Collective Consciousness Society

Die Collective Consciousness Society, meist C.C.S. abgekürzt, war eine reine Studio-Big-Band, die 1970 von Alexis Korner gegründet wurde.

Geschichte

Wichtige Mitglieder waren neben Korner der dänische Sänger Peter Thorup und der Komponist John Cameron, der Piano spielte. Produzent war Mickie Most, der die 3 Musiker zusammenbrachte.[1] Die Rhythmusgruppe bestand aus Alan Parker an der Gitarre, Spike Heatley am Kontrabass und Herbie Flowers am E-Bass, Tony Carr und Barry Morgan als Schlagzeuger und Bill Le Sage als Perkussionist. Weitere Mitglieder waren die Blechbläser Harry Beckett, Henry Lowther, Kenny Wheeler, Les Condon, Greg Bowen, Don Lusher und Bill Geldard sowie die Saxophonisten und Flötisten Ronnie Ross, Harold McNair, Danny Moss, Peter King, Tony Coe bzw. Ray Warleigh.

Auf dem britischen RAK-Label veröffentlichten sie 1970 ihre erste Hitsingle, eine Instrumentalversion von Led Zeppelins Whole Lotta Love, die für die englische TV-Show „Top of the Pops“ als Titelthema verwendet wurde.[2] Weitere Charterfolge, wie "Tap Turns On The Water" oder "Walking" folgten.

Obwohl es sich um ein reines Studioprojekt handelt, spielten sie gemeinsam 2 Konzerte in der Royal Albert Hall und im Ronnie Scott’s Jazz Club. Letzteres war ein Benefizkonzert für den an Krebs erkrankten Harold McNair. Längere Touren mit dieser großen Besetzung wurden aus wirtschaftlichen Gründen nicht geplant.[3]

Nach der Einspielung von 3 Studioalben löste sich die Band 1973 aufgrund des nachlassenden Erfolges auf. Die vielfach zitierte Behauptung, dass das Material für alle 3 Alben in nur 2 Sessions eingespielt wurde, erklärte John Cameron in einem Interview im Dezember 2025 für falsch.[4]

Nach C.C.S. gründeten Korner und Thorup zusammen die Band Snape, mit der sie zwei Alben veröffentlichten. Cameron arbeitete als Arrangeur und wurde ein gefragter Filmkomponist.[5]

Diskografie

Chart­plat­zie­rungen
Erklärung der Daten
Alben[6]
Whole Lotta Love
 US19703.04.1971(2 Wo.)
C.C.S. (aka C.C.S. 2nd)
 UK2308.04.1972(5 Wo.)
Singles
Whole Lotta Love
 US5820.02.1971(4 Wo.)
 UK1331.10.1970(13 Wo.)
Walking
 UK727.02.1971(16 Wo.)
 DE1526.04.1971(12 Wo.)
Tap Turns on the Water
 UK504.09.1971(13 Wo.)
 DE2808.11.1971(2 Wo.)
Brother
 UK2504.03.1972(8 Wo.)
The Band Played the Boogie
 UK3604.08.1973(5 Wo.)

Alben

  • C.C.S. – RAK 1970 (als C.C.S. 1st bekannt)
  • C.C.S. – RAK 1972 (als C.C.S. 2nd bekannt)
  • The Best Band in the Land – RAK 1973
  • Best of C.C.S. – RAK 1977
  • Whole Lotta Love – EMI 1991
  • A’s B’s & Rarities – EMI/RAK 2004

Singles

  • Whole Lotta Love – 1970
  • Walking – 1971
  • Tap Turns on the Water – 1971
  • Brother – 1972
  • Sixteen Tons – 1973
  • The Band Played the Boogie – 1973
  • Hurricane Coming – 1974
  • Alexis Korner – detaillierte Albumdiskografie auch zu C.C.S. (englisch)
  • CCS Fanseite bei alexgitlin.com, die einen Text des Musikjournalisten Chris Welch aus dem Jahre 2000 enthält

Einzelnachweise

  1. Kranich, The Jazzy Side of John Cameron, in Just For Swing Gazette Nr. 49, 2025.
  2. CCS bei allmusic.com
  3. Kranich, The Jazzy Side of John Cameron, in Just For Swing Gazette Nr. 49, 2025.
  4. Kranich, The Jazzy Side of John Cameron, in Just For Swing Gazette Nr. 49, 2025.
  5. Kranich, The Jazzy Side of John Cameron, in Just For Swing Gazette Nr. 49, 2025.
  6. Charts DE Charts DE2 Charts UK Charts US