Claus Mosler

Nikolaus Gerhard „Claus“ Mosler (* 2. Juli 1913 in Köln; † 13. Januar 1999 ebenda) war ein deutscher Bankier, Unternehmer, Immobilienmakler und hoher Ehrenamtler verschiedener Gesellschaften.

Herkunft

Claus Mosler war Nachkomme zweier angesehener Kölner Familien des 19. Jahrhunderts.

Sein Vater war Gerhard Mosler (1867–1949), Sohn von Anna Pallenberg (1836–1894) und dem Königlich Preußischen Hofkonditor Anton Mosler (1834–1888) in Köln. Seine Mutter Anna war eine Tochter des Möbelfabrikanten Johann Heinrich Pallenberg (1802–1884). Gerhard Mosler wurde an der Seite seines Onkels Jakob Pallenberg (1831–1900) Fabrikant in dem deutschlandweit tätigen Unternehmen für Innenausstattungen. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Angehörigen der Familie Pallenberg ihre Anteile veräußerten, zog sich auch er aus dem Geschäftsleben zurück. Einer seiner Brüder war der Maler Heinrich Mosler-Pallenberg (1863–1893), der in Rom tätige Maler und Bildhauer Franz Pallenberg (1873–1949), ein Schwiegersohn von Arnold Böcklin, war ein Vetter.

Verheiratet war Claus Mosler mit Ursula Mosler, geb. Freudenberg (1923–1998).

Werdegang

Nach dem Besuch des Gymnasiums und einer kaufmännischen Ausbildung war Claus Mosler zunächst langjähriger Mitarbeiter des Privatbankhauses Sal. Oppenheim in Köln, bevor er mit Neuerrichtung des Hauses I. D. Herstatt (1955) zu diesem übertrat und zu einem der Direktoren ernannt wurde.[1] Bereits 1971 schied er bei Herstatt aus und war in der Folge bis 1983 Inhaber der von Albert Wolter begründeten Unternehmung, der „Albert Wolter Immobilien KG“, die er als persönlich haftender Gesellschafter über die von ihm 1971 zu diesem Zweck errichtete „Albert Wolter Verwaltungs-Gesellschaft mbH“ kontrollierte.

Ehrenämter

Claus Mosler nahm zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben wahr. Als Mitbegründer der Overstolzengesellschaft war er seit ihrem Beginn 1963 deren Schatzmeister. Die Gesellschaft hat sich der Förderung des Museums für Angewandte Kunst verschrieben, zu dessen namhaften Stiftern bereits sein Großonkel Jakob Pallenberg gehörte. Ferner führte Mosler von 1988 bis 1996 den Vorsitz der Friedrich-Carl-Heimann-Gesellschaft und war von 1947 bis 1986 Schatzkanzler und Familiar des Laienzweiges des Deutschen Ordens. Weiter war Claus Mosler Schatzmeister des Vereins der Freunde und Förderer der katholischen Universität in Córdoba (Argentinien), die ihm 1990 die Ehrendoktorwürde antrug, sowie des Bundes Katholischer Unternehmer. In Köln nahm er zudem den Vorsitz des „Fördervereins Kölner Denkmalpflege“ wahr und gehörte zum Kreis der Stifter des Kölnischen Stadtmuseums.[2] Im Jahr 2001 wurden die von Claus Mosler gesammelten Unterlagen zur Geschichte der Familie Pallenberg an die Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv (RWWA) übergeben.[3]

Ehrungen

Schriften

  • Das Regiment “Hoch- und Deutschmeister”. In: Jubiläums-Festschrift 800 Jahre Deutscher Orden 1190-1990. Deutsches-Museum e.V. (= Jahrbuch Nr. 1) Bad Mergentheim 1990.
  • mit Pauline Gräfin Spee: Heinrich Mosler-Pallenberg. 1863 Köln–Wien 1893. Ein Kölner Maler des Fin de siècle. Grafischer Betrieb der Fränkischen Nachrichten, Tauberbischofsheim 1994.

Literatur

  • Ulrich S. Soénius (Hrsg.), Jürgen Wilhelm (Hrsg.): Kölner Personen-Lexikon. Greven, Köln 2007, ISBN 978-3-7743-0400-0, S. 376.
  • Robert Steimel (Bearb.): Mit Köln versippt. (= Rheinische Geschlechter. Band 1) Steimel-Verlag, Köln-Zollstock 1955, Tafel 126 (Mosler), 143 (Pallenberg)

Einzelnachweise

  1. Robert Steimel (Hrsg.): I. D. Herstatt. Das alte und das neue Bankhaus. J.P. Bachem Verlag, 2. Aufl., Köln 1967, o. ISBN, S. 65.
  2. https://www.freunde-ksm.de/stiftertafel
  3. RWWA Bestand Mosler (Memento des Originals vom 14. November 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ihk-koeln.de