Carmen Wüstenhagen
Carmen Wüstenhagen, nach Heirat Carmen Rüdiger (* 15. August 1973 in Luckenwalde), ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin, die meist im 1500-Meter-Lauf antrat.
Sportliche Karriere
Carmen Wüstenhagen war bis 1986 bei der BSG Einheit Jüterbog. Von 1987 bis 1990 startete sie für den ASK Vorwärts Potsdam. Nach fünf Jahren beim SC Charlottenburg trat sie ab 1996 für die LG Nike Berlin an, bei der der SC Charlottenburg mitwirkte. 1999 und 2000 lief sie für das LAZ Leipzig. 2003 und 2004 war Carmen Rüdiger beim SC Potsdam, bevor sie 2005 zum SC Charlottenburg zurückkehrte.
Carmen Wüstenhagen war bei den Deutschen Meisterschaften 1995 in Bremen Zweite hinter Ellen Buchleitner. Im Jahr darauf belegte sie bei den Deutschen Meisterschaften 1996 in Köln den zweiten Platz hinter Sylvia Kühnemund. Als Carmen Rüdiger wurde sie 2004 in Braunschweig noch einmal Zweite, diesmal hinter Kathleen Friedrich. Ihre beste Platzierung in der Halle war der zweite Platz hinter Antje Möldner bei den Hallenmeisterschaften 2005 in Sindelfingen.[1] Von 1991 bis 1995 gewann Wüstenhagen allerdings vier deutsche Meistertitel mit der Charlottenburger 3-mal-800-Meter-Staffel, wobei Katje Hoffmann und Kati Kovacs jeweils bei drei Titeln dabei waren, Angela Wilhelm und Nicole Leistenschneider jeweils einmal.[2]
Carmen Wüstenhagen nahm 1991 und 1992 viermal an Junioren-Wettkämpfen im Nationaltrikot teil. Bei den Junioreneuropameisterschaften 1991 in Saloniki wurde sie Neunte über 1500 Meter.[3] Im Jahr darauf wurde sie Sechste bei den Juniorenweltmeisterschaften 1992 in Seoul.[4]
Von 1994 bis 2005 startete sie siebenmal bei internationalen Meisterschaften oder Länderkämpfen. 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta traten mit Sylvia Kühnemund und Carmen Wüstenhagen zwei deutsche Läuferinnen über 1500 Meter an, beide schieden im Halbfinale aus.[5] Im Jahr darauf erreichte Wüstenhagen auch bei den Weltmeisterschaften in Athen das Halbfinale. Nachdem Kühnemund bereits im Vorlauf ausgeschieden war, wurde Wüstenhagen im Halbfinale Letzte ihres Laufs.[6] Siebeneinhalb Jahre später trat Carmen Rüdiger bei den Halleneuropameisterschaften 2005 in Madrid an. Aus ihrem Vorlauf erreichten vier Läuferinnen das Finale, Rüdiger wurde Sechste.[7]
Bestleistungen
- 800 Meter: 2:01,53 Minuten, 20. August 1996 in Leverkusen (nach Amrhein)
- 1500 Meter: 4:07,86 Minuten, 21. Juni 1996 in Köln (nach Amrhein)
- 1500 Meter: 4:06,7 Minuten, 7. August 1999 in London (mit Handzeitnahme) (nach World Athletics)
Literatur
- Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft, Seite 997 (Rüdiger, Carmen)
Weblinks
- Carmen Wüstenhagen in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
- Carmen Wüstenhagen in der Datenbank von World Athletics (englisch)
Fußnoten
- ↑ Deutsche Meisterschaften im 1500-Meter-Lauf bei ladm.duv.de
- ↑ Deutsche Meisterinnen in der 3-mal-800-Meter-Staffel bei sport-komplett.de
- ↑ 1500-Meter-Lauf 1991 bei worldathletics.org
- ↑ World Athletics, Reiter Results, dann 1992
- ↑ 1500-Meter-Lauf 1996 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 21. November 2025.
- ↑ 1500-Meter-Lauf 1997 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ 1500-Meter-Lauf 2005 bei worldathletics.org