Christian Schaller (Fußballspieler)

Gilli Schaller
Personalia
Geburtstag 26. Mai 1985
Geburtsort Krems an der DonauÖsterreich
Größe 187 cm
Position Abwehrspieler (Innenverteidiger)
Junioren
Jahre Station
1993–200? SV Haitzendorf
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2001–2004 SV Haitzendorf
2004–2006 Kremser SC II
2004–2006 Kremser SC 9 0(0)
2006–2007 SV Zwentendorf
2007–2010 SKN St. Pölten II [1]mind. 27 0(4)
2009–2010 SKN St. Pölten 28 0(3)
2010 SV Absdorf 13 0(0)
2011–2023 SV Haitzendorf 260 (16)
2023–2024 SV Absdorf 23 0(4)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2009 SKN St. Pölten (Jugend; Co-Tr.)
2013 SV Haitzendorf (Jugend)
2024– SV Absdorf (Jugend)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Christian „Gilli“ Schaller (* 26. Mai 1985 in Krems an der Donau) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler.

Spielerkarriere

Über Haitzendorf und Krems nach Zwentendorf

Christian Schaller wurde am 26. Mai 1985 in Krems an der Donau geboren und wuchs im nahegelegenen Haitzendorf auf. Kurz vor der Vollendung seines achten Lebensjahres trat er dem SV Haitzendorf bei und begann dort auf Vereinsebene mit dem Fußballspielen. Nachdem er sämtliche Nachwuchsspielklassen durchlaufen hatte, kam er ab 2001 zu ersten Einsätzen in der Herrenmannschaft des Klubs mit Spielbetrieb in der fünftklassigen 2. Landesliga West. In seiner ersten Spielzeit erreichte die Mannschaft in einer teils dicht gestaffelten Endtabelle den fünften Platz,[2] ehe Haitzendorf in der Saison 2002/03 die Liga gewann und in die viertklassige Niederösterreichische Landesliga aufstieg.[3] In der nachfolgenden Saison 2003/04 gelang der Mannschaft beinahe der Durchmarsch in die Regionalliga.[4] Am Ende fehlten nur wenige Punkte zum Aufstieg, sodass Haitzendorf hinter dem SV Würmla Vizemeister wurde.[4] Erfolgreicher verlief es für Schaller und sein Team jedoch im Niederösterreichischen Fußballpokal, den das Team in der Spielzeit 2003/04 nach einem 2:1-Finalsieg über SV Stockerau gewann und sich dadurch für die Teilnahme am ÖFB-Cup 2004/05 qualifizierte.

Danach schloss er sich dem in der drittklassigen Regionalliga Ost spielenden Kremser SC an. Bei diesem kam er zumeist nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz und brachte es nur selten zu Einsätzen in der Regionalliga. Sein Regionalligadebüt gab er am 1. Oktober 2004 bei einem 2:0-Heimsieg über den FC Waidhofen/Ybbs und kam sonst meist nur zu Kurzeinsätzen. Nach acht Einsätzen und einem neunten Platz in der Saison 2004/05 absolvierte Schaller in der nachfolgenden Spielzeit nur noch einen Kurzeinsatz in der Regionalliga, schloss mit dem Team auf dem zehnten Rang ab und verbrachte die restliche Zeit in der Zweiermannschaft. Nach zwei Jahren in seiner Geburtsstadt wechselte Schaller einige Kilometer flussabwärts zum SV Zwentendorf in die fünftklassige 2. Landesliga West und schloss die Saison 2006/07 mit dem Klub auf Rang 9 ab.[5]

Profieinsätze in St. Pölten

Im Anschluss wechselte Schaller im Sommer 2007 zur zweiten Mannschaft des SKN St. Pölten, die zu diesem Zeitpunkt in der 1. Klasse West/Mitte, der siebenten Spielstufe, vertreten war. Mit der Mannschaft gewann er noch in der ersten Spielzeit die Meisterschaft,[6] übersprang in weiterer Folge die Gebietsliga West und stieg ab der Saison 2008/09 direkt in der 2. Landesliga West ein. Ebenfalls 2007/08 stieg die erste Mannschaft des Klubs, für die Schaller jedoch noch zu keinen Pflichtspieleinsätzen gekommen war, in die zweitklassige Erste Liga und damit den Profifußball auf.[6] Anfangs noch ausschließlich für die Mannschaft in der 2. Landesliga West aktiv, debütierte der Defensivakteur am 17. März 2009 bei einem 1:0-Heimsieg über den SC Austria Lustenau in der ersten Mannschaft, als er von Trainer Martin Scherb in der 88. Spielminute für den gleichaltrigen Michael Wojtanowicz eingewechselt wurde. Nach diesem Einsatz stieg der gebürtige Kremser zum Stammspieler auf und verpasste bis auf das letzte Saisonspiel kein Zweitligaspiel mehr. Während er mit den Profis bei elf Ligaeinsätzen drei Tore erzielte und den fünften Tabellenrang erreichte, gewann er mit den Amateuren bei 14 Einsätzen und drei Treffern überlegen die Fünftklassigkeit und stieg in die Niederösterreichische Landesliga auf.[7]

