Christoph Friedrich Gayler
Christoph Friedrich Gayler (* 30. November 1780 in Reutlingen; † 25. Oktober 1849 in Reutlingen) war ein deutscher evangelischer Geistlicher, Pädagoge und Stadthistoriker.[1]
Leben und Wirken
Christoph Friedrich Gayler studierte Evangelische Theologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen und legte 1803 in Heilbronn seine erste kirchliche Dienstprüfung ab. Von 1804 bis 1808 folgte in Reutlingen seine Dienstzeit als Vikar der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Von 1809 bis 1811 setzte er an der Universität Tübingen seit Studium fort und zwar in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften. Im Jahre 1810 begann seine Tätigkeit als Lehrer an der neugegründeten Realschule in Reutlingen, zugleich wurde er als Stadtvikar eingesetzt. Außerdem wurde er Konrektor der Lateinschule, seit 1822 Rektor. 1830 erhielt er vom württembergischen König den Titel eines Gymnasialprofessors, zuletzt war er Stadtpfarrer in Reutlingen.
Neben einigen dichterischen Arbeiten veröffentlichte Gayler einige Werke zur Reutlinger Stadtgeschichte und schulpädagogische Schriften.
Zu seinen bekanntesten Schülern an der Lateinschule gehörte von 1817 bis 1820 der Dichter Wilhelm Waiblinger. Sein Vetter war der Schriftsteller und Pädagoge Jacob Eberhard Gailer.
Veröffentlichungen
- Die deutsche Deklination mit besonderer Rücksicht auf den schwäbischen Dialekt. Kurtz, Reutlingen 1835.
- Particularum Graeci sermonis negativarum. Osiander, Tübingen/Leipig 1836 (Volltext).
- Historische Denkwürdigkeiten der uralten Reichsveste Achalm. Mit besonderer Rücksicht auf die Urgeschichte der Umgebungen derselben. Nebst zwei Zugaben, einer historischen Darstellung des hiesigen Bades, und der alten Sitte, warm zu baden. Historische Notizen über Lichtenstein, und einer Beschreibung der Nebelhöhle. Enßlin u. Laiblin, Reutlingen 1840 (Volltext).
- Historische Denkwürdigkeiten der ehemaligen freien Reichsstadt, itzt Königlich Würtembergischen Kreisstadt, Reutlingen, vom Ursprung an bis zu Ende der Reformation 1577, großentheils aus Akten und Manuscripten gezogen. Kurtz, Reutlingen 1840 (722 Seiten) (Volltext).
- Historische Denkwürdigkeiten der ehemaligen freien Reichsstadt, itzt Königlich Würtembergischen Kreisstadt, Reutlingen, vom dritten Viertel des 16ten bis gegen die Mitte des 18ten Jahrhunderts. Nebst einem Anhang von 1789 bis 1803. Fleischhauer u. Spohn, Reutlingen 1845 (346 Seiten) (Volltext).
- Anleitung zu einer sichern und leichten Kenntniss des Geschlechts der französischen Hauptwörter. Reutlingen 1846.
Einzelnachweise
- ↑ Brigitte Gayler/Heidi Stelzer: Die Gayler in Reutlingen. Drei Vettern im 19. Jahrhundert. In: Reutlinger Geschichtsblätter, N.F., Bd. 46 (2007), S. 161–246 (hier: Christoph Friedrich Gayler, S. 163–179, mit allen biografischen Daten).