Cranachstraße 25 (Weimar)
Das villenartige Mietshaus Cranachstraße 25 ist ein denkmalgeschütztes historistisches Gebäude in der Westvorstadt von Weimar.
Geschichte
Das Mietshaus entstand 1900/01 im Auftrag des Gymnasialoberlehrers und Theologen Max Jacobi nach einem Entwurf von Rudolf Zapfe. Das zweigeschossige Gebäude ist vollständig unterkellert. Es ist ein Beispiel für ein an der zeitgenössischen Villenarchitektur um 1900 orientiertes Mietshaus. Das spiegelt sich auch in der Verwendung der Baumaterialien wider. So sind Keller- und Erdgeschoss aus Beck- bzw. Bruchsteinmauerwerk, während das Obergeschoss aus Fachwerk mit Vorlagemauerwerk besteht. Der kompakte Baukörper mit Mansarddach weist eine differenzierte Putzgestaltung mit Fugenschnitt und Glattputzlisenen, barockisierenden Zierrat wie Volutengiebel und dekorative Putzfelder auf. Der Schweifgiebel mit Pokalaufsatz betont die Symmetrie der Fassade, die jedoch kaum merklich durch den Wechsel der Fensterformen- und -größen sowie der Putzgestaltung in der leicht zurückgesetzten westlichen Achse aufgebrochen wird. Die Eingangsachse an der Westseite ist durch einen Giebel betont. Über dem Hauseingang befindet sich eine Stuckkartusche mit der Jahreszahl 1901, also dem Baujahr. Grundrissstruktur und die bauzeitliche Ausstattung sind weitgehend unverändert erhalten. Zu letzterer gehören die zweiläufige Treppe mit Wendepodesten und Stabbalustergeländer, die Bleiverglasung der Treppenhausfenster und alle Außen- und Innentüren und die Holzfußböden der Wohnungen.[1] Laut dem Weimarer Adressbuch von 1906 bewohnten das Haus als Eigentümer ein Prof. Jacobi mit seiner Ehefrau und Bezirkskommissar Röhrig.[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 695.
- ↑ Weimarer Adressbuch 1906, Abt. V, S. 148.
Koordinaten: 50° 58′ 26,9″ N, 11° 19′ 12,6″ O