Annam-Weißzahnspitzmaus
| Annam-Weißzahnspitzmaus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Crocidura annamitensis | ||||||||||||
| Jenkins, Lunde, Moncrieff, 2009 |
Die Annam-Weißzahnspitzmaus (Crocidura annamitensis) ist eine Spitzmausart aus der Gattung der Weißzahnspitzmäuse (Crocidura), die vermutlich endemisch in Zentralvietnam vorkommt.[1] Von der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN kann nicht beurteilt werden, ob und wie stark die Art gefährdet ist, da die Datenlage unzureichend ist.[2]
Merkmale
Es handelt sich um eine sehr kleine Spitzmaus mit einer Kopf-/Rumpflänge von nur 5 cm. Das Rückenfell der Tiere ist hellbraun und besteht aus Haaren, die an der Basis hellgrau sowie an den Spitzen hellbraun sind. Das Bauchfell hingegen ist grau-beige und die einzelnen Haare sind an der Basis in einem hellen Graubraun und an den Spitzen beige gefärbt. Es gibt dazwischen keine klare Trennlinie, der Übergang ist fließend. Der Schwanz ist relativ kurz und etwas länger als der übrige Körper. Er ist an der oben dunkelbraun, unten hingegen eher hellbraun und proximal mit langen, borstigen Haaren bedeckt. Die Oberseite der Vorderpfoten ist in einem hellen Gelbbraun gefärbt, die der Hinterpfoten ist noch etwas heller und dunkelbraun an der Außenseite. Der Schädel ist klein mit einer schmalen Schnauze, die zur Interorbitalregion und zur rundlichen Hirnschale hin zunehmend breiter wird, sodass der Schädel von oben keilförmig wirkt.[1.1]
Verbreitung
Die Terra typica der Annam-Weißzahnspitzmaus liegt im Landkreis Hương Sơn in der Provinz Hà Tĩnh auf einer Höhe von 920 m über dem Meeresspiegel. Diese Region liegt auf der vietnamesischen Seite des Truong-Son-Gebirges in einem weitgehend bewaldeten Gebiet. Weitere Vorkommen sind nur aus der Umgebung dieses Ortes auf einer Höhe von 920 bis 1240 Metern bekannt. Es wird vermutet, dass Crocidura annamitensis auch in noch höheren Lagen im nördlichen Teil der Gebirgskette zu finden sein könnte.[1.2]
Lebensweise
Da die Annam-Weißzahnspitzmaus kaum erforscht ist, lassen sich keine sicheren Aussagen über die Lebensweise dieser Spezies treffen.
Taxonomie
Der Artname „annamitensis“ bezieht sich auf die Annamitische Kordillere, einen veralteten Begriff für das Truong-Son-Gebirge an der Grenze zwischen Vietnam und Laos, wo der Hototypus der Art im Jahr 1998 von Darrin Lunde aufgefunden wurde. Dieses Exemplar wurde zunächst vollständig mit Formalin konserviert, anschließend der Schädel entfernt und gereinigt und der übrige Körper in Ethanol aufbewahrt.[1.2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Paulina D. Jenkins, Darrin P. Lunde, Clive B. Moncrieff: Descriptions of New Species of Crocidura (Soricomorpha: Soricidae) from Mainland Southeast Asia, with Synopses of Previously Described Species and Remarks on Biogeography. Bulletin, Nr. 331 (10). American Museum of Natural History, 15. Dezember 2009, S. 356 bis 405 (englisch).
- ↑ Thomas Dando (Small Mammal Specialist Group), Paula Jenkins (Mammal Group, Vertebrate Division, Department of Life Sciences, The Natural History Museum, London, UK), Rosalind Kennerley (Durrell Wildlife Conservation Trust): IUCN Red List of Threatened Species: Crocidura annamitensis. In: IUCN Red List of Threatened Species. 13. März 2017 (iucnredlist.org [abgerufen am 29. November 2025]).