Christoph Friedrich Anschütz
Christoph Friedrich Anschütz (* 1647 in Nürnberg; † 1727) war ein deutscher Komponist, Geiger und Kapellmeister.
Leben
Anschütz war vor 1680 am Hof in Stuttgart angestellt worden. Der Würtemberger Herzog sandte danach ein Empfehlungsschreiben für ihn an den Herzog Christian von Sachsen-Eisenberg. In Eisenberg wurde er um 1681 als Vizekapellmeister bestallt. Im selben Jahr ist dort seine Oper Discorsi d'amore di guerra nachweisbar. Am 2. Juni 1683 wechselte Anschütz an den Ansbacher Hof und es wurde in seiner Bestallungsurkunde angeordnet, dass er jährlichen 2 personen á la francoise im geigen informiren sollte.[1] 1685 wurde er als Kapellmeister in Durlach tätig. Im Jahr 1686 wurde seine Oper Cleopatra in Darmstadt aufgeführt, die wahrscheinlich vorher schon in Durlach gezeigt wurde. Ab 1693 war er als Organist und Komponist in Rothenburg ob der Tauber tätig, wo er wahrscheinlich 1727 auch starb.
Werk
- Discorsi d'amore di guerra. (Oper, Eisenberg 1681)
- Cleopatra. (Oper, Darmstadt 1686)
- Werthes Rotenburg beweine. (Trauer-Aria) Voice, 2 violette and bc (welche nach hintritt Herrn Sebastian Kirchmajers schrieb M. Johann Balthasar Beyschlag pub Noah von Millenau), Rothenburg ob der Tauber 1701.
Literatur
- Günther Schmidt: Die Musik am Hofe der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach: vom ausgehenden Mittelalter bis 1806. Bärenreiter, Kassel 1956, S. 62.
- Renate Brockpähler: Handbuch zur Geschichte der Barockoper in Deutschland. Lechte, Emsdetten 1964.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Kai Köpp: Johann Georg Pisendel (1687-1755) und die Anfänge der neuzeitlichen Orchesterleitung. Schneider, Tutzing 2005, S. 51.