Montagnola
| Montagnola | ||
|---|---|---|
| Staat: | Schweiz | |
| Kanton: | Tessin (TI) | |
| Bezirk: | Bezirk Lugano | |
| Kreis: | Kreis Paradiso | |
| Gemeinde: | Collina d’Oro | |
| Postleitzahl: | 6926 | |
| Koordinaten: | 714577 / 93363 | |
| Höhe: | 467 m ü. M. | |
| Fläche: | 3,14 km² | |
| Einwohner: | 2092 (31. Dezember 2000) | |
| Einwohnerdichte: | 666 Einw. pro km² | |
| Website: | www.collinadoro.com | |
| Karte | ||
Montagnola ist eine Ortschaft in der politischen Gemeinde Collina d’Oro. Sie zählt über 2100 Einwohner und liegt wenige Kilometer südwestlich der Stadt Lugano im schweizerischen Kanton Tessin. Sie besteht aus den Fraktionen Viglio, Orino, Arasio, Certenago, Poporino, Barca und Scairolo.
Geographie
Das Dorf liegt auf 467 m ü. M. (Ortszentrum) auf einer Anhöhe vier Kilometer südwestlich des Bahnhofs Lugano. Es bietet sich von dem ehemals kleinen Bergdorf aus ein weiter Blick auf den Luganersee. Das Dorf liegt zwischen dem steil aus dem Luganersee emporragenden Monte San Salvatore und dem kleinen See Lago di Muzzano auf dem sich dazwischen erstreckenden, flacheren, grün bewaldeten Höhenzug, der gleichfalls den Gemeindenamen trägt: Collina d’Oro (Goldhügel), oberhalb Luganos.
Geschichte
Das Dorf wurde 1226 als Montegnola erstmals erwähnt. Die Zusammenlegung der Klostergüter von Sant’Abbondio in Como führte 1535 vermutlich zur Einrichtung des Concilium Sancti Abundii, das neben Gentilino auch Montagnola mit den Fraktionen Viglio, Orino, Arasio, Certenago, Poporino, Barca und Scairolo umfasste. Ein Inventar des Comasker Klosters bezeugt das Vorhandensein einer Festung bei Arasio, vielleicht das Zentrum einer Kastlanei, die mit dem Concilium identisch war. Das Dorf gehört zur Pfarrei Sant’Abbondio von Gentilino.
Gemeindefusion
Bis zum 4. April 2004 war Montagnola eine eigenständige politische Gemeinde, wurde dann jedoch in einer Gemeindereform mit Agra und Gentilino zu der neuen Gemeinde Collina d’Oro zusammengefasst.
Bevölkerung
Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten[1][2]
Sehenswürdigkeiten
- Oratorium Santi Nazario e Celso[3]
- Casa Camuzzi und sein Park[3]
- Grundschule Collina d’Oro (1982/1984), Architekt: Livio Vacchini[3]
- Palazzo Gilardi, Architekt: Domenico Gilardi[3]
- Oratorium San Mattia, in Certenago, Architekt: Giacomo Alberti[3]
- Villa Berra, Architekt: Costantino Berra[3]
- Terrassenwohnhaus, Via Matorell 7–7b, Architekten: Mario Campi, Franco Pessina[3]
- Oratorium San Silvestro im Ortsteil Arasio.[3]
- Oratorium Sant’Antonio abate im Ortsteil Cadepiano.[3]
Verkehr
Montagnola ist über den öffentlichen Verkehr direkt mit der Stadt Lugano verbunden. Zentrale Achse ist die Autopostale-Linie 436 (Lugano – Sorengo – Montagnola – Agra), deren offizieller Fahrplan (Kanton Tessin) Montagnola mit mehreren Haltestellen (u. a. Il Maggio, Paese, Bellevue, Poporino) ausweist und regelmäßig Fahrten vom/zum Lugano Autosilo Balestra sowie via Stazione Via Sorengo anbietet.
Wirtschaft
Die lokale Wirtschaft ist geprägt von Bildung, Kultur, Dienstleistungen und kleingewerblichen Betrieben. In Montagnola befindet sich TASIS – The American School in Switzerland, eine international ausgerichtete Tages- und Internatsschule mit Campus Via Collina d’Oro 15, die als bedeutender lokaler Arbeitgeber auftritt (Lehr-, Verwaltungs- und Betriebspersonal) und eigene Shuttle-/Transportangebote für die Schulgemeinschaft unterhält.
Kulturell-touristische Impulse gehen vom Museum Hermann Hesse in der Torre Camuzzi aus, das Dauerausstellungen, Veranstaltungen und literarische Spaziergänge anbietet und damit Besucherströme in den Ort bringt.[4]
Für die ortsansässige Geschäftstätigkeit (Gewerbe, Gastgewerbe, Dienstleistungen) führt die Gemeindeverwaltung Collina d’Oro – mit Sitz in Montagnola – ein Ufficio attività economiche (Wirtschafts-/Gewerbeamt) als Anlaufstelle für Bewilligungen und Unternehmensanliegen.[5]
Kultur
- Museum Hermann Hesse[6]
Bilder
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Wohnhaus Camuzzi
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Casa Camuzzi
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Beim Hesse-Museum
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Hesse-Museum Eingang
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Im Hesse-Museum
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Grab von Hermann und Ninon Hesse
Persönlichkeiten
Literatur
- Bernardino Croci Maspoli: Montagnola. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 14. März 2023.
- Giuseppe Curonici, Ambrogio Pellegrini: Gunter Böhmer pittore. I primi anni a Montagnola 1933–1940. Edizioni Fondazione culturale Collina d’Oro, Montagnola 1990.
- Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 338–339.
- Simona Martinoli: Da Francoforte a Montagnola. La casa del filosofo. In: Arte+Architettura in Svizzera. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Jahr 2011, Nummer 2, Bern 2011.
- A. Mario Redaelli, Mario Agliati: Storia e storie della Collina d’Oro. Editori Gaggini-Bizzozero, Lugano 1977.
- Celestino Trezzini: Montagnola. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 5, Monopole – Neuenkirch. Attinger, Neuenburg 1929, S. 140 (Digitalisat).
Weblinks
- Webauftritt der Gemeinde Collina d’Oro
- Amt für Statistik des Kantons Tessin: Collina d’Oro
- Collina d’Oro-Montagnola: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin
- Hermann-Hesse-Museum in Montagnola
- Themenweg «Auf den Spuren von Hermann Hesse»
Einzelnachweise
- ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 19. April 2025.
- ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 19. April 2025 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
- ↑ a b c d e f g h i Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 338–339.
- ↑ Hermann Hesse Museum | ticino.ch. Archiviert vom am 9. August 2025; abgerufen am 7. November 2025 (englisch).
- ↑ Municipio - Comune di Collina d'Oro. Archiviert vom am 25. Mai 2025; abgerufen am 7. November 2025.
- ↑ Museum Hermann Hesse