Christiansreuth (Hof)

Christiansreuth
Gemeindeteil von Hof
Koordinaten 50° 17′ 54″ N, 11° 54′ 25″ O
Höhe 527 m ü. NHN
Postleitzahl 95032
Vorwahl 09281
Statistische Kategorie Süd

Christiansreuth ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet der kreisfreien Stadt Hof (Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern). Demungachtet ist Christiansreuth bis heute ein Gemeindeteil von Hof.[1] Christiansreuth lag in der Gemarkung Moschendorf.[2]

Geografie

Die Einöde war in der Hofer Ortsstraße „Hermann-Löns-Straße“ aufgegangen, die im Stadtteil Moschendorf liegt. Mittlerweile ist das Anwesen Nummer 6 abgerissen.[3]

Geschichte

Christiansreuth wurde 1820 auf dem Gemeindegebiet von Moschendorf errichtet. Am 1. April 1906 wurde Christiansreuth nach Hof eingemeindet.[4]

Ehemaliges Baudenkmal

  • Hermann-Löns-Straße 6: Ehemaliges Herrschaftsgut. Erbaut 1820 auf ehemals landesherrschaftlichen Domänengut. Zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit neunachsiger Schauseite. Dreigeschossiger Mittelrisalit von drei Achsen mit flachem Dreiecksgiebel; im dritten Geschoss Dreiergruppe stichbogiger Fenster. Zahnfries aus übereck gestellten Ziegeln. Walmdach. – Plotho v. Beulwitz bezeichnet „1713“. Osttrakt: Zweigeschossig mit Halbwalmdach. Zwei zu fünf Obergeschossfenster. Östlich rundbogiges Stalltor mit gefelderter Granitrahmung und Schlussstein. – Innen: Im Mittelbau Südzimmer des ersten Obergeschosses mit Bretterdecke auf Unterzug; ab erstem Obergeschoss hölzerne Wendeltreppe. Keller tonnengewölbt. Keller des Westtraktes mit Kreuzgewölbe auf rundbogigen Gurten. Im Osttrakt erdgeschossig Stallräume mit Kreuzgewölben auf schlanken vierseitigen Pfeilern. Darüber ein Obergeschossraum mit schlicht gefelderter Stuckdecke.[5]

Einwohnerentwicklung

Jahr 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987
Einwohner 5 9 7 7 7  *  *    
Häuser[6] 1 2 1  *  *  
Quelle [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15]
* 
Keine Angaben zur Zahl der Einwohner und Wohngebäude.
 
Ort wird zu Hof gerechnet

Religion

Christiansreuth war evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Michaelis (Hof) gepfarrt.[13]

Literatur

Fußnoten

  1. Stadt Hof, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 18. Oktober 2025.
  2. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Oktober 2025.
  3. Parzellarkarte. LDBV, abgerufen am 18. Oktober 2025.
  4. Hof > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 18. Oktober 2025.
  5. A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Hof, S. 29. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt abgerissen.
  6. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  7. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 882, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  8. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1055, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  9. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 999 (Digitalisat).
  10. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1049 (Digitalisat).
  11. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1005 (Digitalisat).
  12. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 867 (Digitalisat).
  13. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 639 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 145 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 287 (Digitalisat).