Carl Hess (Komponist)

Carl Hess, auch Carl Hess-Rüetschi, manchmal auch Carl Heß (* 23. März 1859 in Basel; † 18. Februar 1912 in Bern) war ein Schweizer Komponist, Musikpädagoge und Organist.[1]

Biografie

Herkunft

Carl Hess’ Eltern waren Johann Wahrmund Hess (1826–1909) und Louise Burckhard (1832–1914), die am 13. Juli 1854 geheiratet hatten. Er hatte zwei Schwestern.[2]

Leben

Hess lernte das Violin- und das Orgelspiel sowie Kontrapunkt. Nach der Matura studierte er an der philosophischen Fakultät der Universität Basel und spielte gleichzeitig Violine im Orchester der Allgemeinen Musikgesellschaft. 1880 wechselte er an die Universität und das Konservatorium Leipzig, wo ein Preisgewinn schliesslich seine Musikerlaufbahn bestimmte.

Ab 1882 wirkte Hess als Organist am Berner Münster und übernahm als Privatdozent für Musiktheorie einen Lehrauftrag an der Universität Bern. Im Jahr 1905 wurde er dort zum Professor ernannt.[3]

Daneben unterrichtete er Klavier und Harmonielehre an der Musikschule (bis 1891) und Gesang am Gymnasium (1884–1907). Ab 1888 leitete er den Berner Männerchor. Als Interpret setzte er sich besonders für das Werk von Max Reger ein und komponierte Stücke beispielsweise für die Tonkünstlerfeste 1902, 1904, 1907 und 1908.[3]

Hess heiratete am 16. Juli 1884 in Basel Maria Rüetschi (1863–1934).[2] Von dieser Zeit an nutzte er häufig den Doppelnamen Hess-Rüetschi.

Werke

Druckwerke

  • Ringe, ringe, Rose: Liederbuch mit 186 Kinderliedern
  • Es singt es Vögeli ab em Baum: Liederbuch mit 25 Liedern von Sophie Hämmerli-Marti[4]
  • Liebesflämmchen: Ein Kranz volkstümlicher Lieder.

Kompositionen

  • Der Heimetvogel[5]
  • Festpräludium[6]
  • Sonaten, Orgel, op. 23 (e-Moll)[7]
  • Andantes, Orgel (D-Dur)[8]
  • Inventionen, Orgel[9]
  • Lieder, Chor, op. 6, zwei Lieder für gemischten Chor[10]
  • Lieder, Chor, op. 6,2, zwei Lieder für gemischten Chor[11]
  • Präludien, Orgel[12]

Einzelnachweise

  1. Nachlass Carl Hess. Staatsbibliothek Berlin.
  2. a b Carl Hess auf familysearch.org.
  3. a b Regula Puskás: Carl Hess. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 30. August 2006.
  4. Es singt es Vögeli ab em Baum. Deutsche Nationalbibliothek.
  5. Der Heimetvogel. Deutsche Nationalbibliothek.
  6. Festpräludium. Deutsche Nationalbibliothek.
  7. Sonaten, Orgel, op. 23 (e-Moll). Deutsche Nationalbibliothek.
  8. Andantes, Orgel (D-Dur). Deutsche Nationalbibliothek.
  9. Inventionen, Orgel. Deutsche Nationalbibliothek.
  10. Lieder, Chor, op. 6. Deutsche Nationalbibliothek.
  11. Zwei Lieder für gemischten Chor, op. 6,2. Deutsche Nationalbibliothek.
  12. Präludien, Orgel. Deutsche Nationalbibliothek.