Ein ähnliches Bild zeichnete sich in der Saison 2009/10 ab, als Schaller zunächst in der Amateurmannschaft berücksichtigt wurde und nach einem Kurzeinsatz bei den Profis von September 2009 bis zur Winterpause zur Stammkraft in der Defensive avancierte. Teilweise auch aufgrund des insbesondere auf seiner angestammten Position dicht besetzten Kaders kam er im Frühjahr nur noch zu vereinzelten Einsätzen im Profikader und musste sich vorwiegend mit Auftritten in der Landesliga begnügen. Am Saisonende hatte er 17 Zweitligaspiele absolviert und rangierte mit der Mannschaft im Endklassement auf Rang 4, während er für das Landesligateam 13 Einsätze und einen Treffer verzeichnete und dieses die Saison auf dem sechsten Platz abschloss.[8] Wie bereits sechs Jahre zuvor mit Haitzendorf gewann Schaller in der Spielzeit 2009/10 auch mit der zweiten Mannschaft der St. Pöltener den Niederösterreichischen Fußballpokal und qualifizierte sich dadurch für den Österreichischen Fußball-Cup 2010/11.

Über Absdorf heim nach Haitzendorf

An dieser Teilnahme war Schaller jedoch nicht mehr beteiligt, sondern wechselte im Sommer 2010 nach Absdorf zum dort angesiedelten SV Absdorf, bei dem er es bis zur nachfolgenden Winterpause auf 13 Meisterschaftseinsätze in der 2. Landesliga Ost brachte. Danach kehrte er in seine rund 20 Kilometer entfernte Heimatgemeinde Haitzendorf zurück,[9] wo er in den folgenden 13 Spielzeiten als Stammspieler und Mannschaftskapitän fungierte. Nach einigen Jahren im Tabellenmittelfeld schaffte er mit der Mannschaft nach einem dritten Platz in der Saison 2013/14[10] in der nachfolgenden Spielzeit 2014/15 den Meistertitel und damit den Aufstieg in die niederösterreichische Landesliga.[11] Dort konnte sich die Mannschaft jedoch nicht etablieren, woran auch ein Trainerwechsel – auf Martin Parb folgte Andreas Klein – nichts änderte. Sportlich auf dem letzten Tabellenplatz rangierend profitierte der SV Haitzendorf von der Mannschaftsrückziehung des ATSV Ober-Grafendorf, der dadurch auf den letzten Platz rückgereiht wurde und sich in weiterer Folge auflöste.[12] Nach einem Platz im Tabellenmittelfeld in der Saison 2016/17[13] erfolgte in der darauffolgenden Spielzeit der Abstieg in die Fünftklassigkeit.[14] Unter Schallers Beteiligung schaffte Haitzendorf 2018/19 fast den direkten Wiederaufstieg, scheiterte jedoch am Ende am ASV Schrems und wurde hinter diesem Vizemeister.[15]

Im Laufe der COVID-19-Pandemie, während der die beiden Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 nicht zu Ende gespielt werden konnten,[16][17] war Schaller weiterhin für seinen Heimatklub im Einsatz. Eine Seitenbandruptur im Jahr 2019 hatte zur Folge, dass er mehrere Partien verpasste.[18] In diese Zeit fiel auch Schallers Wahl zum „Spieler des Jahrzehnts“ des SV Haitzendorf.[18] In beiden abgebrochenen Spielzeiten spielte Schaller mit dem SV Haitzendorf um den Aufstieg und die Rückkehr in die niederösterreichische Landesliga,[16][17] die in der ersten regulären Saison nach der Pandemie gelang.[19] Der Kapitän, der aus privaten Gründen kurz vor dem Karriereende stand,[20] kam in 15 Meisterschaftsspielen seiner Mannschaft zum Einsatz. Nach dem Aufstieg in die Viertklassigkeit hängte der Routinier noch eine weitere Saison an, kam dabei erneut in 15 Ligaspielen zum Einsatz und verließ nach 13 durchgehenden Spielzeiten beim Verein im Sommer 2023 den SV Haitzendorf.[21]

