Kaspien-Weißzahnspitzmaus
| Bottegos Spitzmaus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Crocidura bottegi | ||||||||||||
| Thomas, 1907 |
Die Kaspien-Weißzahnspitzmaus (Crocidura caspica) ist ein am westlichen Kaspischen Meer verbreitetes Säugetier in der Gattung der Weißzahnspitzmäuse. Die Population wurde zeitweilig in die Hausspitzmaus (Crocidura russula) oder die Feldspitzmaus (Crocidura leucodon) eingeordnet.[1] Danach wurde sie einige Jahre als Unterart der Güldenstädt-Weißzahnspitzmaus (Crocidura gueldenstaedti) betrachtet, bevor die Anerkennung als Art stattfand. Vermutlich ist sie näher mit der Gartenspitzmaus (Crocidura suaveolens) verwandt.[2]
Merkmale
Dieser große Gattungsvertreter wird ohne Schwanz 67 bis 83 mm lang, die Schwanzlänge liegt bei 40 bis 51 mm und das Gewicht variiert gewöhnlich zwischen 10 und 14 g. Trächtige Weibchen können bis zu 17,5 g wiegen. Im mittel- bis dunkel schokoladenbraunem Fell gibt es keine Muster, jedoch erscheint die Unterseite leicht heller. Der diploide Chromosomensatz besteht aus 40 Chromosomen (2n=40). Details des Autosomen unterscheiden die Art von anderen Weißzahnspitzmäusen.[2]
Verbreitung und Lebensweise
Das Tier lebt im südlichen Aserbaidschan und nördlichen Iran am Kaspischen Meer an der Nordseite des Elburs-Gebirges.[3] Es hält sich in Wäldern mit Eichen, Erlen, Ahorn, Linden und dem Baum Parrotia persica auf. Die meisten Funde stammen aus Tälern mit einem Unterwuchs aus Sträuchern. In der Nähe können sich Tee-Plantagen befinden.[2]
Die Kaspien-Weißzahnspitzmaus bewegt sich auf dem Boden. Paarungen können auch in der kalten Jahreszeit stattfinden. Zur Nahrung und zum sozialen Verhalten gibt es keine Informationen.[2]
Gefährdung
Zu den Bedürfnissen der Spitzmaus und zu möglichen Bedrohungen liegen keine Informationen vor. Die IUCN listet die Art mit ungenügende Datenlage (data deficient).[3]
Weblinks
- Farbtafel mit Spitzmäusen, unter Figures, Kaspien-Weißzahnspitzmaus mit Nr. 308
Einzelnachweise
- ↑ Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 3. Auflage. 2 Bände. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4 (englisch, Crocidura caspica).
- ↑ a b c d Don E. Wilson, Thomas E. Lacher Jr., Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 8 - Insectivores. Lynx Edicions, 2018, ISBN 978-84-16728-04-6, S. 403 (englisch, Crocidura caspica).
- ↑ a b Crocidura caspica in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016. Eingestellt von: Kennerley, R., 2016. Abgerufen am 15. Dezember 2025.