Christian Schmidt-Knatz

Christian Schmidt-Knatz (* 1844; † 6. April 1891) war ein deutscher Architekt und Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau.

Leben

Christian Schmidt war de Sohn des gleichnamigen Rotgerbermeisters und Politikers in der Freien Stadt Frankfurt Christian Schmidt (* 21. November 1801 in Frankfurt am Main; † 19. November 1858 ebenda) und dessen Ehefrau Anna Regina Günther (* 30. März 1801 in Kaufbeuren; † 1. Dezember 1853 in Frankfurt am Main). Er heiratete am 14. August 1872 in Frankfurt am Main Christine Regine Sibylla Knatz (* 14. Februar 1848 in Frankfurt am Main; † 29. November 1914 ebenda). Nach der Hochzeit trat er als Schmidt-Knatz auf. Der gemeinsame Sohn Friedrich Albert Schmidt-Knatz (* 29. April 1873 in Frankfurt am Main; † 23. Februar 1950 ebenda) wurde Justizrat, Bankdirektor und Mitglied der Bekennenden Kirche.

Bevor Christian Schmidt-Knatz im Jahre 1878 eine eigene Firma gründete, war er als Architekt und Bauunternehmer an dem Frankfurter Baugeschäft „Proesler und Schmidt“ beteiligt. Er war kommunalpolitisch engagiert, von 1881 bis 1891 Mitglied der demokratischen Fraktion der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung und Gründungsmitglied des Demokratischen Vereins. 1886 übernahm er das Amt des Vorsitzenden der städtischen Hochbaukommission. In dieser Funktion war er an der Planung und Durchführung der Errichtung des Merianbads beteiligt[1]. Von 1886 bis 1890 hatte er ein Mandat für den Nassauischen Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirks Wiesbaden bzw. für den Provinziallandtag der Provinz Hessen-Nassau, wo er als Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei stellvertretendes Mitglied des Provinzialausschusses war. Konrad Steinbrinck war sein Nachfolger im Amt.

Sein Sohn Friedrich war Justizrat und Kirchenpolitiker und Vater des Franz Ludwig Schmidt-Knatz.

Öffentliche Ämter

  • Vorsitzender der Frankfurter Ortskrankenkasse

Literatur

  • Cornelia Rösner: Nassauische Parlamentarier; ein biographisches Handbuch: Der Landtag des Herzogtums Nassau 1818–1866, Wiesbaden 1997
  • Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6

Einzelnachweise

  1. Gesundheits-Ingenieur. R. Oldenbourg, München u. Leipzig 1889 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).