Country (1984)

Film
Titel Country
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1984
Länge 110 Minuten
Stab
Regie Richard Pearce
Drehbuch William D. Wittliff
Produktion Jessica Lange, William D. Wittliff
Musik Charles Gross
Kamera David M. Walsh
Schnitt Bill Yahraus
Besetzung

Country ist ein Filmdrama von Richard Pearce aus dem Jahr 1984 mit Jessica Lange. Für ihre Rolle als Jewell Ivy wurde Lange 1985 für den Oscar als beste Hauptdarstellerin und für den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in einem Drama nominiert.

Handlung

Das Ehepaar Jewell und Gil Ivy Otis bewirtschaftet mit ihren Kindern und Großvater eine Farm. Als ein Tornado einen Großteil des angebauten Mais im Herbst vernichtet hat und nach der Ernte der Marktpreis pro Büschel Mais 73 Cent unter den Anbaukosten liegt, gerät die Farm finanziell in Bedrängnis. Zusätzlich fordert die Federal Farm Assistance Agency in besseren Jahren großzügig gewährte Kredite ein, was die Farm an den Rand des Bankrotts bringt. Gil Ivy bricht an einem Punkt ebenfalls zusammen. Nun beginnt sich Jewell zu wehren und nimmt den Kampf gegen die Bürokratie auf.

Rezension

Vincent Canby hielt den Film für einen ordentlichen 1930er-Depressions-Film über Probleme von Farmen, der in der Mitte der 1980er angesiedelt sei. Der Film gewinne viel durch die elementare Kraft Jessica Langes, sowohl als Schauspielerin, wie der Figur, die sie darstelle. Als Co-Produzentin reihe sie sich mit Barbra Streisand, Jane Fonda und Goldie Hawn in die kleine Gruppe der Schauspielerinnen ein, die Autoren der eigenen Karriere würden. Canby meinte, es sei ihm unklar, was die Politik des Films sei. Der vor allem von Gil Ivy gezeigte Individualismus und das Bestehen darauf, dass es nichts gebe, was nicht mit Schweiß und harter Arbeit gelöst werden könne, deute auf eine konservative Ausrichtung. Der Film erscheine aber für und gegen Big Government zu sein, vielleicht aber auch nur pro-Bürger oder es habe keine Politik.[1]

Richard Corliss in Time merkte an, dass durch Zufall gleich drei Filmstudios im Filmjahr 1984 mit Filmen mit dem Thema „Verkauf nicht die Farm, Mama“ herausgekommen seie - neben Country Tristars Ein Platz im Herzen und Universals Menschen am Fluß. Alle drei würden Frauen mit starkem Willen zeigen, die gegen Banken, Elemente und sich ändernde Zeiten kämpften für ihr gottgegebenes Stückchen Land und ihre entzückenden Kinder. Neben der sanften Poesie von Platz im Herzen sehe Country so stur und gehetzt aus wie ein von Dorothea Lange mit der Linse eingefangener Kleinbauer. Es sei ein politischer Film ohne Reue, der die Verantwortung der schweren Zeiten für unabhängige kleine Farmen auf die zuckenden Schultern der Reagan-Administration lege. Shepard sei wieder der Inbegriff der Unbestechlichkeit, der sich weigere sich in den Mittelpunkt zu stellen. Zum Ende verschwinde seine Figur, ohne Erklärung.[2]

Einzelnachweise

  1. Vincent Canby: Screen: 'Country,' With Jessica Lange, The New York Times vom 28. September 1984
  2. Richard Corliss: COUNTRY: From Heartland to Heartthrobs, Time vom 8. Oktober 1984