Clipse

Clipse

Clipse

Allgemeine Informationen
Herkunft Virginia Beach, Virginia, Vereinigte Staaten
Genre(s) Eastcoast Hip-Hop, Gangsta-Rap, Hardcore-Rap
Aktive Jahre 1994–2010, 2019, 2022, seit 2023
Auflösung
Website
Gründungsmitglieder
Malice
Pusha T
Aktuelle Besetzung
Rap
Malice
Rap
Pusha T

Clipse sind ein aus Virginia stammendes Hip-Hop-Duo. Seit 1992 besteht Clipse aus den Brüdern Gene „Malice“ Thornton (* 1972 in New York[1]) und Terrence „Pusha T“ Thornton (* 1977 in New York).

Geschichte

Schon in ihrer Kindheit und Jugend kamen die Brüder mit dem Kokainhandel in Berührung, welcher antreibend für ihre Musikkarriere wurde. Malice begann in einer Formation namens Def Dual Productions zu rappen, welche von Timbaland (damals als DJ Timmy Tim bekannt) produziert wurde. Etwa 1988 traf Malice auf Chad Hugo und nahm mit ihm zusammen einige Songs auf. Erst 1994, nachdem Malices Wehrdienst in der US Army endete, nahmen die beiden Brüder zusammen auf. Nachdem sie Pharrell Williams kennenlernten, schlug er ihnen vor, ein Duo zu gründen, welches bald unter Namen Full Eclipse und später als Clipse bekannt wurde.

Die Neptunes, das neugegründete Produktionsduo von Pharrell und Chad Hugo, ermöglichten 1996 den ersten Plattenvertrag der Gruppe bei Elektra Records. Die erste Single, The Funeral, landete jedoch nicht in den Charts, wodurch das Album, Exclusive Audio Footage, unveröffentlicht blieb und der Vertrag mit Elektra aufgelöst wurde.

2001 nahm Pharrell das Duo unter seinem Label Star Trak Entertainment unter Vertrag und mit ihrem 2002 erschienen Debütalbum Lord Willin’ stiegen Clipse auf Anhieb auf Platz 4 der US-amerikanischen Billboard-Albumcharts ein. Im Oktober 2002 wurde den beiden von der RIAA eine Goldene Schallplatte verliehen.

2006 erschien ihr neues Album Hell Hath No Fury, auf welchem Gastbeiträge von Pharrell, Slim Thug, Ab-Liva und Sandman zu hören sind. Das Album wurde vollständig von den Neptunes produziert.

Zudem produzierte Clipse das Lied Honey zu dem Film Honey.

Von 2004 bis 2010 besaßen Clipse ein eigenes Plattenlabel mit dem Namen Re-Up Records, in dem auch die beiden Rapper Ab-Liva und Sandman unter Vertrag standen.

Das dritte Album der Gruppe, Til the Casket Drops, erschien 2009 mit Gastbeiträgen von Cam’ron, Kanye West und Keri Hilson, erreichte jedoch nur Platz 46 der US-amerikanischen Albumcharts.

Nach einer längeren Auszeit veröffentlichten die Brüder am 11. Juli 2025 ihr Album Let God Sort Em Out in Eigenregie, welches gänzlich von Pharrell produziert wurde.[2][3]

Im September 2025 traten Clipse als erste Hip-Hop-Gruppe überhaupt im Vatikan im Rahmen der „Grace For The World“-Tour des World Meeting on Human Fraternity 2025 auf.[4]

Diskografie

Alben

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5][6]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 AT  CH  UK  US
2002 Lord Willin’ US4
Gold

(31 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 20. August 2002
2006 Hell Hath No Fury US14
(8 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 27. November 2006
2009 Til the Casket Drops US46
(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 8. Dezember 2009
2025 Let God Sort Em Out AT41
(2 Wo.)AT
CH7
(3 Wo.)CH
UK16
(2 Wo.)UK
US4
(9 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 11. Juli 2025

Weitere Alben

  • 1999: Exclusive Audio Footage
  • 2008: Re-Up Gang

Singles

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5][6]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 UK  US
2002 Grindin’
Lord Willin’
US30
(20 Wo.)US
When the Last Time
Lord Willin’
UK41
(2 Wo.)UK
US19
(21 Wo.)US
2003 Ma, I Don’t Love Her
Lord Willin’
UK38
(3 Wo.)UK
US86
(6 Wo.)US
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zum Download und Streaming bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
 
2019 Use This Gospel
Jesus Is King
US37
Gold

(1 Wo.)US
Kanye West feat. Clipse & Kenny G
2025 Chains & Whips
Let God Sort Em Out
UK82
(1 Wo.)UK
US42
(2 Wo.)US
So Be It
Let God Sort Em Out
US62
(1 Wo.)US
P.O.V.
Let God Sort Em Out
US65
(1 Wo.)US
Ace Trumpets
Let God Sort Em Out
US78
(1 Wo.)US
The Birds Don’t Sing
Let God Sort Em Out
US92
(1 Wo.)US
feat. John Legend & Voices of Fire
M.T.B.T.T.F.
Let God Sort Em Out
US95
(1 Wo.)US

Weitere Singles

  • 2004: Hot Damn
  • 2005: Hands Up [Remix] (mit TLC)
  • 2007: Mr. Me Too (featuring Pharrell Williams)
  • 2007: Wamp Wamp (What It Do)
  • 2009: Kinda Like a Big Deal (featuring Kanye West)
  • 2009: I’m Good (featuring Pharrell Williams)
  • 2025: Ace Trumpets

Sonstige

  • 2007: We Got the Remix

Einzelnachweise

  1. No Malice – Biography. In: Allmusic. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
  2. Andre Gee: Clipse Are Dropping an Album and Headed on a National Tour. In: Rolling Stone. Penske Media Corporation, 9. Juni 2025, abgerufen am 19. Juli 2025 (englisch).
  3. Andre Gee: Clipse’s Kendrick Lamar Reveal Solves Their Mystery Verse Saga — Sort Of. In: Rolling Stone. Penske Media Corporation, 3. Juni 2025, abgerufen am 19. Juli 2025 (englisch): „[...] Def Jam’s legal team told the group that since they wouldn’t budge on removing or changing the verse, they would let Clipse out of their deal. [...] Their request was granted, and they’re now releasing Let God Sort Em Out independently with distribution from Roc Nation.“
  4. Clipse Become First Rappers to Perform at the Vatican During ‘Grace for the World’ Concert. In: Complex. 13. September 2025, abgerufen am 4. Dezember 2025.
  5. a b Chartquellen: AT CH UK US
  6. a b Top Pop Singles 1955-2006 von Joel Whitburn, Record Research 2007, ISBN 978-0-89820-172-7.
Commons: Clipse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien