Conrad Jon Godly
Conrad Jon Godly (* 24. Januar 1962 in Davos, Schweiz) ist ein Schweizer Künstler. Er lebt und arbeitet in Zürich.
Leben und Wirken
Conrad Jon Godly wuchs in Davos auf. Von 1982 bis 1986 genoss er eine Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel, in der Malfachklasse von Franz Fedier. Während eines USA-Aufenthalts von 1986 bis 1987 erfolgten erste Arbeiten im Medium der Fotografie. Daraufhin arbeitete Godly ausschliesslich damit. Er realisierte eine internationale Karriere als Fotograf für Zeitschriften und Werbung.
So arbeitete er damals noch unter dem gekürzten Namen Conrad Godly für Zeitschriften wie Vogue, Marie-Claire, Cosmopolitan, Elle, i-D, IO Donna, Vanity Fair, GQ, Esquire, Tatler, Wallpaper, Dazed&Confused, Max, FHM, Playboy, Amica, Flair, Grazia und viele mehr. Er fotografierte internationale und nationale Werbekampagnen für Nikon, Breil, Fogal, Hanro, Palmers, La Biosthetique, Celine, Annex, Rifle Jeans, Jelmoli etc. Auch standen die meisten Topmodels der 80er Jahre und viele Hollywood und Sportstars und andere prominente Persönlichkeiten vor seiner Kamera. Von 1993 bis 1996 lebte er in Paris und von 1997 bis 2004 lebte und arbeitete er in Mailand.
2011 wurde das gesamte Fotoarchiv Opfer eines Grossbrandes, sämtliche Fotografien und Negative wurden komplett zerstört.
Ende 2004 kehrte er in seine Heimat in den Bündner Bergen zurück und wandte sich wieder der Malerei zu. Während vier Jahren malte er nur für sich, wobei Landschaften und insbesondere das hochalpine Gebirge Graubündens seine bevorzugten Sujets waren. Von 2008 bis 2009 bezog er ein Atelier in Wien. Erstmals zeigte er Werke 2008 in der Jahresausstellung des Bündner Kunstmuseums in Chur. Seither sind Conrad Jon Godly’s Werke in Ausstellungen weltweit zu sehen.
Zwischen 2009 und 2021 hielt sich Conrad Jon Godly über längere Zeiträume in Japan auf, wo er auch malte und verschiedene Ausstellungen hatte, so auch im berühmten Ryosokuin-Kenninji Tempel in Kyoto, was für einen Nichtjapaner eine sehr grosse Ehre für den Künstler bedeutete.
Mehrere Jahre litt er unter schwersten Depressionen und in dieser Zeit konnte der Künstler nicht malen, aber 2024 feierte er sein Comeback mit der grossen Einzelausstellung RENAISSANCE in London.
Nachdem sich der Künstler schon früher mit anderen Themen als der Landschaft und speziell dem Gebirge in seiner Malerei befasst hatte, entstehen seit 2025 Arbeiten mit neuen Themen, wo er sich ein weiteres Mal auf das Essenzielle fokussiert, sich noch mehr in der Reduktion übt, sich immer mehr hin zur Abstraktion bewegt, kraftvoll, zeitlos und trotzdem modern, dies zeichnet das Schaffen des Künstlers aus.
Seine Werke sind in zahlreichen nationalen, internationalen, privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. So u. a. in der Daros Collection, Sammlung Ringier, UBS, Credit Suisse, Julius Bär Bank, Graubündner Kantonalbank und der Schweizerischen Nationalbank.[1]
Ausstellungen (Auswahl)
- Einzelausstellungen
- JD Malat Gallery, London (2024/2025)
- Bechter Kastowsky, Schaan (2021)
- JD Malat Gallery, London (2021)
- Stalla Madulain, Madulain (2019)
- JD Malat Gallery, London (2019)[2][3]
- Art Expo Taipeh, Taipeh (2019)
- Ryosokuin-Kenninji Tempel, Kyoto (2018)
- Shibunkaku, Kyoto (2016)
- Shibunkaku, Kyoto (2014)
- «Berg»; Tony Wuethrich, Zürich (2013/2014)[4]
- Kunsthaus Baselland, Muttenz (2012)[5]
- F.S.Art, Berlin (2011)
- Katz Contemporary, Zürich (2011)
- Luciano Fasciati, Chur (2009)
- Gruppenausstellungen
- JD Malat Gallery, Dubai (2025)
- Stalla Madulain, Madulain (2024/25)
- Stalla Madulain, Madulain (2023)
- Bechter Kastowsky, Schaan, (2023)
- VOLTA Basel, Bechter Kastowsky, Schaan (2021)
- VOLTA New York, JD Malat, New York (2020)
- Jahresausstellung der Bündner Künstlerinnen und Künstler, Bündner Kunstmuseum, Chur (2019)
- CI Contemporary Istanbul, JD Malat, Istanbul (2019)
- Seattle Art Fair, JD Malat, Seattle (2019)
- Zonamaco Art Fair, JD Malat, Mexiko-Stadt (2019)
- Art Taipei, Shibunkaku, Taipeh (2018)
- Fine Art Asia, Shibunkaku, Hongkong (2018)
- Art Taipei, Shibunkaku, Taipeh (2017)
- Kornfeld, Bern (2017)
- Art Stage Singapore, Singapur (2016)
- KIAF Korean International Art Fair, Shibunkaku, Seoul (2015)
- Museum Residenzgalerie, Salzburg (2011)
- Arte Hotel Bregaglia, Luciano Fasciati, Promotogno (2010)
Literatur
- Conrad Jon Godly - Works +-. Revolver Publishing, Berlin 2013, ISBN 978-3-86895-334-3.
- Conrad Godly - Untitled Nudes. Edition Dino Simonett, Zürich 1997, ISBN 3-9521375-2-9.
- Conrad Godly - Of Course I Remember You. Zyloc Publishers, 2001, ISBN 3-905562-02-2.
Weblinks
- Godly, Conrad Jon. In: Sikart
- Website von Conrad Jon Godly
- Werke von Conrad Jon Godly bei artnet
- Godly, Conrad Jon auf foto.ch – Büro für Fotografiegeschichte Bern
- Philipp Meier: Wer so malt, lässt alles hinter sich. Für den Schweizer Künstler Conrad Jon Godly ist Malerei ein ewiges Exerzitium. In: Neue Zürcher Zeitung, 17. November 2019.
- Suzanne Kappeler: Conrad Jon Godly malt Berglandschaften in allen Variationen. Dabei bringt er die Essenz der Berge zum Leuchten. In: Neue Zürcher Zeitung, 7. Dezember 2013.
- Kunst Hoch 2 - Dokumentation über das Künstlerpaar Kazuyo Okushiba und Conrad Jon Godly In: 3sat, 2020, bei YouTube
Einzelnachweise
- ↑ Biografie Conrad Jon Godly. In: Artnet. 2023, abgerufen am 21. März 2023.
- ↑ Website zur Ausstellung (incl. Katalog)
- ↑ Felicity Carter: Artist Conrad Jon Godly On His Upcoming Exhibition In London. In: Forbes, 20. Januar 2019, abgerufen am 30. Dezember 2019.
- ↑ Ausstellung auf der Galerie-Website
- ↑ Kunsthaus Baselland. Abgerufen am 21. März 2023.