Christine Egerszegi-Obrist

Christine Egerszegi-Obrist (* 29. Mai 1948 in Baden; heimatberechtigt in Baden, Riniken, Ehrenbürgerrecht von Mellingen AG[1]) ist eine Schweizer Politikerin (FDP). Sie war Ständerätin sowie Nationalrätin. Im Amtsjahr 2006/07 war sie Nationalratspräsidentin.

Leben

Christine Egerszegi war von 1990 bis 1998 Stadträtin (Exekutive) von Mellingen, zuständig für die Ressorts Bildung, Sozialwesen, Gesundheit, öffentlicher Verkehr und Regionalplanungsgruppen.[1] Sie gehörte von 1989 bis 1995 dem Grossen Rat des Aargaus an.

Bei den Wahlen 1995 wurde sie in den Nationalrat gewählt, den sie 2006/2007 präsidierte.[2] Von 1995 bis 2007 war sie Mitglied in der Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit, von 2001 bis 2007 war sie Präsidentin der Subkommission «BVG» und Mitglied der Kommission NFA.[1] Bei den Wahlen vom 21. Oktober 2007 wurde sie zur ersten Ständerätin des Kantons Aargau gewählt.[3] Sie war dort Mitglied in mehreren Kommissionen. 2015 trat sie aus dem Ständerat zurück.

Egerszegi war Präsidentin des Initiativkomitees für die eidgenössische Volksinitiative «jugend + musik».[4] Das Initiativkomitee mit Präsidentin Egerszegi wurde mit dem Johanna Dürmüller-Bol Young Classics Award 2012 geehrt.[5]

Seit Anfang 2016 ist sie Präsidentin der Eidg. BVG-Kommission. Sie hat mehrere Mandate inne und ist in Stiftungen und Vereinen aktiv.[1] Sie erhielt 2018 den Altersvorsorge-Award in Wien für die Verdienste um die Zukunftssicherung der Altersvorsorge in der Schweiz.[6]

Egerszegi ist verwitwet und hat zwei Kinder.[7]

Commons: Christine Egerszegi-Obrist – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d Lebenslauf auf eigener Website, abgerufen am 22. November 2025.
  2. Egerszegi präsidiert Nationalrat. In: Neue Zürcher Zeitung. 4. Dezember 2006.
  3. Erstmals ein Grüner im Ständerat. In: SWI swissinfo.ch. 21. Oktober 2007
  4. Organisation der IG jugend und musik (Memento vom 14. März 2014 im Internet Archive). Website der IG «jugend + musik».
  5. «jugend+musik»: Initiativkomitee mit Preis geehrt. In: Schweizer Musikzeitung. 2. März 2013, abgerufen am 24. November 2017 (Archiv).
  6. Portrait auf eigener Website, abgerufen am 22. November 2025.
  7. Barbara Rüfenacht: Weise, aber noch lange nicht leise (Memento vom 3. März 2016 im Internet Archive). In: Der Sonntag. 7. November 2010 (PDF; 2,7 MB).