Cincinnatistraße
| Cincinnatistraße | |
|---|---|
| Straße in München | |
| Schulzentrum Cincinnatistraße 63 | |
| Basisdaten | |
| Landeshauptstadt | München |
| Stadtbezirk | Obergiesing-Fasangarten |
| Name erhalten | 1954[1] |
| Anschlussstraßen | Lincolnstraße (München), Auguste-Kent-Platz |
| Querstraßen | Emersonstraße, Leifstraße, Pennstraße, Minnewitstraße, Wikingerstraße, General-Kalb-Weg, Marklandstraße |
| Nummernsystem | Orientierungsnummerierung |
| S-Bahn | Fasangarten (S 3) |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr |
| Technische Daten | |
| Straßenlänge | ca. 1,3 km[2] |
Die Cincinnatistraße ist eine Innerortsstraße im Stadtbezirk Obergiesing-Fasangarten (Nr. 17) von München.
Verlauf
Die Straße zweigt knapp östlich der Bundesautobahn 995, Anschlussstelle 1 München-Giesing, von der Lincolnstraße nach Süden ab und wendet sich in großem Bogen nach Nordosten. Sie durchzieht dabei die gesamte, erst 1951 nach München eingemeindete, auch als Ami-Siedlung bekannte Siedlung am Perlacher Forst, die in den 1950er Jahren für die in Deutschland stationierten US-Soldaten und ihre Familien auf dem Nordteil des bis dahin gemeindefreien Perlacher Forsts errichtet worden war und Anfang der 1990er Jahre an die Bundesvermögensverwaltung kam. Sie endet im Osten am Auguste-Kent-Platz nahe der S-Bahn-Station Fasangarten der S-Bahn-Linie 3.
Geschichte
Die Straße entstand im Rahmen der Errichtung der „Ami-Siedlung“ und wurde unter Berücksichtigung der Wohngewohnheiten der US-Soldaten mit einem überbreiten Straßenausbau geschaffen. An ihr wurden zahlreiche Sozialeinrichtungen (Schule, Kino, PX-Laden, Krankenhaus) errichtet. Mit dem Abzug der US-Truppen in den 1990er Jahren kam die Siedlung an die Bundesvermögensverwaltung, die teilweise Privatisierungen und eine Nachverdichtung vornahm. Das Krankenhaus wurde zunächst als Bundeswehrkrankenhaus und ab 1994 als neues Quartier für das Bundespatentgericht und Dienststellen des Deutschen Patent- und Markenamts genutzt. 2023 kam die Münchner Abteilung der in Paris ansässigen Zentralkammer des supranationalen Einheitlichen Patentgerichts hinzu. Der Abriss des Kinos wurde durch eine Bürgerinitiative verhindert; der Kinobau wurde 2014 unter Denkmalschutz gestellt.
Öffentlicher Personennahverkehr
Die Straße wird im Osten durch den S-Bahn-Haltepunkt Fasangarten der WS-Bahn-Linie S 3 erschlossen.
Namensgeber
Die Straße ist nach der Münchner Partnerstadt Cincinnati in Ohio, Vereinigte Staaten von Amerika benannt. Die Stadt leitet ihren Namen wiederum von dem altrömischen Politiker Lucius Quinctius Cincinnatus ab.
Bemerkenswerte Gebäude
- Nr. 31: Family-Theatre, ehemaliges Theater der Amerikanischen Siedlung, jetzt Kino „Filmtheater Cincinnati“, eingeschossiger Bau mit sehr flach geneigtem Walmdach und vorgelagertem Eingangsbau, 1954, unter Denkmalschutz (Denkmalliste D-1-62-000-9548)
- Nr. 60a: Katholische Kuratiekirche Maria Königin der Märtyrer, erbaut 1969
- Nr. 63: Schulzentrum Perlacher Forst
- Nr. 64: Dienstgebäude Bundespatentgericht (früher amerikanisches Krankenhaus), jetzt auch Einheitliches Patentgericht
Literatur
- Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen 8. Aufl. 2016, Chr. Belser Ges. für Verlagsgeschäfte, Stuttgart, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 57.
Einzelnachweise
- ↑ Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen, 8. Aufl. 2016, Chr. Belser Ges. für Verlagsgeschäfte, Stuttgart, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 57
- ↑ nach München Wiki
Weblinks
- Die Cincinnatistraße im München Wiki
- Die Cincinnatitraße auf der Website von Stadtgeschichte München
Koordinaten: 48° 5′ 30″ N, 11° 35′ 55″ O