Clerodendrum japonicum
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Clerodendrum japonicum | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| (Thunb.) Sweet |
Clerodendrum japonicum ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Losbäume (Clereodendrum) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie kommt in Indien, Bangladesch, dem nördlicheren Südostasien, Japan, dem südlicheren China bis nach Tibet, Nepal und Taiwan vor.
Beschreibung
Clerodendrum japonicum wächst meist als laubabwerfender Strauch bis etwa 4 Meter oder als kleiner Baum bis über 5 Meter hoch. Die fast kahlen und hohlen Zweige sind vierkantig.
Die gestielten Laubblätter sind kreuzgegenständig. Der schwach bräunlich behaarte Blattstiel ist bis über 20 Zentimeter lang. Die mehr oder weniger herz- bis pfeilförmigen, schwach behaarten, leicht ledrigen Blätter sind bis über 35 Zentimeter lang und breit. Sie sind unterseits drüsig. Die Blätter sind leicht bis schwach gezähnt oder gesägt bis fast ganzrandig und spitz bis zugespitzt. Die Nebenblätter fehlen. Es sind verschiedene extraflorale und -nuptiale Nektarien vorhanden (Kelch, Tragblätter, Blattunterseite).
Clerodendrum japonicum ist protandrisch, also vormännlich. Es werden rötliche, endständige und vielblütige, größere Rispen, Thyrsen, gebildet. Es sind oft abfallende, rötliche Tragblätter vorhanden. Die duftenden, zwittrigen, gestielten und fünfzähligen, stieltellerförmigen Blüten sind rot bis manchmal weiß-rötlich mit doppelter Blütenhülle. Der kurz verwachsene Kelch ist rot gefärbt, fünfzipflig und außen drüsig. Die Kronröhre ist schlank mit kürzeren, ausladenden Lappen. Die 4 Staubblätter in der Kronröhre sind lang und vorstehend. Der vierkammerige Fruchtknoten ist oberständig mit langem, schlankem Griffel und zweilappiger Narbe.
Es werden kleine, kugelige, erst bläuliche bis später schwarze und meist vier- bis zweiteilige, 0,7–1 Zentimeter große, bis viersamige Steinfrüchte am beständigen, roten, fleischigen, vergrößerten und zurückgelegten Kelch gebildet.
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Illustration
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Blütenstand
Taxonomie
Clerodendrum japonicum wurde 1780 von Carl Peter Thunberg in Nova Acta Regiae Societatis Scientiarum Upsaliensis Serie 1 Band 3 Seite 203 und 208 als Volkameria japonica erstbeschrieben. Die Art wurde 1826 von Robert Sweet in Sweet's Hortus Britannicus Teil 2 Seite 322 als Clerodendrum japonicum (Thunb.) Sweet in die Gattung Clerodendrum gestellt. Der Gattungsname Volkameria ehrt den deutschen Arzt und Botaniker Johann Georg Volkamer der Jüngere (1662–1744).[1]
Verwendung
Die Blätter, Blütenstände und die Wurzeln werden medizinisch genutzt. Die Pflanze wird auch als Zierpflanze genutzt.
Literatur
- James A. Wearn, David J. Mabberley: Clerodendrum (Lamiaceae) in Borneo. In: Systematic Botany. Vol. 36, Nr. 4, 2011, doi:10.1600/036364411X605056, JSTOR:41416920 (englisch).
Einzelnachweise
- ↑ Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – https://doi.org/10.3372/epolist2022, Berlin 2022.
Weblinks
- Clerodendrum japonicum in der Flora of China, Vol. 17.
- Clerodendrum japonicum bei Phytoimages (Bilder).
- Clerodendrum japonicum bei Useful Tropical Plants.