Catch me who can
Catch me who can (engl. für ‚Fang mich, wer kann‘) war der Name der vierten von Richard Trevithick gebauten Dampflokomotive und die erste kommerziell genutzte Lokomotive für den Passagierbetrieb. Das Fahrzeug wurde 1808 in der Hazeldine-Gießerei in Bridgnorth (Shropshire) gefertigt und wog acht Tonnen.
Die Lokomotive erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von rund 19 km/h. Sie fuhr auf einer kleinen Kreisbahn am Torrington Square in London, unweit des heutigen Bahnhofs Euston. Für einen Shilling konnte das Publikum in einen angehängten Wagen Platz nehmen und sich im Kreis ziehen lassen. Mit dieser Dampflokomotive wollte Trevithick zeigen, dass das Reisen per Bahn schneller und effizienter sei als mit dem Pferd.
Die Anlage mit dem Namen Catch me who can war kein reguläres Transportmittel, sondern ein Fahrgeschäft. Bereits nach zwei Monaten musste der Betrieb eingestellt werden, weil die gusseisernen Schienen für das Gewicht der Lokomotive zu schwach waren und unter der Belastung brachen. Zudem blieb das Publikumsinteresse hinter den Erwartungen zurück.