Crocidura australis
| Crocidura australis | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Crocidura australis | ||||||||||||
| Esselstyn, Achmadi, Handika, Swanson, Giarla, Rowe, 2021 |
Crocidura australis ist eine Spitzmausart aus der Gattung der Weißzahnspitzmäuse, die endemisch auf der indonesischen Insel Sulawesi vorkommt.[1]
Merkmale
Bei dieser Art handelt es sich mit einer durchschnittliche Körperlänge von etwa 14 Zentimetern um einen mittelgroßen Vertreter der Weißzahnspitzmäuse. Die Tiere haben ein dichtes, braunes Fell am Rücken, das am Bauch etwas heller ist. Die Haare in der Mitte des Rückens sind sechs bis sieben Millimeter lang. Die Farbe des Schwanzes gleicht der des Bauchfells, die Füße hingegen sind etwas heller als die sie umgebende Behaarung, insbesondere an den Zehen. Der sechs bis sieben Zentimeter lange Schwanz ist etwas kürzer als der restliche Körper und mit kleineren, unauffälligen Haaren sowie vereinzelten, gleichmäßig verteilten Wimpern an der proximalen Hälfte bedeckt. Die Krallen sind durchsichtig und von kleinen, weißen Haarbüscheln umgeben. An den Hinterpfoten sind die Krallen länger und die Fellbüschel ausgeprägter als an den Vorderpfoten. Die Ballen sind dunkler gefärbt als die restlichen Pfotenunterseiten, wobei dieser Kontrast an den Hinterpfoten deutlicher sichtbar ist. Die Ohrmuscheln sind trotz ihrer nicht geringen Größe schwer vom umliegenden Fell zu unterscheiden, da die Farbe, die Länge und die Dichte der Behaarung gleich ist. Die Mystacialvibrissen sind eher kurz und größtenteils farblos. Einige pigmentierte Vibrissen sind hinter den ungefärbten zu finden, die Färbung betrifft jedoch nur die proximale Hälfte.[1.1]
Verbreitung
Das bekannte Verbreitungsgebiet der Art beschränkt sich auf einen kleinen Bereich in der Provinz Sulawesi Selatan im Südwesten der Insel, wo sie nahe des Gipfels des Vulkans Bawakaraeng auf einer Höhe von 1660 bis 2040 sowie 2390 bis 2550 Metern nachgewiesen wurde. Der dort vorgefundene Lebensraum besteht aus dichten, tropischen Gebirgswäldern. Da erst sechs Individuen der Art zugeordnet wurden, lässt sich noch nicht feststellen, ob ihr Lebensraum noch größer ist oder sie auf den kleinen Bereich, in dem die bisherigen Funde stattfanden, beschränkt ist.[1.2]
Lebensweise
Da Crocidura australis erst vor kurzer Zeit beschrieben wurde und kaum erforscht ist, lassen sich keine sicheren Aussagen über die Lebensweise dieser Spezies treffen.
Gefährdung
Von der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird Crocidura australis als „stark gefährdet“ (EN) eingestuft. Grund für diese Einordnung ist der begrenzte Lebensraum und dessen Gefährdung durch menschliche Eingriffe wie Abholzung, Landwirtschaft und Wander- und Campingtourismus.[2]
Taxonomie
Der Artname „australis“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „südlich“. Die Erstbeschreiber beziehen sich damit darauf, dass Crocidura australis die am südlichsten vorkommende Art aus der Gruppe der morphologisch ähnlichen Rhoditis-Arten ist, zu denen neben außerdem auch die Temboan-Weißzahnspitzmaus (Crocidura rhoditis), Crocidura pseudorhoditis und Crocidura pallida gehören.[1.3]
Der Holotypus der Art ist ein adultes Tier unbekannten Geschlechts, das am 30. Oktober 2016 von Kevin Rowe gesammelt wurde. Von dem Exemplar wurden der gereinigte Schädel, das Skelett, die Haut und eingefrorene Gewebeproben aufbewahrt, die sich im Zoologischen Museum Bogor und dem Museum of Vertebrate Zoology an der University of California in Berkeley befinden.[1.4]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Jacob A. Esselstyn, Anang S. Achmadi, Heru Handika, Mark T. Swanson, Thomas C. Giarla, Kevin C. Rowe: Fourteen New, Endemic Species of Shrew Reveal A Spectacular Island Radiation. In: Bulletin of the American Museum of Natural History. Nr. 454 (1), 15. Dezember 2021, S. 1–108, doi:10.1206/0003-0090.454.1.1 (englisch).
- ↑ A. Chipps, A. Gazzard, H. Handika, K. C. Rowe: Southwest Peninsula White-toothed Shrew. In: Red List. IUCN, 2025, abgerufen am 30. November 2025 (englisch).