Celtis-Gymnasium
| Celtis-Gymnasium | |
|---|---|
| Celtis-Gymnasium | |
| Schulform | Gymnasium |
| Schulnummer | 0287 |
| Gründung | 1632 |
| Ort | Schweinfurt |
| Land | Bayern |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 50° 2′ 50″ N, 10° 13′ 40″ O |
| Träger | Landkreis Schweinfurt |
| Schüler | 684 (Schuljahr 2024/25)[1] |
| Lehrkräfte | 59 (Schuljahr 2024/25)[1] |
| Leitung | Robert Jäger[2] |
| Website | www.celtis.de |
Das Celtis-Gymnasium in Schweinfurt wurde 1632 unter dem Namen Gymnasium Gustavianum (nach dem Schwedenkönig Gustav Adolf) als Humanistisches Gymnasium gegründet.
1833 erhielt die Schule nach dem neuen Landesvater Ludwig I. den Namen Gymnasium Ludovicianum, 1964 erfolgte die Umbenennung nach dem Humanisten Conrad Celtis, der in dem nahe gelegenen Dorf Wipfeld geboren ist, aber wahrscheinlich die Schule in Würzburg besucht hat.
Geschichte
Das Humanistische Gymnasium wurde auf Weisung des schwedischen Königs Gustav II. Adolf 1632 in Schweinfurt als Gymnasium Gustavianum gegründet.[3] Domizil des Gymnasiums war von 1634 bis 1881[4] die 1582/83 erbaute Lateinschule am Martin-Luther-Platz, ein Renaissance-Gebäude, das heute Altes Gymnasium genannt wird. In ihm ist seit 1934 das Städtische Museum untergebracht.
Gebäude
Als das Gebäude neben der Johanniskirche zu klein wurde, entschloss man sich zu einem Neubau vor den Toren der alten Stadt, in der heutigen Gymnasiumstraße. Dieses neue Schulhaus wurde im Auftrag König Ludwigs II. vom Architekten Carl Leimbach errichtet, 1881 seiner Bestimmung übergeben und dient diesem Zweck bis heute. In den 1970er Jahren wurden zwei Sporthallen angebaut, im Jahr 1984 erfolgte dann eine erhebliche Erweiterung des Schulgebäudes im Süden und ein Umbau der alten Räume. Im Jahr 2005 wurde das Schulhaus noch einmal vergrößert (Ausbau der ehemaligen „Dachterrasse“ zu Klassenräumen), 2009 durch einen zusätzlichen Trakt mit Unterrichtsräumen ergänzt (Nebengebäude für die Oberstufe).
Schulzweige
Die Schule nahm vor Einführung des achtjährigen Gymnasiums in Bayern am Schulversuch Europäisches Gymnasium teil. Weiterhin wurden die bestehenden Ausbildungsrichtungen Anfang der 1980er Jahre um das Musische Gymnasium erweitert. Nach der 2017 erfolgten Rückkehr zum G9 gibt es seit dem Schuljahr 2025/26 wieder eine 13. Jahrgangsstufe.
Es werden folgende Zweige angeboten: Sprachliches, Humanistisches und Musisches Gymnasium angeboten. Die ersten zwei Fremdsprachen sind für alle Ausbildungsrichtungen Latein und Englisch. Für den Humanistischen Zweig folgt in der 8. Jahrgangsstufe als dritte Fremdsprache Griechisch, für den sprachlichen Zweig Französisch oder Italienisch. In der 11. Jahrgangsstufe kann spätbeginnend Spanisch belegt werden.[5]
Persönlichkeiten
Lehrer
- Johann Heinrich Bocris (1713–1776), Professor der Rechte
- Hans Fischl (1864–1938), k. Gymnasiallehrer (Griechisch und Latein), Altphilologe
Schüler
- Karl Heinrich Caspari (1815–1861), Geistlicher, Theologe und Schriftsteller
- Alexander Sussmann Adler (1816–1869), Rabbiner und Abgeordneter der Bürgerschaft in Lübeck
- Albrecht Wagner (1850–1909), Anglist in Halle
- Herman Haupt (1854–1935), Historiker
- Ludwig Ebermayer (1858–1933), Jurist, Oberreichsanwalt
- Theodor Fischer (1862–1938), Architekt und Stadtplaner
- Michael von Faulhaber (1869–1952), Kardinal und Erzbischof des Erzbistums München und Freising
- Friedrich Wilhelm Bock (1872–1924), Politiker
- Karl Treutwein (1921–1985), Heimatforscher und Autor
- Harald Leitherer (* 1953), Politiker
- Burkhard Müller (* 1959), Literaturkritiker
- Mercedes Bunz (* 1971), Kulturwissenschaftlerin und Journalistin
- Michael Wollny (* 1978), Jazz-Pianist
- Maria Voskania (* 1987), Sängerin
Literatur
- 325 Jahre Gymnasium Schweinfurt, 1634–1959. Schweinfurt 1959.
- 350 Jahre Celtis-Gymnasium Schweinfurt, 1634–1984. Schweinfurt 1984 (Jahresbericht 1983/84)
- 375 Jahre Celtis-Gymnasium. Sprachliches, humanistisches Gymnasium, musisches Gymnasium. Festschrift. Schweinfurt 2009 (Jahresbericht 2008/2009)
- Digital verfügbare historische Schulschriften
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Celtis-Gymnasium Schweinfurt in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 21. September 2024.
- ↑ Schulleitung. Celtis-Gymnasium Schweinfurt, abgerufen am 21. September 2024.
- ↑ Heinrich Christian Beck: Chronik der Stadt Schweinfurt. Schweinfurt 1836–1841, Bd. 1, Abteil. 2, Spalte 28.
- ↑ Angabe aus der Liste der Baudenkmäler in Schweinfurt.
- ↑ Celtis-Gymnasium Schweinfurt. Abgerufen am 6. Dezember 2025.