Carlo Dürselen
Carlo Dürselen (* 25. Oktober 1926 in Münster; † 23. Mai 2006 ebenda) war ein deutscher Bildhauer.
Werdegang
Carlo Dürselen studierte an der Werkkunstschule Münster bei Karl Schrage, Arthur Winde, Hugo Kükelhaus und Kurt Schwippert. Nach dem Studium war er von 1977 bis 1992 Kunstlehrer am Gymnasium Paulinum,[1] ab 1988 auch Dozent an der Akademie für Gestaltung der Handwerkskammer Münster.[2]
Von Carlo Dürselen stammen verschiedene sakrale Arbeiten, wie etwa das Tabernakel und das Wandkreuz in der Kirche St. Norbert in Münster,[3] ein Kreuz aus etwa vier Meter hohen Edelstahlrundstäben am katholischen Gemeindehaus St. Marien in Kamp-Lintfort aus dem Jahr 1974,[4] das Bronzewerk für eine Sakaramentsstele im Chorraum des Klosters Vinnenberg sowie Tabernakel, Mensa und Kreuz für das Ursulinenkloster in Haselünne. Er fertigte auch Bischofsringe und Bischofskreuze für die Hiltruper Missionare in Papenburg. Zu seinen Arbeiten gehörten auch Sonnenuhren, Wasserspiele sowie Wandreliefs im öffentlichen Raum oder öffentlichen Einrichtungen, wie etwa eine Sonnenuhr aus Glas und Edelstahl an der Südseite des Flügels B des Joseph-Haydn-Gymnasiums Senden,[5] ein Wasserspiel für die Handwerkskammer Münster und ein Wandrelief aus Aluminium und Edelstahl für die Stadtsparkasse Münster.[2]
Ehrungen
- 1973: Staatspreis Manu Factum des Landes NRW für das Kunsthandwerk[6]
- 1983: Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland[2]
Ausstellungen
- 2005: komplementär der Arbeitsgemeinschaft Handwerk Kunst Design Münster e. V. im Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte Kevelaer[7]
Schriften
- Hanno Amely, Carlo Dürselen (Hrsg.): Gymnasium Paulinum 1959–1980. Aschendorff, Münster 1980.
Literatur
- Annegret Rittmann: Dürselen, Carlo. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 30, Saur, München u. a. 2001, ISBN 3-598-22770-1, S. 324.
Einzelnachweise
- ↑ Gymnasium Paulinum: Informationen aus dem Schulleben Nr. 20, vom 23. Oktober 2006 ( vom 15. Juli 2014 im Internet Archive), S. 19. Abgerufen am 12. Juni 2011.
- ↑ a b c Annegret Rittmann: Carlo Dürselen. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL)
- ↑ Stadt Münster: Kirchenführer ( vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) Abgerufen am 1. Mai 2011.
- ↑ Rheinische Post vom 28. Juli 2007: Kamp-Lintfort: Von Kumpeln und Heiligen. Abgerufen am 1. Mai 2011.
- ↑ Joseph-Haydn-Gymnasium Senden: Chronik 1988–2000 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., S. 29. Abgerufen am 3. Mai 2011.
- ↑ Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks: Staatspreis MANU FACTUM ( vom 4. März 2016 im Internet Archive) Abgerufen am 1. Mai 2011
- ↑ Niederrheinisches Museum Kevelaer: Sonderausstellungen - komplementär (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen am 1. Mai 2011.