Christian Gottlob Atenstädt

Christian Gottlob Atenstädt (* 13. Februar 1782 in Oschatz; † 30. Mai 1860 in Meißen) war ein Mitglied des Sächsischen Landtages und Kreisamtmann.

Leben und Wirken

Er war der Sohn des Apothekers und Bürgermeisters der Stadt Oschatz, besuchte vom 17. Juni 1795 bis 31. März 1800 die kursächsische Landesschule Pforta und danach die Fürstenschule Grimma[1] und ging dann zum Studium an die Universität Leipzig. 1805 wurde er Advokat und 1808 Akziseinspektor in Mügeln und Mutschen. Am 1. Juni 1808 wurde er zum Akziseinspektor und Stadtschreiber in seiner Geburtsstadt Oschatz ernannt. 1834 übernahm er dort die Funktion des Stadtrichters. Mitglied der Zweiten Kammer der sächsischen Ständeversammlung war er 1833/34 und 1836/37. Am 1. Oktober 1839 wurde er zum Kreisamtmann in Meißen ernannt. 1852 schied er aus dem aktiven Dienst aus und setzte sich zur Ruhe. Nach seinem Tod hinterließ er in Meißen ein Vermächtnis, die Friedrich-August-Stiftung. Es handelte sich dabei um eine Versorgungsanstalt für alte, arme und würdige Personen, namentlich auch für ehrenhaft entlassene Invaliden der Königlich Sächsischen Armee.[2]

Auszeichnungen

  • 7. Juni 1816 Ritterkreuz des sächsischen Zivildienstordens
  • 20. Oktober 1849 Komtur des sächsischen Zivildienstordens

Literatur

  • Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Sachsen. 1975, S. 135.

Einzelnachweise

  1. Grimmenser-Stammbuch. 1900, S. 183.
  2. Erste Beilage zu Nr. 37 der Leipziger Zeitung vom 13. Februar 1866, S. 819.