Clüver (Adelsgeschlecht)

Clüver, in Livland Klüver, ist der Name eines erloschenen bremischen, zuletzt livländischen Adelsgeschlechts.

Geschichte

Das Geschlecht Clüver hat seinen Ursprung in Bremen und verbreitete sich früh nach dem Stift Verden. Mit ihren Agnaten, den Schucke oder Schocke und Schlepegrell haben sie im 1162 urkundlich genannten Hildemar de Othendorp einen gemeinsamen Stammvater. Mit Otto von Clüver wurde die Familie 1201 zuerst urkundlich genannt. Stammgut der Familie war Clüverswerder. Später gehörten neben weiteren auch Ottersberg, Cluvenhagen, Baden, Sagehorn und Clüversborstel zum Familienbesitz. Die Burg Clüversborstel ließen sie 1478 errichten. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts stellte die Familie für ca. über 200 Jahre den Gohgrefe als höchsten Verwaltungsrepräsentanten des Gohgerichtsbezirks Achim im Erzbistum Bremen. Burchhard von Clüver ließ 1631 auf seinem Rittergut Stuckenborstel ein Herrenhaus errichten.

In Livland erscheint die Familie zuerst 1557 und wurde 1745 und 1747 in die Klasse IV der Adelsmatrikel unter der Nr. 158 aufgenommen. 1756 war Keckfer im Kirchspiel Peude auf Oesel in Familienbesitz.[1]

Das Geschlecht ist im 18. Jahrhundert erloschen.

Angehörige

Wappen

Das Wappen zeigt eine schwarze Bärenklaue und ist damit ein Redendes Wappen, denn Bärenklaue wurde plattdeutsch de clawe genannt, woraus sich der Familienname Clüver stiftet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Gritzner (1898), S. 333.