Cavigliano

Cavigliano
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Melezza
Gemeinde: Terre di Pedemontei2
Postleitzahl: 6654
frühere BFS-Nr.: 5099
Koordinaten: 698850 / 115621
Höhe: 307 m ü. M.
Fläche: 5,48 km²
Einwohner: 684 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 125 Einw. pro km²
Website: www.pedemonte.ch
Cavigliano
Karte
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Cavigliano war bis am 13. April 2013 eine politische Gemeinde im Kreis Melezza, im Bezirk Locarno im Kanton Tessin in der Schweiz. Auf den 14. April 2013 wurde Cavigliano mit Tegna und Verscio zur neuen Gemeinde Terre di Pedemonte fusioniert. Bis zur Fusion waren die Nachbargemeinden Centovalli, Maggia, Verscio, Losone und Isorno.

Geographie

Das Dorf liegt an der Bahnlinie durch das Centovalli nach Italien, am Eingang ins Onsernonetal. Mit Tegna und Verscio bildete Cavigliano die Region Terre di Pedemonte sowie eine einzige Bürgergemeinde.

Gemeindefusion

Am 22. September 2002 fand eine Konsultativabstimmung zum Fusionsprojekt der Gemeinden Tegna, Verscio und Cavigliano zur neuen Gemeinde Terre di Pedemonte statt. Das Projekt wurde nach dem ablehnenden Votum der Stimmberechtigten von Tegna aufgegeben.

Wappen

Blasonierung: In Silber ein durchgehendes rotes Kreuz mit blauer Weinrebe im rechten oberen Feld.

Geschichte

Am Anfang der Römerzeit war der Ort bewohnt. Am 14. November 1944 wurden acht römische Gräber gefunden.[2]

Bevölkerung

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten[3][4]

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft

Die heutige wirtschaftliche Prägung Caviglianos ist die eines Wohn- und Pendlerstandorts im Agglomerationsraum Locarno mit kleinteiligen Dienstleistungen sowie Freizeit- und Naherholungsnutzungen. Historisch war Cavigliano ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf, welches seit den 1960er/70er-Jahren sich "progressiv" zur Wohnzone des städtischen Agglomerats Locarno wandelte.[8] Infrastrukturmarken in diesem Übergang sind u. a. die Station der Centovalli-Bahn (Locarno–Domodossola), deren Bau 1923 abgeschlossen wurde. Zudem besteht seit 1946 in Cavigliano ein Ferien- und Bildungszentrum des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks (Soccorso operaio svizzero). Diese Einrichtungen verknüpfen den Ort verkehrlich und touristisch mit der Region.[9]

Kultur

  • Galleria d’Arte Silvio Riccardo Baviera (Cavigliano)[10]

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Cavigliano – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Historisches Lexikon der Schweiz https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002094/2024-01-08/
  2. Aldo Crivelli: Tombe romane a Cavigliano. In: Rivista Storica Ticinese, Anno 9, N. 1-6, Gennaio-Dicembre 1946, Istituto Editoriale Ticinese, Bellinzona 1946, S. 1219.
  3. Martin Schuler: Cantone Ticino - L'effettivo della populazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 27. Dezember 2024.
  4. Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 27. Dezember 2024 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  5. Angelo Maino (detto Pompeo). In: Sikart
  6. Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 213–214.
  7. Sabina Mazzi: Terre da Raccontare. I corredi della necropoli romana di Cavigliano. (italienisch) auf e-periodica.ch (abgerufen am 16. Januar 2017).
  8. Cavigliano. Abgerufen am 15. November 2025 (italienisch).
  9. Patto d'amicizia Livorno - Sito Ufficiale Terre di Pedemonte. Archiviert vom Original am 9. August 2025; abgerufen am 15. November 2025.
  10. Galleria d’Arte Silvio Riccardo Baviera
  11. Mariangela Agliati Ruggia: Julien de Parme. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 6. August 2007, abgerufen am 29. März 2020.
  12. Mariangela Agliati Ruggia: Julien de Parme. In: Sikart
  13. Julien de Parme sieben Werke (Fotos) auf recherche.sik-isea.ch
  14. Marco Marcacci: Angelo Monotti. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 17. April 2007, abgerufen am 2. April 2020.
  15. Angelo Monotti (italienisch) auf ti.ch/can/oltreconfiniti (abgerufen am 1. November 2016).
  16. Giulio Beda. In: Sikart
  17. Giairo Daghini Bibliographie auf worldcat.org/identities/
  18. Quando cambia il vento (italienisch) auf lanostrastoria.ch/entries/
  19. Professor Daghini, compagno Giairo auf lanostrastoria.ch/entries/