Csokvaomány
| Csokvaomány | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | Ungarn | |||
| Region: | Nordungarn | |||
| Komitat: | Borsod-Abaúj-Zemplén | |||
| Kleingebiet bis 31.12.2012: | Ózd | |||
| Kreis: | Ózd | |||
| Koordinaten: | 48° 10′ N, 20° 23′ O | |||
| Höhe: | 269 m | |||
| Fläche: | 15,01 km² | |||
| Einwohner: | 787 (1. Jan. 2022) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 52 Einwohner je km² | |||
| Telefonvorwahl: | (+36) 48 | |||
| Postleitzahl: | 3647 | |||
| KSH-kód: | 14289 | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2018) | ||||
| Gemeindeart: | Gemeinde | |||
| Bürgermeisterin: | Zsuzsanna Tóth (Fidesz) | |||
| Postanschrift: | Széchenyi út 1. 3647 Csokvaomány | |||
| Website: | ||||
| (Quelle: Localities 01.01.2022. bei Központi statisztikai hivatal) | ||||
Csokvaomány ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Ózd im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén.
Geschichte
Csokvaomány, das eigentlich aus den zwei Orten Csokva und Omány hervorging, wurde erstmals um 1221 urkundlich erwähnt. Im Jahre 1943 offiziell zusammengeschlossen, wurde es tatsächlich jedoch erst 1949 vereint. Die Siedler waren vermutlich Tschechen, es können aber auch Deutsche darunter gewesen sein.
Bestimmte Indizien aus der Urkunde von 1221 deutet auf die Sitten und Bräuche tschechischer Siedler, auch die Bezeichnung Omány besitzt tschechische Wurzeln. Der slawische Name Pohorka ist im Gebiet von Csokva verbreitet, jedoch weist das Gebiet auf deutsche Bevölkerung hin. Zwischen den Siedlern und den Magyaren kam es schon bald zu Vermählungen, die Berufe der ersten Jahrhunderte bestanden lediglich aus land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeiten, dazu gehörten u. a. Nutzung der Böden, Viehhütung während des Grasens, Mähen der Wiesen und Waldrodungen.
Anfang des 14. Jahrhunderts wurde Csokva kirchlich von der Abtei in Bélháromkút, später durch den Stift von Eger geführt. Omány wiederum wurde weltlich von einem wohlhabenden Gutsherren und seiner Familie geleitet, sie besaß zeitweise sogar auch die Ortschaft Nekézseny. Die Familie benannte sich selbst nach dem Namen des Ortes Omány.
Mitte des 16. Jahrhunderts unternahmen Marodeure des osmanischen Beys aus der Stadt Fülek eine Brandschatzung auf Omány, dabei wurde das Dorf niedergebrannt. In den beiden Dörfern Csokva und Omány standen Ende des 16. Jahrhunderts nur noch wenige Dutzend Häuser.
Nach 1711 wuchs die Bevölkerung insgesamt rasant an. Die Volkszählung von 1787 ergab für Csokva 40 Häuser sowie 302 Einwohner, in Omány wurden 33 Häuser und 269 Personen gezählt. Die Kirche von Csokvaomány entstand 1735, die erste Schule um das Jahr 1806.
Einen wahrhaftigen Aufschwung zwischen 1945 und 1989 erlebte Csokvaomány durch den Bergbau, der in den umliegenden Gebieten betrieben wurde. Seit 1945 sprang auch die schulische Entwicklung an, in den 1980er Jahren wurde das neue Schulgebäude eingeweiht. Weitere Bereicherungen beispielsweise durch den Aufbau einer Arztpraxis folgten. Nach der Wende um 1989 musste das Dorf allerdings herbe Rückschläge hinnehmen, das Bergwerk, die Metallurgie von Ózd und weitere Unternehmen, die Arbeitgeber des Dorfes gewesen waren, wurden geschlossen. Die Zukunft der eigentlich modern ausgestatteten Gemeinde ist schwierig; es wird nach Lösungen für einen langfristigen marktwirtschaftlichen Aufschwung gesucht.
Lage und Klima
Geografisch befindet sich Csokvaomány im Norden Ungarns, der Komitatssitz Miskolc ist 50 km östlich, Ózd 20 km nordwestlich zu finden. Nachbargemeinden sind Nekézseny, Sáta und Lénárddaróc.
Die landschaftliche Entstehung lässt sich auf die letzte Eiszeit zurückführen, danach auf die schneebedeckten Tundragebiete, wodurch sich wellenförmige, hügelartige Böden bildeten. Eichen- und Buchenwälder prägten bereits früher die Landschaft, Flora und Fauna waren und sind auch heute umfangreich vorhanden. Ausgrabungsfunde belegen die frühere Gegenwart von urzeitlichen Jägern in dem Gebiet des heutigen Dorfes.
Für die Siedler bestanden einst optimale Bodenbeschaffenheit und Wetter, besonders die Wetterbedingungen sind auch heute noch für die Forstwirtschaft von Vorteil.
Sehenswürdigkeiten
- Römisch-katholische Kirche Nagyboldogasszony, erbaut 1806 (Barock)
- Szent Borbála Standbild (Szent Borbála szobor)
Verkehr
Csokvaomány ist nur über die Nebenstraße Nr. 25119 zu erreichen. Zwei Kilometer nordöstlich verläuft die Bahnstrecke von Putnok nach Eger, auf der jedoch keine Personenbeförderung mehr stattfindet.
Bilder
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Römisch-katholische Kirche in Csokvaomány
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Die Orgel der Kirche
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