Christoph Schlotterer

Christoph Schlotterer (* 29. November 1937 in Stuttgart; † 25. April 1986 in München) war ein deutscher Verleger.

Leben

Schlotterer startete seinen beruflichen Werdegang als Auszubildender bei der Deutschen Verlagsanstalt in Stuttgart und als Sortimenter bei der Buchhandlung an der Brienner Straße in München. Ab 1962 arbeitete er für den Carl Hanser Verlag, unter anderem als Mitarbeiter von Herbert G. Göpfert im literarischen Teil. 1969 übernahm er die Leitung dieses Verlagssegments. Nach dem Tode Carl Hansers 1985 gestaltete er gemeinsam mit Michael Krüger auch das Verlagsprogramm. Er war wesentlich für die Öffnung des Verlags hin zur internationalen Literatur verantwortlich.[1] Persönlich befreundet war er etwa mit den Hanser-Autoren Elias Canetti, Alfred Grosser und Horst Bienek.[2]

Literatur

  • Carl Hanser, Christoph Schlotterer. Ein Gedenkbuch, München 1987.
  • Jürgen Kolbe, Passionen für das Buch. Zum Tode des Verlegers Christoph Schlotterer, in: Süddeutsche Zeitung vom 28. April 1986.
  • Friedrich Pfäfflin: Christoph Schlotterer. Zum Tode des Verlegers, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26. April 1986.
  • Reinhard Wittmann, Der Carl–Hanser–Verlag 1928–2003. Eine Verlagsgeschichte, München 2005.

Einzelnachweise

  1. Ich bin gegen schlechte Bestseller. Michael Krüger im Gespräch über Bücher, Leser und 75 Jahre Hanser, in. Die Welt vom 6. September 2003.
  2. Vgl. etwa Horst Bienek, Es gibt nur die Kunst, die Liebe und den Tod. Dazwischen gibt es nichts. Die Tagebücher 1951–1990, München 2024, Einträge vom 25. und 26. April 1986; Alfred Grosser, Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz, Reinbek 2011, S. 31.