Cesare Mariani
Cesare Mariani (* 13. Januar 1826 in Rom; † 21. Februar 1901 ebenda) war ein italienischer Maler, Zeichner und Wandmaler. Er zählte zu den bedeutendsten akademisch geprägten Künstlern des römischen Kunstlebens im 19. Jahrhundert und war vor allem für seine monumentalen religiösen und allegorischen Ausstattungen bekannt.[1]
Leben
Cesare Mariani wurde 1826 in Rom geboren. Bereits als Kind zeichnete er karikaturhafte Motive und Aquarelle mit Ansichten römischer Altertümer wie dem Kolosseum oder den Caracalla-Thermen. Auf Empfehlung der Adelsfamilie Giustiniani, für die sein Vater tätig war, trat er 1837 in die Accademia di San Luca in Rom ein. Dort war er zunächst Schüler von Giovanni Silvagni und vermutlich auch von Pietro Delicati. Zwischen 1842 und 1850 arbeitete er im Atelier von Tommaso Minardi.[1]
Ab 1850 stellte Cesare Mariani erfolgreich Genrebilder und kleine Veduten bei der Società Promotrice di Belle Arti in Rom aus. 1851 war er mit einem Gemälde auf der Weltausstellung in London vertreten. In den folgenden Jahren erhielt er auch Porträtaufträge, darunter 1855 das Bildnis des Kardinals Raffaele Fornari für dessen Grabmal in der Kirche Santa Maria sopra Minerva in Rom.[1]
Im Jahr 1863 heiratete er die Malerin und Keramikerin Virginia Mariani, geborene Barlocci. Nach deren Tod im Jahr 1898 zog er sich weitgehend aus dem öffentlichen Kunstleben zurück. Er starb 1901 in Rom.[1]
Literatur
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 8: Koort – Maekava. Paris, 2006.