Czesław Sterkowicz

Czesław Józef Sterkowicz (* 20. Juni 1936 in Olszyny; † 26. Mai 2016) war ein polnischer Politiker (SLD, UP). Er war von 1991 bis 1993 Abgeordneter des Sejm in der I. Wahlperiode.

Leben und Beruf

Czesław Sterkowicz schloss 1969 ein geisteswissenschaftliches Studium an der Pädagogischen Hochschule Krakau ab. 1977 wurde er mit der Arbeit „Dzieje tajnego nauczania w powiecie tarnowskim 1939–1945“ promoviert. Seine wissenschaftliche Arbeit befasste sich vor allem mit der Untergrundbildung in der Zeit der deutschen Besetzung Polens von 1939 bis 1945. Seit 1955 war er als Lehrer tätig. Nach Stationen in Komornik, Olszyny und Jodłówka Tuchowska war er ab 1962 Schulleiter der Grundschule in Łękawka. Von 1966 bis 1970 arbeitete er in der Bildungsabteilung städtischen Nationalrats in Tarnów. 1970 wurde er Direktor des IV. Liceum Ogólnokształcącego im. Stanisława Anioła in Tarnów. 1972 wurde ihm der Titel eines Gymnasialprofessors verliehen. 1991 schied er aus dem Schuldienst aus. Zur 2010 erschienenen „Encyklopedia Tarnowa“ trug er über 100 Einträge bei.

Politik

Bei der ersten vollständig freien Sejmwahl 1991 wurde Sterkowicz für die Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) gewählt.[1] Während der laufenden Wahlperiode verließ er die SLD-Fraktion und war bis zum Ende der Wahlperiode fraktionslos.[2] Bei der Wahl 1993 kandidierte er erfolglos für sein eigenes Wahlkomitee zum Senat der Republik Polen.[3] Später trat er der Unia Pracy (UP) bei, für die er bei der Wahl 1997 zum Sejm kandidierte.[4] Die UP scheiterte jedoch mit 4,7 % der Stimmen an der 5-%-Hürde.[5]

Ehrungen

Literatur

  • Marek Smoła, IV Liceum Ogólnokształcące im. Stanisława Anioła w Tarnowie 1945–2005 – Szkoła i ludzie – Zarys monograficzny, Tarnów 2005, ISBN 83-922879-0-8, S. 201.
  • Marek Smoła, Nasze Liceum w Mościcach, Tarnów 2021, ISBN 978-83-65228-26-0, S. 259–260.

Einzelnachweise

  1. Ergebnis in Monitor Polski, 1991, Nr. 41, S. 488.
  2. „POSŁOWIE NIEZRZESZENI“, abgerufen am 23. Oktober 2025.
  3. Ergebnis in Monitor Polski, 1993, Nr. 50, S. 788.
  4. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 23. Oktober 2025.
  5. Ergebnis in Monitor Polski, 1997, Nr. 64, S. 1238.