Christian Karl Reinhard (Leiningen-Dagsburg-Falkenburg)

Christian Carl Reinhard von Leiningen-Dagsburg (* 7. Juli 1695 auf Schloss Broich; † 17. November 1766 in Heidesheim) war deutscher Adliger.

Zeitgenössisch (1726) war die volle Titulatur Hochgebohrner Graf und Herr, Herr Christian Carl Reinhard, Graf zu Leiningen und Dagsburg, Herr zu Aspremont, Oberstein, Bruch, Bürgel und Reipoltskirchen, [et]c.[1]

Abstammung

Christian Carl Reinhard war ein Sohn des Grafen Johann Karl August von Leiningen-Dagsburg (1662–1698) und dessen Ehefrau Gräfin Johanna Magdalena von Hanau-Lichtenberg (1660–1715).

Leben

Nach dem frühen Tod des Vaters wurde Christians Vormund, der gräfliche Rat und Kommissar Johann Arnold Kielmann, am 1. Juni 1701 von Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz mit der Herrschaft Broich belehnt. Seine Familie verließ jedoch schon bald wegen des drohenden Spanischen Erbfolgekriegs Schloss Broich. Er residierte dann auf Schloss Heidesheim bei Worms. In der zugehörigen Schlosskirche Mühlheim an der Eis stiftete er die noch erhaltene Orgel.[2] Es wird berichtet, der Kaiser habe ihn in den Fürstenstand erheben wollen, was Christian Carl Reinhard mit der Begründung ausschlug, er wolle lieber der erste Graf im Reich sein, als der letzte Fürst.[3]

Ehe und Nachkommen

Graf Reinhard heiratete am 27. November 1726 in Mettenheim Gräfin Katharina Polyxena von Solms-Rödelheim (* 30. Januar 1702; † 29. März 1765), eine Tochter des Grafen Georg Ludwig zu Solms-Rödelheim, und hatte mit ihr folgende Kinder:

⚭ 16. März 1748 Prinz Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt (* 11. Juli 1722; † 21. Juni 1782)
  • Polyxene Wilhelmine (* 8. August 1730 auf Schloss Heidesheim; † 21. März 1800)
⚭ 27. März 1752 Graf Emich Ludwig von Leiningen (* 22. Dezember 1709; † 23. September 1766)
  • Sofie Charlotte (* 28. Oktober 1731 auf Schloss Heidesheim; † 20. Januar 1781)
  • Alexandrine (* 25. November 1732 in Frankfurt am Main; † 4. Oktober 1809)
⚭ 25. Oktober 1770 in Frankfurt am Main Graf Heinrich XI. Reuß zu Greiz (* 18. März 1722; † 28. Juni 1800)
⚭ 16. April 1760 Fürst Karl Wilhelm von Nassau-Usingen (* 9. November 1735; † 17. Mai 1803)

Nachkommen in den Monarchien in Europa

Im Zweig der Töchter Karoline Felicitas von Nassau-Usingen, Marie Luise Albertine von Hessen-Darmstadt und der Enkeltöchter Friederike Caroline Luise, Auguste Wilhelmine und Luise Henriette Karoline von Hessen-Darmstadt sind alle aktuellen und vergangenen Monarchien in Europa hervorgegangen.

Diese sitzen auf dem Königsthron im Vereinigten Königreich, in den Niederlanden, in Schweden, in Spanien, in Belgien, in Dänemark und in Norwegen.

Ihre Nachkommen saßen auf dem Kaiserthron im Deutschen Reich, im Kaisertum Österreich, im Russischen Zarenreich und im Kaiserreich Brasilien.

Sie saßen auf dem Königsthron im Königreich Preußen, im Königreich Bayern, im Königreich Württemberg, im Königreich Hannover, bis zum Ende der Monarchie 1973 im Königreich Griechenland, im Königreich Island und im Königreich Rumänien.

Siehe auch

Commons: Christian Karl Reinhard – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Heidelberger historische Bestände – digital: Christian Karl Reinhard, Leiningen-Dagsburg-Falkenburg, Graf (Bearbeiter); Katharina Polyxena, Leiningen-Dagsburg-Falkenburg, Gräfin (Bearbeiterin), Grünstatt 1726. (Abgerufen am 21. Dezember 2025.)
  2. Webseite zur Mühlheimer Orgel (Memento vom 2. Dezember 2016 im Internet Archive)
  3. Hermann Adam von Kamp: Das Schloß u. die Herrschaft Broich. Band 1, 1852, S. 229 (books.google.de).
VorgängerAmtNachfolger
Johann Karl August von Leiningen-DagsburgHerr zu Broich
1698–1766
Maria Luise Albertine von Leiningen‑Dagsburg‑Falkenburg