Carl Carlton (US-amerikanischer Musiker)

Carl Carlton (* 21. Mai 1953 in Detroit, Michigan; † 13. Dezember 2025) war ein US-amerikanischer R&B-, Soul- und Funk-Sänger und Songwriter.

Leben

Carlton machte seine ersten Aufnahmen Ende der 1960er-Jahre als „Little Carl“ Carlton, einem Marketing-Trick, der stimmliche Ähnlichkeiten zu Stevie Wonder nutzte, der in den frühen 1960ern Aufnahmen unter dem Namen „Little Stevie“ Wonder machte.

Nach einigen kleineren lokalen Hits unterschrieb Carlton bei Don Robey und zog nach Houston, Texas, dem Sitz von dessen neuer Plattenfirma Back Beat Records. Carlton hatte erste Erfolge auf dem Label, darunter einen größeren Hit, das Remake von Robert Knights Everlasting Love, das den 6. Platz in den US-Singlecharts erreichte.

Robey verkaufte 1972 sein Label an ABC Records und Carlton hatte 1976 Lizenzstreitigkeiten mit dem neuen Eigentümer, was zu einer Aufnahmepause führte. Dann unterschrieb er 1977 bei Mercury Records, veröffentlichte aber nur eine Single mit diesem Label. Danach konnte er für einige Jahre keine neuen Plattenvertrag bekommen, bis ihm Leon Haywood zu einem Singlevertrag bei 20th Century Records verhalf. She’s a Bad Mama Jama (She’s Built, She’s Stacked) erreichte den 2. Platz in den Soulcharts und wurde für den Grammy Award in der Kategorie Best Male R&B Vocal Performance nominiert.[1]

Carltons nächstes Album Carl Carlton enthielt She’s a Bad Mama Jama, welches seitdem oft für Samples in der Rap-Musik genutzt wurde.

Carlton veröffentlichte in den 1980er-Jahren weitere Alben und hatte kleinere Erfolge mit R&B-Hits. Das Interesse der Plattenfirmen und der Öffentlichkeit nahm jedoch ab. Nach 1985 veröffentlichte er Private Property, 1994 Main Event, die aber keine Charterfolge vorweisen konnten.

2002 trat Carlton mit verschiedenen R&B-Stars auf Rhythm, Love and Soul in Erscheinung, die Teil der American-Soundtrack-Serie von PBS war. Seine Performance von Everlasting Love war Teil eines Livealbums, das 2004 erschien.[2]

Er starb Ende 2025 im Alter von 72 Jahren, nachdem er 6 Jahre zuvor einen schweren Schlaganfall erlitten hatte.[3]

Diskografie

Alben

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[4][5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US
1975 Everlasting Love US132
(7 Wo.)US
1981 Carl Carlton US34
(19 Wo.)US
1982 The Bad C. C. US133
(7 Wo.)US

Singles

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[4]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 UK  US
1968 Competition Ain’t Nothin’
US75
(8 Wo.)US
1970 Drop by My Place
Can’t Stop a Man In Love
US78
(6 Wo.)US
1974 Everlasting Love
Everlasting Love
US6
(15 Wo.)US
1975 Smokin’ Room
Everlasting Love
US91
(4 Wo.)US
1981 She’s a Bad Mama Jama (She’s Built, She’s Stacked)
Carl Carlton
UK34
(8 Wo.)UK
US22
Gold

(21 Wo.)US
Commons: Carl Carlton – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. L. A. Times The Envelope awards database (aufgerufen 15. August 2006).
  2. American Soundtrack IMDB entry, (aufgerufen 15. August 2006).
  3. “Everlasting Love” and “Bad Mama Jama” singer Carl Carlton dies at 72. In: soultracks.com. 14. Dezember 2025, abgerufen am 15. Dezember 2025 (englisch).
  4. a b Chartquellen: UK US.
  5. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US.