Cosimo Gamberucci
Cosimo Gamberucci (* 8. Januar 1562 in Florenz; † 24. Dezember 1621 ebenda) war ein italienischer Maler.
Leben
Er war vermutlich ein Schüler von Santi di Tito und wurde im Jahr 1578 an der Accademia delle Belle Arti eingeschrieben. Seine Tätigkeit reicht von 1580 bis 1620, dem Jahr, in dem er das Bild „Die Samariterin am Brunnen“ für den Waschraum des Komplexes San Salvi malte.
Er arbeitete für viele berühmte Kirchen in Florenz und anderen Städten der Toskana, darunter die Kartause von Galluzzo, der Dom von San Miniato, die Basilika Santa Maria Novella (im großen Kreuzgang) und der Dom von Pisa. In Pisa befindet sich sein Meisterwerk „Die Heilige Klara und die Sarazenen“. Er arbeitete an der Galerie der Casa Buonarroti und schuf zahlreiche Altarbilder, darunter die „Anbetung der Heiligen Drei Könige“ (1595) in der Kirche Santa Maria in Dicomano sowie das spätere Werk „San Marziale“ im Dom von Colle di Val d’Elsa.
Im Jahr 1606 unternahm er eine Reise nach Rom und Neapel, die jedoch keinen Einfluss auf seinen Stil hatte.
Er war ein Vertreter des späten Florentiner Manierismus, der sich durch einfache und ruhige Kompositionen auszeichnet.
Literatur
- Simona Lecchini Giovannoni: GAMBERUCCI, Cosimo. In: Mario Caravale (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 62: Iacobiti–Labriola. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 2004.
- Gamberucci, Cosimo. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 13: Gaab–Gibus. E. A. Seemann, Leipzig 1920, S. 141 (Textarchiv – Internet Archive).