Danach absolvierte er noch eine Spielzeit beim SV Absdorf, der mittlerweile in der 2. Landesliga West spielte. Dabei kam er in 23 Meisterschaftseinsätzen auf vier Treffer, erreichte mit der Mannschaft den fünften Platz im Endklassement[22] und beendete in weiterer Folge im Alter von 39 Jahren seine Karriere als Aktiver.

Trainer- und Funktionärskarriere

Bereits während seiner Zeit beim SKN St. Pölten war Schaller, der in Anlehnung an den früheren österreichischen Tennisspieler Gilbert Schaller den Spitznamen „Gilli“ trägt, als Co-Trainer im Nachwuchsbereich des Vereins tätig. Im Jahr 2013 betätigte er sich kurzzeitig auch im Nachwuchs des SV Haitzendorf als Trainer und gelangte im selben Jahr in den Besitz der ÖFB-D-Trainerlizenz. Dieser folgte im Juni 2015 die UEFA-C-Lizenz sowie im September 2021 die UEFA-B-Lizenz. Seit dem Sommer 2024 ist Schaller beim SV Absdorf als Jugendtrainer tätig und übernahm etwa ein Jahr später die Nachwuchskoordination bei der im Jahr 2022 gegründeten Nachwuchsspielgemeinschaft (NSG) Absdorf Neuaigen.

Erfolge

mit dem SV Haitzendorf
mit dem SKN St. Pölten II
  • Meister der 1. Klasse West/Mitte, Überspringung der Gebietsliga West und Aufstieg in die 2. Landesliga West: 2007/08
  • Meister der 2. Landesliga West und Aufstieg in die Niederösterreichische Landesliga: 2008/09
  • Sieger des Niederösterreichischen Fußballpokals: 2009/10

Karriere abseits des Fußballs

Hauptberuflich ist Christian Schaller, der die Bundeshandelsakademie Krems absolvierte, bei der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) beschäftigt.

Fußnoten und Einzelnachweise

  1. Einsatzdaten von der Saison 2007/08 fehlen
  2. Tabelle Saison 2001/02, abgerufen am 10. Jänner 2026
  3. Tabelle Saison 2002/03, abgerufen am 10. Jänner 2026
  4. a b Tabelle Saison 2003/04, abgerufen am 10. Jänner 2026
  5. Tabelle Saison 2006/07, abgerufen am 10. Jänner 2026
  6. a b Tabelle Saison 2007/08, abgerufen am 10. Jänner 2026
  7. Tabelle Saison 2008/09, abgerufen am 10. Jänner 2026
  8. Tabelle Saison 2009/10, abgerufen am 10. Jänner 2026
  9. Auf „Umwegen“ zum neuen Spielmacher, abgerufen am 10. Jänner 2026
  10. Tabelle Saison 2013/14, abgerufen am 10. Jänner 2026
  11. Tabelle Saison 2014/15, abgerufen am 10. Jänner 2026
  12. Tabelle Saison 2015/16, abgerufen am 10. Jänner 2026
  13. Tabelle Saison 2016/17, abgerufen am 10. Jänner 2026
  14. Tabelle Saison 2017/18, abgerufen am 10. Jänner 2026
  15. Tabelle Saison 2018/19, abgerufen am 10. Jänner 2026
  16. a b Tabelle Saison 2019/20, abgerufen am 10. Jänner 2026
  17. a b Tabelle Saison 2020/21, abgerufen am 10. Jänner 2026
  18. a b Christian Schaller ist Spieler des Jahrzehnts, abgerufen am 10. Jänner 2026
  19. Tabelle Saison 2021/22, abgerufen am 10. Jänner 2026
  20. Haitzendorf verliert einen „Giganten“, abgerufen am 10. Jänner 2026
  21. Ären enden: Fast 40 Jahre Haitzendorf, abgerufen am 10. Jänner 2026
  22. Tabelle Saison 2023/24, abgerufen am 10. Jänner 2026