Carl Eduard Meyer-Osterrieth
Carl Eduard Meyer(-Osterrieth) (* 9. Januar 1790 in Frankfurt am Main; † 14. Juni 1871 ebenda) war ein Kaufmann und Politiker in der Freien Stadt Frankfurt.
Leben
Carl Eduard Meyer war der Sohn des Kaufmanns und Politikers Johann Georg von Meyer (* 1765 in Frankfurt am Main, getauft am 31. März; † 14. April 1838) und dessen Ehefrau Catharina Gertraude Schmidt (* 28. Januar 1767 in Frankfurt am Main; † 6. November 1826 ebenda), die Tochter des Handelsmanns Johann Schmidt (1733–1803), Teilhaber der Firma „Heinr. Wilhelm Schmidt Teeimporte usw“. Er heiratete am 2. November 1814 in Frankfurt am Main Maria Elisabeth (Lilli) Osterrieth (* 26. August 1795 in Frankfurt am Main; † 7. September 1865 ebenda), die Tochter des Samuel Friedrich Osterrieth, aus Straßburg, Handelsmann in Frankfurt am Main, und der Johanna Rebekka Friederike Dick. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor:
- Georg Hermann von Meyer (1815–1892), Professor, Arzt, Anatom
- Friedrich Rudolph von Meyer (1817–1884), Schiffskapitän, starb in New York
- Johann Georg von Meyer (1819–1874), starb in London
- Katharina Gertrude Voigt, geb. von Meyer (* 1819 in Frankfurt am Main; † 23. Dezember 1883 ebenda), heiratete am 22. Mai 1849 in Frankfurt am Main Peter Isaak Theodor Voigt (1817–1895), Kaufmann in Jena
- Helene Hedwig Hauck, geb. von Meyer (* 1823 in Frankfurt am Main; † 1. Oktober 1907 ebenda), heiratete am 12. Oktober 1847 in Frankfurt am Main Johann Christoph Hauck (1823–1884)
Sein Großvater Johann Anton von Meyer war 1789 in den Reichsadel erhoben worden, machte hiervon jedoch keinen Gebrauch. Auch Carl Eduard Meyer führte das "von" nicht im Namen, im Gegensatz zu seinem Vater und seinen Söhnen. Er fügte jedoch den Namen seiner Ehefrau üblicherweise seinem Namen hinzu und nannte sich daher Carl Eduard Meyer-Osterrieth.
Meyer-Osterrieth lebte als Kaufmann in Frankfurt am Main. Von 1821 bis 1831 war er Mitglied der Frankfurter Handelskammer. Er setzte sich politisch früh für den Anschluss Frankfurts an den Zollverein ein.
Von 1833 bis 1836 und erneut von 1844 bis 1855 gehörte er der Gesetzgebenden Versammlung der Freien Stadt Frankfurt an. Von 1842 bis zum Ende der Freien Stadt Frankfurt 1866 war er Mitglied der Ständigen Bürgerrepräsentation der Freien Stadt Frankfurt. In einer Nachwahl am 16./17. November 1848 wurde er in die Constituierende Versammlung der Freien Stadt Frankfurt gewählt.
Literatur
- Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 262.
Weblinks
- Meyer-Osterrieth, Carl Eduard. Hessische Biografie. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Carl Eduard Meyer-Osterrieth. Abgeordnete. In: Hessische Parlamentarismusgeschichte Online. HLGL & Uni Marburg, abgerufen am 5. April 2024 (Stand 28. November 2023).