Companhia Cearense de Transportes Metropolitanos

Companhia Cearense de Transportes Metropolitanos „Metrofor“

Rechtsform Gemischtwirtschaftliches Unternehmen
Gründung 8. Mai 1997
Sitz Fortaleza, Brasilien Brasilien
Leitung Plínio Saboya (CEO)
Branche Eisenbahngesellschaft
Website http://www.metrofor.ce.gov.br/

Die Companhia Cearense de Transportes Metropolitanos (CCTM), bekannt unter ihrem Markennamen Metrofor, ist eine brasilianische Eisenbahngesellschaft, die ausschließlich im Nordosten des Landes im Bundesstaat Ceará tätig ist. Metrofor betreibt die Schienennetze in den drei Ballungsräumen Fortaleza, Crato/Juazeiro do Norte und Sobral mit insgesamt gut 84 Kilometern Streckenlänge und 62 Stationen.

Geschichte

Der Vorläufer der Metrofor entstand im Oktober 1977, als die Bundesregierung 40 Millionen Cr$ für erste Studien bereitstellte. Mit der Gründung der Coordenadoria de Transportes Metropolitanos (CTM) verkehrten die Vorortzüge von Fortaleza nach Caucaia sowie nach Maracanaú, die zuvor nur in den Hauptverkehrszeiten fuhren, ganztägig stündlich.

Nachdem die Rede Ferroviária Federal (RFFSA) für 1988 die Einstellung des Personenfernverkehres auf der Schiene von und nach Fortaleza ankündigte und lediglich die Vorortverbindungen nach Maracanaú und Caucaia erhalten blieben, ergab sich die Notwendigkeit, den Schienenverkehr im Ballungsraum anders zu ordnen und eine neue Betreibergesellschaft zu gründen. Es entstand das Consórcio do Trem Metropolitano de Fortaleza (CTMF), das am 25. September 1987 zwischen der RFFSA, der Companhia Brasileira de Trens Urbanos (CBTU) und der Regierung des Bundesstaates gegründet wurde. Noch im selben Jahr gab die Landesregierung offiziell den Startschuss für das U-Bahn-Projekt Fortaleza. Die anfänglichen Kosten für die Neugestaltung der Nord- (heute West-) und Südlinie wurden auf 290 Millionen US-Dollar geschätzt.[1]

Weil das Konsortium CTMF trotz wiederholter Verlängerung des Vertrages den Bau der U-Bahn nicht startete, wurde als erster Schritt der Bahnbetrieb verstaatlicht. Einher ging dies mit der Umbenennung der Superintendência de Trens Urbanos de Fortaleza (STU/FOR) in Companhia Cearense de Transportes. Nach der Verstaatlichung folgte die Planung eines modernen, innovativen u-Bahn-Projektes, welches den Bedürfnissen der Bevölkerung Fortalezas und der umliegenden Metropolregionen gerecht werden und einen Großteil des bestehenden Geländes neu nutzen sollte. Am 2. Mai 1997, veröffentlicht am 8. Mai 1997 im Amtsblatt des Bundesstaates, entstand durch das Gesetz Nr. 12.682 die Companhia Cearense de Transportes Metropolitanos mit dem Ziel, den Betrieb des zukünftigen Netzes in Fortaleza, der zuvor von der CBTU durchgeführt worden war, zu übernehmen und zu modernisieren. Das Konsortium CTMF wurde am 30. Mai des Jahres aufgelöst und ein großer Teil der Mitarbeitenden, die ursprünglich der RFFSA und später der CBTU angehörten, wurde in die Belegschaft von Metrofor integriert. Die CCTM begann am 24. August 1999 mit dem Bau der U-Bahn Fortaleza. Drei Jahre später, am 1. Juli 2002, ging der städtische Nahverkehr in die Zuständigkeit des Staates über, als die CBTU die Verantwortung für den U-Bahn-Bau an das neue Unternehmen übertrug.[1]

Metrofor ist seit 2015 Mitglied des nationalen Verbandes der Schienenpersonenverkehrsunternehmen Associação Nacional dos Transportadores de Passageiros sobre Trilhos (ANPTrilhos). Die formelle Mitgliedschaft erfolgte im Juli, die eingetragene Zugehörigkeit im August auf der ordentlichen Vorstandssitzung des Verbandes.[2]

Aktivitäten

Die Metrofor betreibt aktuell drei Schienennetze des ÖPNV:

Einzelnachweise

  1. a b A Empresa. CCTM „Metrofor“, abgerufen am 2. November 2025 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. Apresentação em Brasília marca filiação da Metrofor à ANPTrilhos. (Memento vom 10. September 2015 im Internet Archive), abgerufen am 7. November 2025 (brasilianisches Portugiesisch)