Chila Kumari Singh Burman

Chila Kumari Singh Burman MBE (* 1957 in Bootle) ist eine britische Künstlerin, deren multimediale Praxis – von Druckgrafik über Malerei und Film bis zu großformatigen Installationen – einen feministischen Blickwinkel auf Themen der Repräsentation und kulturellen Identität einnimmt.[1] Ihr Werk ist in bedeutenden öffentlichen Sammlungen vertreten.[2] Aufmerksamkeit erhielt sie 2020 mit Remembering a Brave New World an der Fassade des Tate Britain.[3]

Leben

Burman wurde 1957 im nordenglischen Bootle geboren.[2] Sie besuchte das Southport College of Art und studierte anschließend Bildende Kunst am Leeds Polytechnic.[2] Ihr Aufbaustudium schloss sie 1982 an der Slade School of Fine Art des University College London mit einem Master ab.[4]

Wirken

Burmans Praxis umfasst Druckgrafik, Malerei, Installation und Film und ist für eine radikal-feministische, popkulturell geschulte Bildsprache bekannt, die Repräsentation, Geschlecht und kulturelle Identität in den Blick nimmt.[1] Früh war sie der Black British Art der 1980er-Jahre verbunden, was sich in Ausstellungen und Ankäufen bedeutender Institutionen niederschlug.[2] Wiederkehrend arbeitet sie mit Neon und kaleidoskopischen Farben sowie Motiven aus hinduistischer Mythologie, Bollywood, kolonialen Geschichten und persönlichen Erinnerungen – darunter das Eiswagen-Motiv aus dem Geschäft ihres Vaters.[3][5] Mit Remembering a Brave New World überzog sie vom 14. November 2020 bis 31. Januar 2021 die klassizistische Fassade des Tate Britain mit leuchtenden Figuren, Schriftzügen und Collagen und verband die Eröffnung mit dem Diwali-Wochenende.[6][3] Sie hatte dabei den Anspruch, als südasiatischstämmige Liverpoolerin traditionelle und populäre Kultur neu zu mischen und das Museum in ein „Wow“ zu verwandeln.[7] Im Jahr 2021 folgte mit Do you see words in rainbows eine großformatige Neon-Übernahme der historischen Markthalle in Covent Garden in London.[8] Im selben Jahr widmete ihr die Grundy Art Gallery in Blackpool die Außeninstallation Blackpool Light of My Life, eine Liebeserklärung an die Stadt und ihre Lichtertradition.[9] Für ihre Verdienste um die Kunst wurde Burman 2022 in den Order of the British Empire aufgenommen.[10][1]

Commons: Chila Kumari Singh Burman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Chila Kumari Singh Burman MBE born 1957. In: Tate. Abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
  2. a b c d Chila Kumari Singh Burman. In: Government Art Collection. Abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
  3. a b c Winter Commission 2020: Chila Kumari Singh Burman – Remembering a Brave New World. In: Tate. Abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
  4. Chila Burman • Slade School of Fine Art. In: UCL Slade School of Fine Art. Abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
  5. Wrapped in Festive Neon, Tate Britain Marks Diwali. In: Hyperallergic. 16. November 2020, abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
  6. remembering a brave new world, Tate Britain Winter Commission: Chila Kumari Singh Burman. In: Tate Images. Abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
  7. ‘Blinged-up but razor-sharp’: Chila Kumari Singh Burman on her Diwali-inspired Tate Britain commission. In: The Art Newspaper. 16. November 2020, abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
  8. Do you see words in rainbows. In: Chila Burman. Abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
  9. CHILA KUMARI SINGH BURMAN: Blackpool Light of My Life. In: Grundy Art Gallery. Abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
  10. About me. In: Chila Burman. Abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).