Castel Terracena
| Castel Terracena | ||
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Teil der Dekorationen des Gebäudes am Largo San Giovanni, das lange Zeit als Castel Terracena identifiziert wurde. | ||
| Staat | Italien | |
| Ort | Salerno | |
| Entstehungszeit | 1076–1080 | |
| Burgentyp | Niederungsburg | |
| Erhaltungszustand | Reste überbaut | |
| Bauweise | Bruchstein | |
| Geographische Lage | 40° 41′ N, 14° 46′ O | |
| Höhenlage | 20 m s.l.m. | |
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Das Castel Terracena war eine Burg aus dem 11. Jahrhundert in Zentrum von Salerno in der italienischen Region Kampanien. Der befestigte Komplex lag am heutigen Vicolo Castel Terracena in der Nähe der östlichen Stadtmauer auf dem Gipfel einer Anhöhe östlich der Kathedrale von Salerno. Der normannische Herzog Robert Guiskard ließ sie in der Zeit von 1076 bis 1080 erbauen.[1][2]
Jahrelang wurden die Überreste irrtümlicherweise als Palast im Largo San Giovanni, unterhalb des San-Michele-Komplexes identifiziert.
Geschichte und Beschreibung
Der Zweck des Baus war die Verstärkung der Verteidigung der Stadt und die Versorgung der neuen, normannischen Herrscher mit einem mächtigen Palast, der sich von dem der Langobarden unterschied.
Kaiser Friedrich II. schenkte das Anwesen der Festungsburg seiner zweiten Frau Isabella II.[3]
Die Burg existierte nur kurze Zeit; sie verschwand unter mysteriösen Umständen zwischen 1251 (dem Jahr ihrer letzten Erwähnung[4]) und 1261, dem Todesjahr von Papst Alexander IV., der den Benediktinermönchen das Grundstück schenkte, auf der sie errichtet war.[5] In dieser Burg war kurze Zeit die Kaiserin Costanza d'Altavilla inhaftiert.[6]
“L’edificio viene fondato ai margini orientali della città, a ridosso delle mura, nel quartiere detto Ortomagno. Esso era costituito da grandi blocchi lapidei sovrastati da merli; lungo le facciate si alternavano archi ogivali ed archi a tutto sesto, mentre all’interno si susseguivano ampie sale caratterizzate da sontuosi pavimenti decorati a mosaico.A due soli secoli dalla sua edificazione, il palazzo subisce notevoli dissesti a seguito del terremoto del 1275, che rade al suolo diversi centri urbani nella zona di Avellino e Salerno. Poco più tardi, il Castel Terracena viene donato da Alessandro IV al Monastero di S. Benedetto 1301.”
„Das Gebäude wurde am östlichen Stadtrand errichtet, in der Nähe der Mauer, in einem Viertel namens Ortomagno. Es wurde aus großen Steinblöcken gebaut, über denen Zinnen angebracht waren; entlang der Fassade wechselten sich Spitzbögen und Rundbögen ab, während im Inneren große Säle, die durch verschwenderische Bodenbeläge, dekoriert als Mosaik gekennzeichnet waren, aufeinander folgten. Nur zwei Jahrhunderte nach seiner Errichtung erlitt der Palast bemerkenswerte Beschädigungen aufgrund des Erdbebens von 1275, das verschiedenen Stadtzentren in der Gegend von Avellino und Salerno dem Erdboden gleichmachte. Wenig später schenkte Alexander IV. im Jahre 1301 Castel Terracena dem Kloster San Benedetto“[7]
Identifizierung des Komplexes
Die Gegend, in der man auch heute noch den Komplex des Castel Terracena erkennen kann, wenn auch durch nachfolgende Gebäudeschichten stark beschädigt und entstellt, ist die, die vom heutigen Archäologischen Museum von Salerno bis zur Apsis des Doms in der Via Genovesi reicht und sich dann über die Via dei Canapari und die Via Mario Iannelli fortsetzt. In diesem Komplex am Largo San Giovanni wurden einige Türme identifiziert, die mit gelben und grauen „Tuffintarsien“ verziert sind, was jahrelang dazu geführt hat, dass sie als Teil des Burgkomplexes identifiziert wurden.[8]
Der festliche Farbeffekt wird durch die im Kampanien des 11. und 12. Jahrhunderts typische Verwendung von keramischen Elementen zu Zierzwecken, wie die Hintergründe der keramischen Schalen in der Mitte der Rosettenfenster, erreicht. Das vertikale Band besteht aus einem Motiv, das durch das spiegelbildliche Profil einer Hellebarde angedeutet worden sein könnte oder vielleicht durch ein Zierelement maurischen Ursprungs, es sei denn, man sieht darin eine stilisierte Interpretation der lanzettlichen Lotusblume aus der islamischen Tradition.
Einzelnachweise
- ↑ A. di Montecassino: Storia dei Normanni. Rom 1935.
- ↑ P. da Eboli: Liber ad honorem Augusti. Rom 1905–1906.
- ↑ Tragni Bianca, Il mitico Federico II di Svevia. Mario Adda, S. 80.
- ↑ Archivio Archidiocesano di Salerno, pergamena 138 in C. Carucci: Codice Diplomatico Salernitano del secolo XIII. Subiaco 1931. S. 244–247.
- ↑ C. Carucci: Codice Diplomatico Salernitano del secolo XIV. Salerno 1950. S. 12.
- ↑ Pietro di Eboli: Liber ad honorem Augusti. Vers 559. In: ALIM - Archivio della latinità italiana del Medioevo. Archiviert vom ; abgerufen am 26. November 2025 (Latein).
- ↑ Salerno – Castel Terracena. Ministero Beni ed Attività culturali, archiviert vom am 4. März 2016; abgerufen am 26. November 2025 (italienisch).
- ↑ Le "tarsie" di Castel Terracena. In: SalernoCity.com. Archiviert vom am 16. Mai 2008; abgerufen am 26. November 2025 (italienisch).
Weblinks
- Rassegna Storica Salernitana, 32, 1999, pp. 9-21: Il sito del castello di Terracena in Salerno. Digilander, abgerufen am 26. November 2025 (italienisch).
- Restauro Castel Terracena – Salerno – Centro Storico. Dattoli Costruzioni Generali, archiviert vom am 5. März 2016; abgerufen am 26. November 2025 (italienisch).