Carolyn Marie Rodgers
Carolyn Marie Rodgers (* 14. Dezember 1940 in Chicago, Illinois; † 2. April 2010 ebenda) war eine US-amerikanische Schriftstellerin und Verlegerin. Sie war eine bedeutende Vertreterin der Black-Arts-Bewegung und gehörte zu den Mitgründerinnen des in Chicago ansässigen Verlags Third World Press. Sie wurde mit Gedichtbänden wie Paper Soul (1968) und how i got ovah: New and Selected Poems (1975) bekannt.
Leben
Rodgers wuchs im Chicagoer Stadtteil Bronzeville auf und begann während eines Studiums an der University of Illinois mit dem Schreiben von Gedichten. Im Jahr 1965 erwarb sie an der Roosevelt University eine Bachelorabschluss, 1980 folgte an der University of Chicago ein Masterabschluss in Englisch.[1] Prägende Impulse erhielt sie in Schreibwerkstätten der Pulitzer-Preisträgerin Gwendolyn Brooks sowie in Arbeitskreisen der Organization of Black American Culture in Chicago.[1] Später lehrte sie an mehreren Hochschulen, etwa dem Columbia College Chicago, Malcolm X College und Harold Washington College.[2] Daneben arbeitete sie als Buchkritikerin für die Chicago Daily News und als Kolumnistin für den Milwaukee Courier.[1] Rodgers starb am 2. April 2010 im Alter von 69 Jahren im Mercy Hospital in Chicago.[3] 2012 wurde sie in die Chicago Literary Hall of Fame aufgenommen,[2] nachdem sie bereits 2009 in die International Literary Hall of Fame for Writers of African Descent am Gwendolyn Brooks Center (Chicago State University) aufgenommen worden war.[1]
Wirken
Rodgers war eine profilierte Vertreterin der Black-Arts-Bewegung in Chicago; 1967 gehörte sie zu den Mitgründerinnen des Verlags Third World Press.[1] Später gründete sie zudem den eigenen Kleinverlag Eden Press, den sie mit Unterstützung des Illinois Arts Council aufbaute.[1] Bekanntheit erlangte sie mit frühen Bänden wie Paper Soul (1968), Songs of a Blackbird (1969), 2 Love Raps (1969) und How I Got Ovah: New and Selected Poems (1975).[2] Ihre Texte befassen sich oftmals mit den Erfahrungen schwarzer Frauen sowie Fragen von Identität und Gemeinschaft.[3] Neben Lyrik veröffentlichte sie Essays und arbeitete als Kritikerin; sie erhielt den Conrad Kent Rivers Memorial Fund Award sowie Förderungen der National Endowment for the Arts.[1] Für How I Got Ovah war sie 1976 Finalistin des National Book Award.[2] Zudem verlieh ihr die Society of Midland Authors den Poet Laureate Award.[4]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g Carolyn Marie Rodgers. In: Poetry Foundation. Abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
- ↑ a b c d Carolyn Rodgers. In: Chicago Literary Hall of Fame. Abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
- ↑ a b Obituary: Chicago Poet Carolyn M. Rodgers Dies. In: BET (Associated Press). 14. April 2010, abgerufen am 24. September 2025 (englisch).