Coburger Tageblatt

Coburger Tageblatt

Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Mediengruppe Oberfranken
mgo Lokale Medien GmbH & Co. KG, Bamberg
Erstausgabe 1886
Erscheinungsweise Montag – Samstag
Verkaufte Auflage 7548 Exemplare
(IVW 3/2025, Mo–Sa)
Chefredakteur Thomas Zeller,
Fajsz Deáky (Redaktionsleiter Coburg)
Herausgeber Mediengruppe Oberfranken GmbH & Co. KG
Geschäftsführer Eva-Maria Bauch
Weblink www.coburger-tageblatt.de

Das Coburger Tageblatt ist eine Tageszeitung in Coburg und Umgebung. Es erscheint Montag bis Samstag. Die verkaufte Auflage beträgt 7548 Exemplare, ein Minus von 52,1 Prozent seit 1998.[1] Zusammen mit den Tageszeitungen Fränkischer Tag, Bayerische Rundschau, und Saale-Zeitung gehört das Coburger Tageblatt zur Mediengruppe Oberfranken.[2] Die Zeitungen teilen sich eine überregionale Redaktion und betreiben jeweils ein Online-Portal.[3]

Geschichte

1886 wurde die Zeitung von dem Verleger Friedrich Riemann gegründet, redigiert vom Besitzer Theodor Hermann Wechsung und verlegt von der Riemann’schen Hofbuchhandlung. Das Coburger Tageblatt – Generalanzeiger für Stadt und Land – Organ für Politik, Lokalgeschichte, Handels- und Geschäftsverkehr sollte die Stimme der liberalen Kräften werden. Mitbegründer war Ferdinand Scheller, ein Neffe von Rudolf Scheller.[4] Von 1893 bis 1908 war Otto Kirchhof aus Sondershausen Herausgeber der Zeitung. Im Coburger Gebäude Gemüsemarkt 1 wurde der Zeitungsverlag untergebracht. Es folgte als Verleger Friedrich Colbatzky. Das Tageblatt war anfangs einem entschiedenen Liberalismus verpflichtet und entwickelte sich später zur objektivsten und ausgewogensten Coburger Tageszeitung.[5] Im Jahr 1926 wurde in der Coburger Mohrenstraße 17 ein neues Verlagshaus, das der Architekt Arthur Bergmann plante, eingeweiht. Um 1930 hatte die Tageszeitung eine Auflagenhöhe von über 10.000 Exemplaren. Im Jahr 1936 wurde sie von den Nationalsozialisten enteignet und 1940 mit der Coburger Nationalzeitung zusammengelegt, 1942 kam es zur Löschung des Zeitungstitels.

Die Familie Colbatzky gründete das Coburger Tageblatt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1945 neu. Die Verlagsräume in der Coburger Mohrenstraße waren aber der Neuen Presse unter dem Druck der amerikanischen Militärregierung pachtweise überlassen worden.[6]

Hans-Georg Ehrhardt erhielt eine Zeitungslizenz, so dass Paula Colbatzky mit seiner Hilfe in den Hofbräuräumen an der Mohrenstraße wieder am 1. Oktober 1949 mit der Herstellung des Coburger Tageblatts beginnen konnte. Hanns Thormann wurde Chefredakteur und blieb bis 1962 in diesem Amt. Der Zwangspachtvertrag mit der Neuen Presse galt noch bis 1951. Die Anwesenheit der beiden Zeitungsverlage in demselben Gebäude führte zu ständigen Spannungen. Ende 1953 wurde der Neuen Presse der Miet- und Pachtvertrag gekündigt.[6]

Das Coburger Tageblatt wurde 1971 von Friedrich-Herbert Colbatzky an den E. C. Baumann-Verlag in Kulmbach verkauft. 1973 wurde das Verlagshaus in der Mohrenstraße für den Neubau eines Warenhauses des Kaufhofes abgebrochen. Die Redaktion zog in die Hindenburgstraße 3a. Der Kulmbacher Verleger Horst Uhlemann gab von da an als zweite Tageszeitung neben der Bayerischen Rundschau das Coburger Tageblatt heraus. 2003 übernahm der Verlag Fränkischer Tag Bamberg die Mehrheit an der Baumann GmbH & Co. KG. Aus diesem Umstand heraus ergab sich der weitere Fortbestand als Coburger Tageblatt Verlag & Medien GmbH & Co. KG mit unabhängiger Lokal-, Sport- und Kulturredaktion in Coburg. Seit 2009 ist das Coburger Tageblatt Teil der Mediengruppe Oberfranken.

Auflage

Das Coburger Tageblatt hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 3,9 % pro Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr hat sie um 5,8 % abgenommen.[7] Sie beträgt gegenwärtig 7548 Exemplare.[8] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 90,7 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[9]
1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
15.755 15.368 14.913 14.753 14.645 14.424 14.224 13.975 14.017 13.794 13.597 13.748 13.535 13.430 13.236 12.856 12.366 12.100 11.769 11.830 11.466 11.013 10.563 10.160 9384 8853 8340

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. laut IVW (Details auf ivw.de)
  2. Mediengruppe Oberfranken: Zeitungs- und Anzeigenblattverlage. Abgerufen am 26. November 2018.
  3. coburger-tageblatt.de
  4. "Die Schellers: Eine Unternehmerfamilie aus Hildburghausen" - in: Südthüringer Rundschau, Nr. 50, 33/2023, S. 13.
  5. Coburger Zeitung
  6. a b Paul Hoser: Neue Presse. In: Historisches Lexikon Bayerns
  7. laut IVW (online)
  8. laut IVW, drittes Quartal 2025, Mo–Sa
  9. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.de)