Claudia Morales Reza

Claudia Olivia Morales Reza (* 18. April 1979 in San Andrés Cohamiata, Jalisco) ist eine mexikanische Lehrerin und Politikerin. Sie wurde 2022 im Kabinett López Obrador die erste indigene Präsidentin des Nationalen Rates zur Verhinderung von Diskriminierung (Conapred) und wurde 2024 im Kabinett Sheinbaum die Leiterin des Nationalen Rates zur Verhinderung von Diskriminierung.[1][2]

Leben und Werk

Morales Reza ist das einzige Kind eines in einer Huichol-Gemeinde in Nayarit geborenen Vaters und einer in einer Huichol-Gemeinde in Jalisco geborenen Mutter. In ihrem 9. Lebensjahr zog sie in die Heimatgemeinde ihrer Mutter in San Andrés Cohamiata. Sie schrieb sich an einer Pädagogischen Hochschule ein und nach ihrem zweiten Studienjahr fand sie eine Vertretungsstelle, die durch befristete Verträge verlängert wurde, bis sie an der interkulturellen Schule in ihrer Gemeinde unterrichtete. Dort wurde sie Schulleiterin und gab 2013 nach 16 Jahren ihren Lehrerberuf auf, um ihre Mutter bei ihrer Tätigkeit als stellvertretende Gouverneurin des Huichol-Volkes zu unterstützen. Diese Position war zuvor nur Männern vorbehalten. Nach drei Jahren wurde sie zur Stadträtin gewählt und wurde anschließend Mitglied des Aufsichtsrats.

Sie studierte auch Politikwissenschaft und öffentliche Verwaltung und erwarb einen berufsqualifizierenden technischen Abschluss in Kunstpädagogik.[3]

Morales Reza wurde 2022 als neue Präsidentin des Nationalen Rates zur Verhinderung von Diskriminierung (Conapred) vereidigt, nachdem diese Position zwei Jahre lang vakant gewesen war.[4] Nach der Amtseinführung von Präsidentin Claudia Sheinbaum wurde sie 2024 die Leiterin des Nationalen Rates zur Verhinderung von Diskriminierung. Diese Einrichtung ist juristisch eigenständig mit eigenem Budget und gehört zum Innenministerium. Darüber hinaus genießt sie technische und organisatorische Autonomie, trifft ihre Entscheidungen völlig unabhängig und ist in Beschwerdeverfahren keiner anderen Instanz unterstellt. Ziel der Einrichtung ist, Diskriminierung im ganzen Land zu beseitigen, indem sie Maßnahmen und Strategien fördert, die zur kulturellen und sozialen Entwicklung beitragen und dadurch die soziale Inklusion voranbringen und das Recht auf Gleichheit gewährleisten.[5][6][7][8]

Anerkennung der Weltanschauung der Huicholen als lebendiges Kulturerbe durch die UNESCO

Morales Reza feierte 2025 die Anerkennung der Weltanschauung der Huicholen als lebendiges Kulturerbe durch die UNESCO. Während ihrer Teilnahme als Ehrengast an der Pressekonferenz des Präsidenten betonte sie die historische Bedeutung dieser Auszeichnung, da diese die erste Anerkennung einer indigenen mexikanischen Kulturtradition darstelle und somit einen Meilenstein im Schutz des überlieferten Wissens bilde.[9]

Einzelnachweise

  1. Secretaría de Gobernación: Toma protesta la nueva presidenta del Conapred, Claudia Olivia Morales Reza. Abgerufen am 9. Januar 2026 (spanisch).
  2. Claudia Morales Reza. 9. Januar 2026, abgerufen am 9. Januar 2026 (spanisch).
  3. Secretaría de Gobernación: Toma protesta la nueva presidenta del Conapred, Claudia Olivia Morales Reza. Abgerufen am 9. Januar 2026 (spanisch).
  4. https://www.homosensual.com/lgbt/quien-es-claudia-morales-reza-nueva-presidenta-de-conapred-lgbt/
  5. Daniela Pastrana, Isabel Briseño, Daniela Pastrana y Isabel Briseño: Claudia Morales Reza: Abrazar la diferencia desde la gobernanza. In: Pie de Página. 14. August 2022, abgerufen am 9. Januar 2026 (spanisch).
  6. Por Samantha Lamas: Titular de CONAPRED, Claudia Morales Reza, celebra la inclusión de la cosmovisión wixárika en la UNESCO. 14. Juli 2025, abgerufen am 9. Januar 2026 (spanisch).
  7. Wayback Machine. Archiviert vom Original am 22. Mai 2022; abgerufen am 9. Januar 2026.
  8. Claudia Morales Reza es nombrada presidenta del Conapred; llevaba 2 años sin titular | SinEmbargo MX. In: SinEmbargo MX | Periodismo digital con rigor. Abgerufen am 9. Januar 2026 (spanisch).
  9. Por Samantha Lamas: Titular de CONAPRED, Claudia Morales Reza, celebra la inclusión de la cosmovisión wixárika en la UNESCO. 14. Juli 2025, abgerufen am 9. Januar 2026 (spanisch).