Chorus (Jazz)

Mit Chorus wurde im Jazz zunächst, wie auch sonst im Englischen, der Refrain eines Songs bezeichnet. Der Chorus wird dabei vom sogenannten Verse, der Strophe des Songs unterschieden, der heute im Jazz häufig nicht vorgetragen bzw. gar nicht mehr geschrieben wird. Allgemeiner ist deshalb der Chorus im Jazz die dem thematischen Material eines Songs zugrundeliegende Form (Liedform, Blues-Schema), aus deren aneinanderreihender Wiederholung die Gesamtform des vorgetragenen Stückes resultiert. Oft umfasst der Chorus 32 Takte (bzw. beim Blues meist 12, gelegentlich 16 Takte). Er ist auch der Teil, über den improvisiert wird.

Ein Jazzmusiker improvisiert im Regelfall einen gesamten Chorus oder mehrere Chorusse. Die Redensart „einen Chorus spielen“ (oder soundso viele Chorusse spielen) bezeichnet also den Umfang der Improvisation eines Musikers innerhalb eines Stücks. Aufgeteilt zwischen den Musikern wird ein so genannter Chase Chorus.

Literatur