Clemens Räthel

Clemens Räthel (* 1978) ist ein deutscher Skandinavist.

Leben

Räthel war an verschiedenen Theaterbühnen tätig, unter anderem dem Berliner Ensemble, dem Burgtheater Wien, den Salzburger Festspielen und der Ruhrtriennale. Nach dem Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin und der Universität Stockholm erwarb er 2006 das Magister Artium (Skandinavistik, Theaterwissenschaft, Politikwissenschaft). Nach der Promotion 2014 an der Humboldt-Universität, die durch das Cusanuswerk gefördert wurde, war er ebendort von 2015 bis 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Post-Doc) am Nordeuropa-Institut. Von 2021 bis 2022 war er Associate Professor für Theaterwissenschaft an der Universität Bergen in Norwegen. Seit 2022 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Skandinavische Literaturen an der Universität Greifswald.

Seine Forschungsschwerpunkte sind queere Perspektiven auf den Wohlfahrtsstaat in Literatur und Theater; skandinavische Theatergeschichte; zeitgenössische skandinavische Oper/Architektur; jüdisch-skandinavische Beziehungen und Körperinszenierungen.

Schriften (Auswahl)

  • Wie viel Bart darf sein? Jüdische Figuren im skandinavischen Theater. Tübingen: Narr/Francke/Attempto 2016.
  • mit Stefanie von Schnurbein (Hg.): Figurationen des Jüdischen. Spurensuchen in der skandinavischen Literatur. Berlin: Nordeuropa-Institut 2020 (Berliner Beiträge zur Skandinavistik; Band 27).
  • mit Paul Greiner und Bernd Henningsen (Hg.): Dänisch-deutsches Freundschaftsjahr 2020. Debatten und Perspektiven. / Tysk-dansk venskåbsår 2020. Debatter og perspektiver. Berlin: Nordeuropa-Institut 2021.
  • Hg.: Emelie Pettersson: Den Ädelmodiga Abbedissan eller De åter förenade Emigranterne. Af Emelie Pettersson / Die edelmütige Äbtissin oder Die wieder vereinten Emigranten. Berlin: Nordeuropa-Institut, 2021. (Berliner Beiträge zur Skandinavistik; Band 28).