | |
| GT 6 | 1960, 1963 | 1011–1018 | 8 | z. T. in Betrieb | für Rhein-Haardtbahn, 1977 an Ludwigshafen; 1014 verkauft 1994 nach Arad/Rumänien; 1015, 1017, 1018 betriebsfähig; Rest verschrottet | |
| GB 6 | 1960, 1963 | 1051–1058 | 8 | für Rhein-Haardtbahn, 1977 an Ludwigshafen; 1054 verkauft 1994 nach Arad/Rumänien; 1055, 1057, 1058 betriebsfähig; Rest verschrottet | ||
| GT12 | 1967 | 1019–1022 | 4 | 2001–2009 | für Rhein-Haardtbahn, 1977 an Ludwigshafen; 1020 abgestellt; 1019, 1021, 1022 verschrottet | |
| GT 6 | 1964 | 1301, 1302 (ehemals HSB 215, 217) | 2 | in Betrieb | Umbau 1997 zu Schleifwagen | |
| Mülheim an der Ruhr | GT 6 | 1958–1964 | 247–259 | 13 | 2001 | 253, 254 Umbau zu GT 8 263, 264; 259 Museumswagen |
| Mönchengladbach | GT 6 Z | 1958/9 | 31–39 | 9 | 1969 | 31–35 verkauft 1968/9 nach Aachen (1101–1105), 1974 nach Genf/Schweiz (795–799), 1987 nach Lille/Frankreich (301–303); 36–39 verkauft 1969 an Vestische (400–403), 1982 nach Lille (392–394) |
| Neuss | GT 6 Z | 1961 | 38–40 | 3 | 1971 | verkauft 1971 an Rheinbahn (1281–1283), Umbau ab 1978 zu ER 2701–2703; 2703 nach Unfall 1986 ausgemustert, an Privat verkauft; 2701 Museumswagen bei „Linie D“; 2702 verkauft 1994 nach Stettin/Polen |
| GT 6 | 1964 | 41–43 | 3 | 1971 | verkauft 1971 an Rheinbahn (2621–2623), Umbau 1974 zu GT 8 2766–2768, ab 1983 2966–2968 | |
| OEG | GT 8 Z | 1966 | 82–89 | 8 | 1× in Betrieb | 82 Fahrschulwagen, selten Linie 5; Rest verschrottet |
| GT 8 Z | 1969 | 90–97 | 8 | 2002–2010 | verschrottet | |
| GT 8 Z | 1973/4 | 98–110 | 13 | z. T. in Betrieb | 98, 100, 110 in Betrieb; 102, 105 nach Unfällen verschrottet; 99, 101, 103, 104, 106–109 verschrottet | |
| GT 8 Z | 1988/9 | 111–116 | 6 | z. T. in Betrieb | klimatisiert; 112 nach Unfall verschrottet; Rest im Einsatz | |
| Rhein-Haardtbahn | GT 6 | 1958 | 1123, 1124 | 2 | 1988 | 1992/3 verschrottet |
| GB 6 | 1958 | 1217, 1218 | 2 | 1988 | 1992 verschrottet | |
| Vestische Straßenbahnen | GT 6 Z | 1955–1958 | 369–391 | 23 | 1982/3 | 384 (1979), 388 (1980) nach Unfall verschrottet; Rest verkauft 1982 nach Lille/Frankreich |
| Würzburg | GT 6 | 1968 | 231–240 | 10 | z. T. in Betrieb | spitze Front, Umbau 1981 zu GT 8; 236, 238 in Betrieb; 233–235 verkauft 2006 nach Salzgitter; 231, 232, 237, 240 verschrottet (2010); 239 abgestellt |
| GT 8 | 1975 | 241–248 | 8 | z. T. in Betrieb | spitze Front; 243–246 in Betrieb; 241, 242, 247 verschrottet (2010); 248 abgestellt | |
| Wuppertal | GT 8 | 1960 | 8017–8022 | 6 | 1987 | verkauft nach Graz/Österreich |
Legende:
- T = Triebwagen
- B = Beiwagen
- GT = Gelenktriebwagen
- Ziffer = Zahl der Achsen
- Z (nach Ziffer) = Zweirichtungswagen
- (ohne Z) = Einrichtungswagen
Liste der Lizenzbauten
| Betrieb | Hersteller | Bauart | Baujahre | Bezeichnung | Anzahl | Ausmusterung | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Albtal-Verkehrs-Gesellschaft | Waggonfabrik Rastatt | GT 6 | 1959 | 8–15 1982: 108–115 |
8 | teilweise nach Timișoara abgegeben | 1961–1967 Umbau zu GT 8 |
| Graz | SGP / Lohner | GT 6 | 1963–1965 | 261–283 | 23 | 2013 | Drehgestelle mit Tatzlagermotoren |
| Innsbruck | Lohner / ELIN | GT 6 | 1966–1967 | 71–77 | 7 | 2009 | |
| Linz | Lohner | GT 6 | 1970–1971 | 61–67 | 7 | 2003 | 1973–1974 Umbau zu GT 8 |
| Linz | Lohner | GT 8 | 1970–1972 | 81–88 | 8 | 2003 | |
| Linz | Lohner | GT 8 | 1977 | 68–79 | 12 | 2009 | 1979–1980 Umbau zu GT 10 |
| Wien | Lohner | GT 6 | 1959–1966 | 4401–4459 | 59 | 2007 | Typ E |
| Wien | SGP | GT 6 | 1961–1962 | 4601–4630 | 30 | 2002 | Typ E |
| Wien | Lohner | GT 6 | 1967–1976 | 4461–4560 | 100 | 2021 | Typ E1, stärker motorisiert für Beiwagenbetrieb |
| Wien | SGP | GT 6 | 1966–1976 | 4631–4868 | 237 | 2022 | Typ E1, stärker motorisiert für Beiwagenbetrieb |
Siehe auch
- AVG GT8-EP
- GT6 (Düsseldorf)
- GT8 (Dortmund)
- GVB 260
- Fahrzeuge der Straßenbahn Frankfurt am Main#M
- Fahrzeuge der Straßenbahn Frankfurt am Main#N
- Fahrzeuge der Straßenbahn Frankfurt am Main#O
- Fahrzeuge der Innsbrucker Straßenbahn#Ehemalige Bielefelder Gelenktriebwagen 31–42 und 51–53
- Fahrzeuge der Innsbrucker Straßenbahn#Lohner Gelenktriebwagen, Nr. 71–77
- Fahrzeuge der Innsbrucker Straßenbahn#„Ex-Hagener“ Gelenktriebwagen, Nr. 81–88
Literatur
- K. Meschede, A. Reuther, J. Schöber. Der klassische DÜWAG-Gelenkwagen. Eine Straßenbahn-Erfolgsgeschichte aus der Düsseldorfer Waggonfabrik. EK-Verlag, Freiburg 2013, ISBN 978-3-88255-853-1.
- Ernst Lassbacher, DÜWAG in Österreich. Eine importierte Erfolgsgeschichte. Phoibos Verlag, Wien 2023, ISBN 978-3-85161-290-5.
Weblinks
- Lars Pohlmann: DÜWAG.de. Abgerufen am 22. Juni 2011.
Einzelnachweise
- ↑ Exportschlager Düwag in: Straßenbahn Magazin 9/2008, S. 36 ff.
- ↑ Triebwagen 40 auf vhag-bogestra.de, abgerufen am 26. Dezember 2024
- ↑ Triebwagen 88 auf vhag-bogestra.de, abgerufen am 28. August 2023