Christian Schütz (Admiral)
Christian Schütz (* 17. April 1861 in Wismar; † 9. Juli 1915 in Kiel) war ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Vizeadmiral im Ersten Weltkrieg.
Leben
Christian Schütz trat im April 1881 in die Kaiserliche Marine ein. Als Kapitänleutnant war er Mitte 1900 Admiralstabsoffizier im I. Geschwader und zugleich mit der Vertretung des Chefs des Stabes des I. Geschwaders beauftragt.[1] Als Korvettenkapitän wurde er Mitte 1901 Chef des Stabes des II. Geschwaders.[2] Im Oktober 1903 war er kurz Kommandant der Niobe und übernahm im selben Monat bis zur zwischenzeitlichen Außerdienststellung am 23. September 1904 für das Herbstmanöver die Hildebrand.[3] Von Oktober 1907 bis September 1909 war er Kommandant der Preußen. Als Anfang Oktober 1909 das Großlinienschiff Nassau in Dienst gestellt wurde, übernahm Schütz das Kommando über das Schiff. Im September 1910 gab er das Kommando ab.
Als Konteradmiral war er von 1910 bis 1912 Chef der Zentralabteilung im Reichsmarineamt. Bis September 1913 war er Chef des Stabes der Hochseeflotte. Zum 1. Oktober 1913 wurde die V. Division zum III. Geschwader, einem Geschwader mit den modernsten Linienschiffen, vergrößert und unter das Kommando von Konteradmiral Ehrhard Schmidt gestellt. Bereits am 1. November 1913 wurde Schütz mit der Führung des III. Geschwaders beauftragt, erkrankte im Februar 1914 schwer und wurde daher am 1. März 1914 beurlaubt. Die Stelle als Geschwaderchef wurde aber weiterhin für ihn vorgesehen, sodass Konteradmiral Felix Funke zunächst mit der Wahrnehmung der Führung beauftragt wurde. Als dann feststand, dass Schütz das Kommando nicht mehr wieder antreten konnte, wurde Funke regulär Geschwaderführer.[4]
Zum Aufbruch des Ersten Weltkriegs war er immer noch nicht wieder bordverwendungsfähig, sodass er, ab 27. Januar 1915 mit dem Charakter als Vizeadmiral ausgezeichnet, Kommandant von Kiel wurde. Am 16. September 1914 musste er sich aber dienstunfähig melden und wurde am 16. April 1915 zur Disposition gestellt. Am 9. Juli desselben Jahres verstarb Schütz.
Literatur
- Marine-Offizier-Verband (Hrsg.), Albert Stoelzel: Ehrenrangliste der Kaiserlich Deutschen Marine. 1914–18. Thormann & Goetsch, Berlin 1930, S. 120.
- Kurzlebenslauf in Hans H. Hildebrand: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien: ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart. Band 2. Koehler, 1980, ISBN 3-7822-0210-4, S. 116.
Einzelnachweise
- ↑ Hans H. Hildebrand: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien: ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart. Band 3. Koehler, 1981, ISBN 3-7822-0211-2, S. 134.
- ↑ Hans H. Hildebrand: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien: ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart. Band 3. Koehler, 1981, ISBN 3-7822-0211-2, S. 136.
- ↑ Hans H. Hildebrand: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien: ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart. Band 3. Koehler, 1981, ISBN 3-7822-0211-2, S. 82.
- ↑ Hans H. Hildebrand: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien: ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart. Band 2. Koehler, 1980, ISBN 3-7822-0210-4, S. 107.